Saison 2005/2006
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FC vor Wochen der Wahrheit

Wieder gut gespielt und wieder knapp gegen eine Spitzenmannschaft verloren. Vier Tage nach der unglücklichen 1:2-Niederlage im rheinischen Derby in Leverkusen blieb dem 1. FC Köln auch gegen den UEFA-Pokal-Teilnehmer Hertha BSC nur das Nachsehen. Trotz einer engagierten Leistung unterlagen die Schützlinge von Uwe Rapolder den abgezockteren Berlinern mit 0:1 im erstmals in dieser Saison mit 48.000 Zuschauern nicht ganz ausverkauften RheinEnergieStadion.
 

Stefan Wessels war der überragende Mann auf dem Platz.
 
Nach einem furiosen Beginn und einem offenen Schlagabtausch mit guten Chancen für beide Teams (Madsen und Podolski für den FC) übernahm die Hertha das Spielgeschehen und kam iherseits zu guten Tormöglichkeiten, die jedoch immer wieder vom überragenden Kölner Keeper Stefan Wessels vereitelt wurden. Nach dem Seitenwechsel sorgte dann Herthas Abwehrriese Alexander Madlung in der 52. Minute per Abstauber für das Tor des Tages und Berlins ersten Sieg in Köln seit 1974.
 
Trotz der vierten Niederlage in den letzten fünf Begegnungen sollte in Köln keine Panik aufkommen. Über weite Strecken der Partie erwiesen sich die Geißböcke als gleichwertiger Gegner. Punktemäßig sind wir noch immer im Soll", betonte auch Uwe Rapolder. Der FC-Trainer weiß aber auch, dass der Druck auf den Aufsteiger bei weiteren ausbleibenden Erfolgserlebnissen zunehmen wird. So war das Hertha-Spiel rasch abgehakt. Die Konzentration gilt den anstehenden Partien in Nürnberg, gegen Hannover und in Frankfurt. In diesen Spielen gegen die direkten Konkurrenten müssen wir unbedingt punkten", fordert Rapolder.
 
Überraschend hatte Rapolder gegen Hertha doch Andrew Sinkala aufgeboten, den er in Leverkusen nach etlichen haarsträubenden Fehlern und Querschlägern noch vor der Halbzeit aus der Mannschaft genommen hatte. In Normalform ist er dank seiner Beweglichkeit in defensiven Eins-gegen-Eins-Situationen unverzichtbar", begründete der Coach sein Festhalten am Sambier, der sich zwar verbessert, aber noch lange nicht in Topform zeigte.
 
Eine Grundvoraussetzung für bessere Resultate wird eine Stabiliserung der Abwehr sein. Und neben Sinkala ist auch bei Christian Rahn, Björn Schlicke und auch Lukas Sinkiewicz noch Luft nach oben. Ausgerechnet dem Jungnationalspieler unterlief ein Stellungsfehler, der zum Tor des Tages führte. Das muss in Nürnberg viel besser werden.
 
Tobias Gonscherowski