Jahrgang 2005
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

Brühler Bilderbogen September 2005

Liebe Leser,
 
es gibt Tage, da passt einfach alles, die sind wie gemalt für bedeutende Anlässe. Der 3. September 2005 war so ein Tag. Schöner und gelungener hätte die feierliche Eröffnung des Max Ernst Museums gar nicht ausfallen können. Bei strahlend blauem Himmel hatte die Stadt Brühl den roten Teppich ausgerollt und die zahlreichen Ehrengäste empfangen, alllen voran natürlich unser Staatsoberhaupt, Bundespräsident Horst Köhler. Dem gefiel das Museum außerordentlich gut, er nannte es in seiner launigen Rede gar ein zweites Brühler Phantasialand“.
 
Am Tag danach standen die Brühler Bürger Schlange, um sich die neue Attraktion ihrer Stadt anzuschauen. Unter ihnen war auch Günter Krüger, der Leiter der beiden anderen Brühler Museen. Er betrachtetet die Eröffnungsausstellung mit besonderem Interesse, hatte er doch zuvor im exklusiven Gespräch mit dem Brühler Bilderbogen bemängelt, dass Max Ernst nicht aus dem Sinnzusammenhang seiner Zeitgenossenschaft herausgerissen werden“ dürfe. Er und seine Freunde strebten damals den totalen Umsturz an.“ Diese Tatsache sei seiner Ansicht nach bislang vernachlässigt worden. Deshalb hat Krüger das Buch mit dem Titel Max Ernst macht Spaß – Fakten statt Legenden“ geschrieben. Damit jetzt aber genug zum Thema Max Ernst.
 
In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen außerdem die Künstlerin Homa Emami vor, die unseren Fragebogen ausfüllte. Wir berichten über den Tag des offenen Denkmals“ und die vielen Veranstaltungen, die im September stattfinden. Und Sie lernen die Tuning Scene Brühl“ kennen, eine Gruppe junger Autofans, die ihre Fahrzeuge mit den erstaunlichsten Finessen ausgestattet haben.
 
Unmittelbar vor Redaktionsschluss erreichte uns schließlich ein Fax des Lions Club Brühl“. Darin bittet der Verein um Spenden für den an Leukämie erkrankten jungen Brühler Omid Firouzi. Der Verein hat ein Spendenkonto eingerichtet und mit einem Basisbetrag von 500 Euro ausgestattet. Die Bankverbindung lautet: Lions – Förderverein e.V., Stichwort Stammzellenspende“, Konto-Nr. 5276020, BLZ 37161289, VR Bank Rhein Erft. Für jede Spende wird eine steuerwirksame Spendenquittung ausgestellt. Wir schließen uns dieser Bitte gerne an.
 

 
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen Ihres Brühler Bilderbogen
 
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon: 0 22 32 / 15 22 22
Fax: 0 22 32 / 15 22 21
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

 

Am 18. September sind die Deutschen wieder aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Die Spannung steigt täglich. Immer wieder bekommen wir von den Meinungsforschungsinstituten die neuesten Umfrageergebnisse und Wahlprognosen präsentiert. Doch noch scheint das Rennen nicht entschieden zu sein. Der Vorsprung von CDU/CSU und FDP auf die anderen Parteien ist hauchdünn.
 
Es gibt Fragen über Fragen: Welche Rolle spielt das neue Linksbündnis? Spielt es eine Rolle, dass mit Angela Merkel erstmals eine Frau Bundeskanzlerin werden will? Kann Amtsinhaber Gerhard Schröder wie vor drei Jahren eine spektakuläre Last-Minute-Aufholjagd starten? Wer soll Deutschland in den nächsten Jahren regieren? Das haben wir von den Leuten wissen wollen, die wir in der Brühler Innenstadt befragt haben.
 




 
Rita Pietz mit den Kindern Daniela, Tobias und Rebecca:
 
Ich bin noch unentschlossen. Das wichtigste Thema ist die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das sind die dringendsten Themen, die angegangen werden müssen. Auch Rente, Gesundheit und Bildung für die Kinder sind wichtig. Aber ich traue es keinem zu. Ich bin Wechselwähler und bin auch mehr für den Wechsel.



 
Heinz Wachendorf:
 
Ich bin der Meinung, die CDU hat den Mund so weit aufgerissen und behauptet, dass sie es besser können. Dann sollen sie es jetzt einmal zeigen. Sie haben noch nichts Konkretes vorgelegt und das, obwohl wir kurz vor der Wahl stehen. Sie müssen jetzt konkreter werden.



 
Norbert Florin:
 
Es sollte nicht die Partei an die Macht kommen, die kein eigenes Konzept hat und sich auf ihren geschätzten 42 Prozent in Umfragen ausruht und hofft, dass nichts mehr anbrennt.



 
Minka Mönch:
 
Ich bin mir noch nicht sicher. Aber ich fände es ganz gut, wenn es einmal eine Frau machen würde. Frauen können das auch ganz gut. Sie haben darin Jahrhunderte lange Erfahrungen. Nach Kriegen hat sich immer gezeigt, wie tüchtig Frauen sind, wenn sie ohne die Männer zurecht kommen müssen. Außerdem finde ich es empörend, wenn immer nur die Makel der Frauen hervorgehoben werden. Es wird über die Frisur von Frau Merkel gelästert. Über die dicken Bäuche und Glatzen der Männer spricht keiner.



 
Klaus Kommer:
 
Eine schwierige Frage. Ich bin von Natur aus etwas linksorientiert, aber das Programm der SPD sagt mir nicht zu 100 Prozent zu. Ich habe die Befürchtung, dass CDU und Liberale an die Regierung kommen und die sozial Schwächeren dann noch mehr bluten müssen und das finanzieren müssen, was die Regierung Kohl verursacht hat. Die Probleme begannen nämlich mit der Wiedervereinigung. Da hätten die Weichen gestellt werden und die Politiker verantwortungsvoller handeln müssen. Die Probleme der Rentenkasse waren Ende der achtziger Jahre bekannt.



 
Birgit Grille mit Ehemann Gerd und Sohn Christopher:
 
Ich bin für eine große Koalition und hoffe, dass dann die Probleme gemeinsam angepackt werden und keiner sich gegenseitig ausbremst. Ein Konsens wäre wünschenswert. Ich finde beide Spitzenkandidaten als Führungskräfte ungeeignet. Wenn es um Köpfe geht, wäre meiner Meinung nach Fischer der beste.



 
Michael Schinsky:
 
Ich habe bislang meine traditionelle politische Linie gehabt. Aber keiner der Anwärter hat ein Konzept, um Deutschland weiterzubringen. Die jetzige Regierung muss abgewählt werden. Ich bin von den Sozialdemokraten enttäuscht. Schröder hat den Ruf ruiniert durch seine Inkonsequenz und seine halbherzige Arbeit. Er hätte es richtig durchziehen müssen. Die Deutschen sind zu Reformen bereit. Aber es kann nicht sein, dass sie auf dem Rücken der Kranken und Alten ausgetragen werden. Und so ist das in vielen Bereichen.



 
Monika Bremen:
 
Ich bin ziemlich desillusioniert darüber, wie es zu Neuwahlen gekommen ist. Man hat den Eindruck, dass es egal ist, wie man wählt. Wenn die Mehrheit so entschieden hat, dass jemand für vier Jahre regiert, soll er diesen Auftrag auch so ausführen. Wenn derjenige dann nach drei Jahren keine Lust mehr hat, ruft er Neuwahlen aus. Das ist nicht okay. Die schulden mir noch ein Jahr.


Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos).

 

Der Kunstfreund sollte die Werke von Max Ernst schmunzelnd betrachten“


 
Ich bin ein Künstler mit gesellschaftskritischem Anspruch“, schickt Günter Krüger im exklusiven Gespräch mit dem Brühler Bilderbogen voraus. Ich habe das Recht und die Pflicht, Max Ernst da zu verteidigen, wo er meiner Meinung nach falsch verstanden wird und wo Wahrheiten immer noch unter den Teppich gekehrt werden. In der Eröffnungsausstellung des neuen Max Ernst Museums vermisse ich einige wichtige Akzente. Darum darf ich auf mein neues Buch hinweisen. Es heißt Max Ernst macht Spaß – Fakten statt Legenden“ und ist eine nützliche Ergänzung zur Ausstellung im Museum.“

Das Buch ist eine in Form und Aufmachung ansprechende, reich bebilderte Textcollage, ergänzt durch etwa 50 Zitate und Zeugnisse von Zeitgenossen. Natürlich kommt auch Max Ernst selbst zu Wort, der nach Ansicht von Günter Krüger viel bescheidener war, wenn es um die Bewertung seiner Arbeiten ging. Der Autor erläutert die vielfältigen Techniken und Verfahrensweisen, die Max Ernst beim Bildermachen eingesetzt hat. Der Leser erhält auch eine Fülle von Informationen über die avantgardistischen Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts, über die Motivationen der Künstler vor dem gesellschaftspolitischen Hintergrund.

Ohne Kenntnis des revolutionär gestimmten Zeitgeistes sind künstlerische Bewegungen wie DADA und Surrealismus nicht zu verstehen. Max Ernst darf daher nicht aus dem Sinnzusammenhang seiner Zeitgenossenschaft herausgerissen werden“, sagt Günter Krüger. Max Ernst hat selbst berichtet, dass er und seine Freunde damals den totalen Umsturz anstrebten. Meine Textcollage fügt wieder zusammen, was zusammengehört.“

Günter Krüger stellt die These auf, dass die DADAisten nicht zuletzt philosophische Spaßvögel und ideenreiche Satiriker waren, die den deutschen Spießer auf die Schippe nehmen wollten. Auch Max Ernst, der das geflügelte Wort Witz, Ironie und tiefere Bedeutung“ liebte, erfand für seine hintersinnig-humorvollen Bilder und Skulpturen witzige und ironische Titel. Spaßig sind auch die bronzenen Zwei Gehilfen“, die vor das Brühler Rathaus spucken.

Nicht stirnrunzelnd, sondern schmunzelnd sollte der Kunstfreund die Max Ernst-Werke betrachten“, meint Günter Krüger. Tatsache ist, dass der DADAmax zu den nicht gerade häufigen Spaßmachern und Humoristen der deutschen Kunstgeschichte zählt. Merkwürdig genug, dass dies bisher kaum aufgefallen ist!“

Ich bin kein Experte, aber ein Kenner“

Günter Krüger hat sich in Brühl in den rund dreißig Jahren, die er hier bereits wohnt, schon öfter den Ruf erworben, Sachen zu erkennen, die sonst kaum aufgefallen sind. Nicht selten ist er dabei angeeckt und auf Konfrontationskurs mit den Institutionen gegangen. Doch seine Verdienste für die Schlossstadt sind unumstritten. Seine Thesen zu Leben und Werk von Max Ernst werden sicherlich auch Widerspruch erfahren, durch die dadurch entstehenden Diskussionen aber einen wichtigen Beitrag leisten. Übrigens hat er sich einst selbst um das Max Ernst-Stipendium beworben. Ich bin kein Max Ernst-Experte“, gibt Krüger zu. Aber als freischaffender Künstler bin ich ein Kenner. Und ich wundere mich darüber, dass bis heute keine Auseinandersetzung mit Max Ernst als politisch-motivierter Künstler stattgefunden hat.“ Günter Krüger fühlt sich Max Ernst auch deshalb sehr verbunden, weil er sich selbst als politisch-denkenden Künstler sieht, der aus seiner sozialistisch geprägten Weltanschauung nie ein Geheimnis gemacht hat. Bis in die siebziger Jahre hinein war er ein gefragter Zeichner, dessen Karrikaturen u.a. im Spiegel veröffentlicht wurden. Er nahm Franz-Josef Strauß aufs Korn oder den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer. In ganz Nordrhein-Westfalen zog er durch den Wahlkampf und machte mit vielen Jusos Straßentheater. Ihr Stück hieß Hanns an der Macht oder der Freiheitsschleyer“.

Es war eine politisch sehr erregte Zeit, sehr explosiv. Politisch-gesellschaftskritische Künstler hatten Hochkonjunktur. Doch nach der Entführung und Ermordung Schleyers durch die RAF geriet die ganze Szene in Verruf. Ich bekam keine Ausstellungen mehr und stand wohl auf einer Liste verdächtiger Menschen“, erinnert sich Günter Krüger. Mir wurde massiv gedroht. Und ich hatte den Eindruck, dass ich observiert wurde. Mir fiel auf, dass Leute auch bei strömendem Regen vor meinem Haus standen und es beobachteten. Es war wie in einem Kinofilm.“

Verdienste um Altstadtviertel

In Brühl war Günter Krüger schon vorher aufgefallen. Eher zufällig war er Anfang der siebziger Jahren zusammen mit seiner Frau, einer Lehrerin, nach Brühl gezogen. Sie landeten nach verschiedenen Wohnungen in einem alten Haus in der Pastoratstraße. Just in der Zeit, in der die Brühler Stadtväter beschlossen hatten, die nordwestliche Altstadt um die Kempishofstraße großflä-chig zu sanieren und mit Landesfördermitteln etliche alte Häuser mit historischer Bausubstanz abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. Dagegen wehrten sich viele der Anwohner, auch Günter Krüger. Die Bürgerinitiative Rettet Brühl jetzt“ wurde gegründet. Und schaffte es, den Abbruch zu verhindern. Heute stehen die Häuser unter Denkmalschutz.

Doch Ende der siebziger oder Anfang der achtziger Jahre beschloss Günter Krüger, die Prioritäten in seinem Leben zu verschieben. Der politische Aktivist, der die Welt verbessern wollte, der dem Aufruf Willy Brandts – Geht weg von der Straße, geht in die Parteien und verändert sie.“ – gefolgt war, verfolgte keine politischen Interessen mehr, sondern richtete sein Hauptaugenmerk auf die Geschichte. Was ist in der Geschichte schief gelaufen, warum haben wir heute eine Warenwelt statt einer wahren Welt?“ fragte er sich.

Dabei kam ihm zugute, dass er von der Stadt damit beauftragt wurde, für die bevorstehende 700-Jahr-Feier Brühls im Jahr 1985 eine Ausstellung zu organisieren, die das Leben der einfachen Menschen beleuchtete. Lebensbilder aus sieben Jahrhunderten“ hieß die sehr erfolgreiche Ausstellung, die Günter Krüger zwei Jahre lang vorbereitete und die dann im Kreuzgang des Rathauses gezeigt wurde. Zu verdanken hatte er diesen Job dem damaligen Stadtdirektor Dr. Wilhelm Schumacher, mit dem er sich immer wieder fetzte und dann auch wieder arrangierte. Als er dessen Angebot ausschlug, Museumsdirektor zu werden, schien seine Karriere“ als Historiker ein jähes Ende zu nehmen.

Doch schon 1986 war er bei der Gründung der Brühler Museumsgesellschaft präsent. Die Idee eines Museums für Alltagsgeschichte war geboren und wurde von Günter Krüger und einigen Mitstreitern beharrlich weiterverfolgt.

Die Sammlung war bereits sehr umfangreich, es fehlte das passende Gebäude. Es dauerte bis 1995, bis der Traum verwirklicht werden konnte und das Museum auch dank der finanziellen Unterstützung der NRW-Kulturstiftung in einem alten Fachwerkhaus in der Kempishofstraße 15 eine Bleibe fand, das die Stadt Brühl zur Verfügung gestellt hatte. Günter Krüger wurde Leiter des Museums und unter dem Bürgermeister Willi Mengel auch städtischer Denkmalbeauftragter. Kurz darauf entstand in unmittelbarer Nähe zum Museum für Alltagsgeschichte unter Federführung Krügers in der alten Stellmacherei das wunderschöne Brühler Keramikmuseum, über das wir im Bilderbogen in der Vergangenheit ausführlich berichtet haben. In den letzten Jahren hat sich der 1990 wegen seiner herausragenden Verdienste um die landschaftliche Kulturpflege“ mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnete Günter Krüger besonders auf das Schreiben ganz unterschiedlicher Publikationen konzentriert. So vertritt er beispielsweise in seiner 2000 publizierten wissenschaftlichen Arbeit Collage und Kooperation“ vehement die These, der Stararchitekt des Barock, Balthasar Neumann, sei in Wirklichkeit nichts weiter als ein fähiger Bauleiter gewesen.

Günter Krügers Buch macht Spaß

Und nun hat sich Günter Krüger also Max Ernst gewidmet. Sein von Dr. Jutta Becher lektoriertes Buch Max Ernst macht Spaß, Fakten statt Legenden“ kann zum Preis von 36 Euro unter der Telefonnummer 0221/541680 im Kölner Verlag dieterklein.com bestellt werden.

Tobias Gonscherowski

Verlagssonderveröffentlichung / Anzeige

Der Ölpreis steigt beinahe täglich auf neue Rekordhöhen. Dadurch wird auch Benzin immer teurer. Ein Liter Super kostete Ende August bereits 1,42 Euro und war damit so teuer wie nie zuvor. Deshalb forderte nicht nur Bundesumweltminister Jürgen Trittin, unabhängiger vom Erdöl zu werden. Wir müssen alternative Treibstoffe wie Erdgas weiter voranbringen. Erdgas wurde deshalb von uns steuerbegünstigt.“

Die Stadtwerke Brühl sind schon immer mit der Zeit gegangen und unterhalten bereits seit 1995 eine im Laufe der Jahre stetig modernisierte Erdgastankstelle. Gab es damals nur relativ wenige Fahrzeuge, die mit Gas betrieben wurden, so ist diese Zahl in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Stadtwerke selbst, ebenso wie die Stadt Brühl, stellten nach und nach fast den kompletten Fuhrpark mit Ausnahme einiger weniger Spezialfahrzeuge auf Gasbetrieb um, insgesamt über 100. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Erdgasbetrieb ist schon auf kurze Dauer auch bei relativ geringer Kilometerleistung wirtschaftlicher als der Benzin- oder Dieselbetrieb. Erdgas ist weitaus umweltfreundlicher, da es nahezu rückstandsfrei verbrennt und zudem weniger explosiv und leichter zu transportieren und zu lagern ist.

Auch die Technik der mit Erdgas betriebenen Autos ist längst ausgereift und absolut konkurrenzfähig. In vielen Millionen Testkilometern und bei Crashtests durch den TÜV konnten die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Fahrzeuge unter Beweis gestellt werden. Aus diesen Gründen haben der Bund und die Energieversorger gemeinsam Förderprogramme ins Leben gerufen, um den Anreiz zu erhöhen, in diese neue Technologie zum Schutz der Umwelt, zur Schonung der Ressourcen und zur Entlastung des Geldbeutels zu investieren.

So haben die Stadtwerke Brühl beispielsweise seit etwa zehn Jahren Anreize geschaffen, um mehr Fahrzeughalter davon zu überzeugen, ihr Auto auf Ergasbetrieb umzustellen. Ganz konkret bedeutet das: Die Stadtwerke fördern derzeit die Anschaffung mit einem Zuschuss von 1.000 kg Erdgas (momentan kostet das Gas 0,74 Euro/ kg). Als Faustregel gilt übrigens, dass 1 kg ca. 1,5 Litern entspricht. Weitere ausführliche Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.stadtwerke-bruehl.de/html/ Service/beratung.html.

Steuervorteile für Erdgasautos

Heutzutage ist es kein Problem mehr, Autos umzustellen. Es gibt sogar die Möglichkeit, nach der Umrüstung weiterhin alternativ mit Benzin zu fahren. Der Motor dieser sogenannten bivalenten Fahrzeuge schaltet automatisch auf Benzinbetrieb um, wenn der Gasdruck nachlässt. Die heutige Generation von Erdgasautos wird vom Hersteller direkt als Erdgasfahrzeug geliefert, wahlweise mit einem bivalenten oder einem monovalenten Antrieb. Bei einem bivalenten Antrieb kann das Fahrzeug grundsätzlich ohne Begrenzung auch mit Benzin gefahren werden, der Tank bleibt in voller Größe erhalten. Ein monovalentes Fahrzeug hat dagegen nur einen Benzin-Reservetank. Es kann mit Benzin höchstens 100 km fahren. Dieses Fahrzeug wird zusätzlich vom Gesetzgeber durch Ermäßigung der Kfz-Steuer bis 2020 bevorteilt. Es dürfte sich auch im Straßenverkehr bewähren, denn bei einem eventuellen städtischen Fahrverbot dürfen diese Fahrzeuge weiterhin betrieben werden.

Trotz aller steuerlichen Anreize und der ausgewiesenen Umweltfreundlichkeit hat sich das erdgasbetriebene Auto noch nicht vollständig durchsetzen können. Dabei können diese Fahrzeuge inzwischen auch Strecken von bis zu 450 Kilometern zurücklegen, ohne nachtanken zu müssen. Auch der Tankvorgang selbst ist unkompliziert und dauert kaum länger als beim herkömmlichen Benzintanken – in der Regel weniger als 5 Minuten. Und es fallen 50 Prozent weniger Fahrtkosten und 80 Prozent weniger Emissionen an. Eine genaue Ermittlung der Betriebskosten kann ebenfalls auf der Homepage der Stadtwerke Brühl (www.stadtwerke-bruehl.de) abgerufen werden.

Erweiterte Öffnungszeiten geplant

Zusätzlich planen die Stadtwerke eine Erweiterung der Serviceangebote der Erdgastankstelle, die sich übrigens auf dem Betriebshof der Stadt Brühl, direkt neben dem Gelände der Stadtwerke in der Engeldorfer Straße befindet. Zum einen wird in diesem Jahr ein zweiter Kompressor installiert, um Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten. So können die Kunden auch dann weiterhin tanken, wenn Wartungsarbeiten an einem der Aggregate notwendig werden. Zum anderen ist geplant, eine Säule außerhalb des augenblicklich nur zu folgenden Tankzeiten: montags bis donnerstags von 7 bis 20 Uhr, freitags von 7 bis 16 Uhr, und samstags 8 bis 13 Uhr, befahrbaren Grundstücks zu errichten, die 24 Stunden am Tag angefahren werden kann. Spätestens dann wird sich die Gastankstelle etabliert haben und zu einer echten Alternative zu den normalen“ Tankstellen werden. Erst recht, wenn die Spritpreise weiter so ins Uferlose steigen.

Verlagssonderveröffentlichung / Anzeige


 
Seit 1995 gibt es Rechtsanwälte Felser in Brühl, zunächst im Kloster Benden und seit 1997 in der Kurfürstenstraße 14. Das Team besteht aus zur Zeit fünf Rechtsanwälten davon sind drei Fachanwälte (zwei Fachanwälte für Arbeitsrecht und ein Fachanwalt für Familienrecht). Alle Anwälte der Kanzlei werden mindestens einen Fachanwalt führen, so das erklärte Kanzleiziel. Die Anwälte arbeiten ausschließlich spezialisiert; sie ergänzen sich dabei in ihren Tätigkeitsschwerpunkten optimal und können daher kompetenten Rechtsbeistand für eine große Bandbreite in den unterschiedlichsten Rechtsgebieten leisten.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der Kanzlei sind:

  • Arbeitsrecht (Kündigungsrecht, Scheinselbständigkeit, Öffentliches Dienstrecht, Eingruppierungsrecht, Geschäftsführeranstellungsvertragsrecht, Vorstandsvertragsrecht, Betriebsverfassungsrecht, Personalvertretungsrecht)
  • Familienrecht (Eheverträge, Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht, Sorgerecht etc.)
  • Erbrecht (Testament, Nachlasssachen etc.)
  • Verkehrsrecht (Unfallregulierung, Bußgeldsachen, Führerscheinangelegenheiten usw.)
  • Medizinrecht (Arzthaftungsrecht, Arztrecht, Praxisvertragsrecht, Zulassungsrecht etc.)
  • Sozialversicherungsrecht (EU-Rente, Arbeitsförderungsrecht etc.).

Daneben wird Vertragsrecht, GmbH-Recht und das Bau- und Immobilienrecht durch Rechtsanwälte mit entsprechenden Tätigkeitsschwerpunkten bearbeitet.

Präsenz in den Medien

Bevor Michael W. Felser als Rechtsanwalt startete, hatte er bereits eine Rechtsabteilung mit sieben Volljuristen geleitet und mehrere Fachbücher geschrieben, insgesamt drei Kommentare, fünf Ratgeber und ein Handbuch. Die Bücher sind teilweise bereits in dritter Auflage erschienen; einzelne sind schon jetzt Klassiker (z.B. Ratgeber zur Juristenausbildung).

In Presse, Rundfunk und Fernsehen taucht die Kanzlei regelmäßig auf. Das Spektrum reicht dabei von RTL und ZDF über Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Financial Times Deutschland, Rheinische Post über Bild, WOMAN, Glamour und Men’s Health bis zu SWR, MDR und WDR. Mehr als 20 Interviews allein in diesem Jahr zeigen, dass die Anwälte der Kanzlei auch bei Journalisten als Experten gefragt sind.

Erste Homepage der Kanzlei 1997

Früher als andere erkannte der 42-jährige Brühler die Möglichkeiten des Mediums Internet; dessen Nutzen für den Anwender und die Bedeutung für das alltägliche Leben, ob Berufs- oder Privatleben. Mit dieser Erkenntnis stellte er 1997 die erste Homepage seiner Anwaltskanzlei mit der klaren Zielsetzung ins Internet, Besucher über Rechtsthemen online umfassend zu informieren. Die Kanzlei wurde deswegen vielgelobt und ist eine der Kanzleien mit der höchsten Zahl an Verlinkungen durch andere Internetseiten (Linkpopularity: 4.830 Seiten, die auf www.felser.de verlinken).

JURACity - Stadt des Rechts

Im Zuge der rasanten technischen Entwicklung des Internets und unter Nutzung modernster Technologie bot sich nun die Chance, eine Onlineplattform zum Thema Recht“ zu entwickeln, auf der man sich selbst und ungestört informieren und auch unkompliziert beraten lassen kann. JURACity – Recht für alle!“

Mittlerweile wird der Marktplatz des Rechts unter http://www.juracity.de von mehr als 100.000 Besuchern monatlich besucht; einer Zahl, die bekannte Zeitschriften auf ihren Homepages nicht erreichen. Dank großer Erfahrung mit Suchmaschinen und entsprechender Technologie sind die Seiten von JURACity regelmäßig auf Top-Platzierungen in den Suchmaschinen, insbesondere GOOGLE, zu finden, wenn Suchbegriffe wie Kündigung“, Scheinselbständigkeit“ oder Arbeitsvertrag“ eingegeben werden. JURACity wurde bereits von der Stiftung Warentest als Arbeitsrechtsportal empfohlen. In den letzten Monaten erhielt www.juracity.de nicht nur optisch ein völlig neues Gesicht, sondern bietet auch mit Hilfe einer neuartigen Programmierung unzählige, zukunftsweisende Nutzungsmöglichkeiten für Anwender.

Ein Klick und der Anwalt hilft sofort!

Der Besucher von JURACity kann neben einer großen Auswahl von Merk- und Infoblättern zu allen Rechtsfragen, die sich im Leben stellen, auch Online-Kontakt mit Fachanwälten für Arbeits-, und Familienrecht aufnehmen. Unter fragen.juracity.de, dem neuen Service erhält man schnelle Antworten auf individuelle rechtliche Fragen, ob beruflich oder privat. Zum Thema Arbeitsrecht gibt es Online-Checks für z.B. schriftliche Kündigungen, Arbeitverträge oder Arbeitszeugnisse, die von Experten innerhalb von 24 Stunden geprüft werden. Die Vorteile für diese Online-Dienste liegen klar auf der Hand. Bequem, schnell und kostengünstig wird eine Alternative zum herkömmlichen Kanzleibesuch vor Ort geboten, wobei selbstverständlich die gleichen Rechtsgrundlagen für die anwaltliche Beratung gelten. In JURACity kommt jetzt garantiert jeder zu seinem Recht.

Am Samstag, 10. September, findet bereits der achte Spieleabend für Erwachsene statt. Wie auch bei den vergangenen drei Terminen wird diesmal wieder zwischen 17 und 24 Uhr im Brühler Schlosskeller, Kölnstraße 74 gespielt, gewürfelt und taktiert.
 
Neben zahlreichen Klassikern können neu auf den Markt gekommene Spiele gespielt werden. Darunter auch das neue Spiel des Jahres Niagara“ und die Nominierungen Himalaya“ und Verflixt“. Gerne können auch Jugendliche an dem Spieleabend teilnehmen; aber auch ältere Menschen sind herzlich eingeladen, um beispielsweise Canasta-, Rommé- oder Skatrunden zu bilden. Hierfür stellt uns das Restaurant separate Räume zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Schock deine Lehrer – lies ein Buch“ lautet das Motto des Sommer-Leseclubs 2005. Rund 600 Schülerinnen und Schüler aus der Brühler Clemens-August-Hauptschule, der Gesamtschule, dem Max-Ernst-Gymnasium und dem St.-Ursula-Gymnasium feierten auf dem Schulhof der St.-Franziskus-Grundschule ihre erfolgreiche Teilnahme.
 
Auch viele Eltern, Geschwister und Freunde freuten sich bei Live-Musik der Brühler Bands Saunaclub“ und Playground Zero“ mit den Sommer-Leseclub-Absolventen.
 
Die Tanzschule Breuer sorgte für ein besonderes Highlight: Tanzlehrerin Beate übte mit den Feiernden drei Tanzchoreographien ein. Für das leibliche Wohl war selbstverständlich auch gesorgt: Rund 500 Pizzastücke und zahlreiche nichtalkoholische Getränke wanderten über die Verkaufstheken.
 
Stolz konnten die Jugendlichen ihre Zertifikate entgegennehmen, um es nun ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer vorzulegen, damit es auf dem nächsten Schulzeugnis einen positiven Eintrag für außerschulisches Engagement gibt.
 
Die 30 Sponsoren der Leseförderungsaktion haben es nicht nur ermöglicht, dass 1.200 neue Jugendbücher für den Sommerleseclub angeschafft werden konnten, es wurden auch viele Tombolapreise wie Freikarten für das Phantasialand oder das Karlsbad, Buchpreise und Startergutscheine für einen Mofaführerschein bereitgestellt.
 
Anja Bley, Leiterin der Stadtbücherei Brühl, sagt abschließend: Die jungen Leute haben uns förmlich überrannt mit ihrer Begeisterung.“ Im kommenden Jahr wird die Bücherei das Projekt wiederholen. Dann werden wahrscheinlich alle weiterführenden Schulen der Schlossstadt an dem Projekt teilnehmen.

Der junge iranisch-deutsche Schüler Omid (18) aus Brühl leidet an Leukämie. Nur eine Stammzelltransplantation kann sein Leben retten. Omid sucht einen passenden Spender. Kein Einzelfall: Alle 45 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland neu an Leukämie – darunter sind viele Kinder und Jugendliche. Für viele ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die einzige Heilungsmöglichkeit. Leider findet immer noch jeder vierte Patient keinen passenden Spender.
 
Aus diesem Grund engagieren sich Omids Familie und Freunde unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Kreuzberg zusammen mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei für eine Aktion. Indem Sie sich registrieren lassen, helfen Sie nicht nur Omid, sondern stehen für alle Patienten weltweit als Spender zur Verfügung.
 
Machen Sie mit:
 
Am Sonntag, den 18. September von 8 bis 16 Uhr im Karl-Schiller-Berufskolleg, Bonnstr. 200, 50321 Brühl
 
Wie können Sie Omid und anderen Patienten helfen?
 
Mit einer Stammzellspende: Tun Sie den ersten Schritt und kommen zum Bluttest.
 
Mit einer Geldspende: Helfen Sie, diese Aktion zur Registrierung neuer potenzieller Stammzellspender finanziell abzusichern. Jeder Euro zählt!
 
DKMS Spendenkonto 01 60 27 04 11
 
Kreissparkasse Köln BLZ 370 502 99
 
Bei Überweisungen bis 100 Euro gilt der Überweisungsträger als Spendenbescheinigung für das Finanzamt. Die Registrierung eines Lebensspenders kostet die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei 50 Euro. Aufgrund des Sozialgesetzbuches ist es den Krankenkassen nicht möglich, die Kosten der Ersttypisierung zu bezahlen. Sie können Ihre eigene Registrierung oder die eines anderen finanziell vor Ort unterstützen. Mehr Infos unter: www.bruehl.de, www.dkms.de, www.omid-firouzi.de

Denkmalschutz und Denkmalpflege zählen heute zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt auf kulturellem Gebiet. Gerade in einer Zeit, in der das Bewusstsein für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in hohem Maße sensibilisiert ist, kommt dem Anliegen der Bewahrung unseres gebauten oder im Boden verborgenen historischen Erbes besondere Bedeutung zu.
 
1980, vor 25 Jahren trat in Nordrhein-Westfalen das Denkmalschutzgesetz in Kraft. Seit dieser Zeit müssen sämtliche Bau- und Bodendenkmäler erfasst und in getrennten Denkmallisten eingetragen werden.
 
Brühl hat 246 eingetragene Baudenkmäler, darunter sind fünf Kirchen, zwei Kapellen, 28 Kreuze, ein Brunnen, eine Skulptur, zwei Gartenanlagen und zwei Friedhöfe. Des Weiteren findet man in Brühl 21 ausgewiesene Bodendenkmalbereiche mit Resten von mittelalterlichen Töpferbezirken, Stadtbefestigungen, Burganlagen und Vorgängerkirchen.
 
Das Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust tragen die Nummer 1 und 2 in der Brühler Denkmalliste der Baudenkmäler und wurden 1984 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Das älteste Baudenkmal ist das Haus Zum Stern“ von 1531 und das jüngste Baudenkmal ist ein Industriebau aus dem Jahre 1977.
 
Denkmalschutz geht alle an, weil er jedem von uns etwas zu sagen hat. Er hilft uns, die Vergangenheit für unsere heutige Zeit verständlich zu machen. Durch die Erhaltung des historischen Erbes bewahren wir den Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen früherer Epochen. Der diesjährige Tag des offenen Denkmals“ am 11. September wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ unter das Schwerpunktthema Krieg und Frieden“ gestellt. Seit 60 Jahren hat Deutschland keinen Krieg mehr auf eigenem Boden erleben müssen, dennoch sind immer noch die Schreckensbilder des Zweiten Weltkriegs, Zeugnisse von Zerstörung und Tod, in den Köpfen der Menschen lebendig.
 

 
Brühl wurde 1285 gegründet. Die Auseinandersetzungen des Erzbischofs Siegfried von Westerburg mit den freien Bürgern der Stadt Köln gipfelte in der Schlacht zu Worringen. Für Brühl bedeutete dies den Bau der Wasserburg und nachhaltig langen Frieden. Daran änderte sich nur wenig, bis der Kurfürst Ernst von Bayern 1579 den Regierungssitz nach Bonn verlegte. Es folgten schwere Zerstörungen in den Auseinandersetzungen des 30-jährigen Krieges (der zweimal über Brühl wegrollte), des französisch-holländischen Krieges und des spanischen Erbfolgekrieges. Beim Letztgenannten wurde 1689 der größte Teil der Stadt und auch die Landesburg durch die Truppen der Franzosen zerstört.
 
Unter Clemens August entstanden die Schlösser Augustusburg und Falkenlust. Die Stadt wurde wieder aufgebaut. In der französischen Zeit (ab 1794) beschädigten und beraubten französische Truppen beide Schlösser, die Bürger litten unter ständigen Requirierungen. 1815, unter der Herrschaft Preußens, kehrte Ruhe ein. Nach und nach entwickelte sich die Stadt durch die Anbindung an die Eisenbahn und fortschreitende Industrialisierung zu einem bevorzugten Wohnort.
 
Im Zweiten Weltkrieg musste die Stadt durch zwei große Bombenangriffe starke Zerstö- rungen hinnehmen. Doch die Brühler bauten ihre zerstörten Wohnhäuser und öffentlichen Bauten wieder auf.
 
Für Brühl wird am Tag des offenen Denkmals“ der Schwerpunkt verstärkt auf die letzten beiden Weltkriege gelegt. Ihre Spuren sind noch ablesbar an Bauten, aber auch in den Erinne- rungen der Brühler. Sie werden dokumentiert in Fotos, Tagebuchauszügen, Briefen und Denkmälern. Die Zeit heilt Wunden, aber die Erinnerung soll nicht ausgelöscht werden. Ein ausführliches Programm liegt aus oder kann unter www.bruehl.de im Internet abgerufen werden. Auskunft gibt die Stadt Brühl, Abt. Kultur/Untere Denkmalbehörde, Tel. 02232/795370.

Zum 6. Mal präsentieren die Maler und Bildhauer des Kunsthof Merten ihre Werke im Rahmen einer großen Herbstausstellung und laden alle Kunstinteressierten zum Besuch ihrer Ateliers in der Zeit vom 23. bis 25. September ein. Die Ausstellung ist am Freitag (23.9.) ab 20 Uhr, am Samstag (24.9.) und Sonntag (25.9.) jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet (Kunsthof Merten, Bornheim-Merten, Wagnerstraße 12). Kunst erleben, da, wo sie entsteht, verspricht ein anderes Kunsterlebnis als etwa in Galerien oder Ausstellungsräumen. Inspiriert von Salat, Kohlköpfen, Rüben, Blumen und Obstbäumen auf den Feldern des Vorgebirges wählten die Künstler ihr diesjähriges Thema Aufgereiht“ und drücken damit ihre Verbundenheit mit dieser Region aus.
 
Der Kunsthof Merten ist eine Künstlergemeinschaft von Bildhauern und Malern, die ihre Ateliers in der ehemaligen Feuerwache haben. Neben dem eigenen künstlerischen Schaffen im Atelier finden gemeinsame Projekte, Kunstbetrachtungen und Ausstellungen statt. Darüber hinaus bietet der Kunsthof künstlerische Kurse für Kinder und Erwachsene an.

Bei www.12plus.bruehl.de sind Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren am 9. und 16. September, ab 16 Uhr eingeladen, zusammen mit Barbara Hampel Romane für ihre Altersgruppe auszuwählen und somit aktiv am Bestandsaufbau mitzuwirken. Dabei geht es darum, zu schauen, was für Bücher und Reihen es gibt, welche Neuerscheinungen veröffentlicht wurden und welche davon für die Bibliothek geeignet sind.
 
Die Jugendlichen, die sich an dem Bestandsaufbau beteiligen, werden die Bücher sogar mitkatalogisieren, -systematisieren und -signieren. Im Anschluss können die Teenies die Titel direkt entleihen.
 
Eine Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung ist erforderlich. Die Teilnehmerkarten können zu den Öffnungszeiten der Erwachsenenbücherei (Mo., Di. 15 bis 18, Do. 10 bis 13 und 15 bis 19.30, Fr. 11 bis 18 und Sa. 10 bis 13 Uhr) ergattert werden. Das zweitägige Event findet in den Räumen der Jugendbücherei der Stadt Brühl, Carl-Schurz-Straße 24, statt.

Der Brühler Kunstverein zeigt vom 16. bis 18. September eine der Brühler Künstlerin Edith Reick gewidmete Ausstellung. Ein Jahr nach dem Tod der Brühler Künstlerin und Pädagogin Edith Reick organisiert der Brühler Kunstverein in der Alten Schlosserei die Ausstellung Edith Reick zum Gedächtnis – Bilder zu Gedichten“, die am Freitag und Sonntag von zwei Veranstaltungen eingerahmt wird.
 
Edith Reick ist vielen Brühlerinnen und Brühlern als langjährige Leiterin der Malschule in guter Erinnerung, doch hat sie auch als Grafikerin ein eindrucksvolles Werk geschaffen. Ihre großformatigen, stark farbigen Linoldrucke zu Gedichten sind an diesem Wochenende in der Alten Schlosserei zu sehen. Zu den gezeigten Bildern spricht Ute Remus am Freitagabend um 19 Uhr die von Edith Reick ausgewählten und in Handdrucke umgesetzten Gedichte.
 
Die Einführung wird Birgit Brandt-Siefart halten (ehemals Malschule Brühl), Merit Hagenkort spielt auf der Flöte. Am Sonntag werden in der Matinée Hördokumente von Ingrid Hörstrup und Ute Remus vorgestellt: Gespräche, in denen die Künstlerin von ihrer Kindheit und Jugend erzählt und sich über ihre Liebe zu den Gedichten äußert.
 
Edith Reick wurde am 19. August 1929 in Essen geboren. Ihre künstlerische Ausbildung absolvierte sie an der Folkwangschule. Nach ihrer Heirat mit dem bildenden Künstler Dieter Reick und der Geburt von zwei Söhnen studierte sie Kunst- und Musikpädagogik in Köln. Als sie mit ihrer Familie nach Brühl gezogen war, beschäftigte sie sich sehr bald mit dem Aufbau der Malschule, die sie über zwanzig Jahre lang leitete und prägte. Als Pädagogin half sie mit ungewöhnlichen Ideen und großem Einsatz zahlreichen Schülern, den eigenen Weg zu finden. Nachdem Edith Reick 1993 Abschied von der Malschule genommen hatte, widmete sie sich ganz ihrer künstlerischen Tätigkeit, dem Zeichnen und dem Handdruck. Ihre bevorzugte Technik war der Linolschnitt, den sie sehr bald für die Umsetzung von Lyrik in großformatige, stark farbige Drucke nutzte. Diese Bilder entstanden zu Gedichten von Rilke, Hebbel und Goethe, aber auch zu moderner Lyrik wie der von Rainer Malkowski, Rose Ausländer, Ingeborg Bachmann, Erich Fried u.a. Die Handdrucke zu sechs unveröffentlichten Gedichten von Ute Remus sind ein Zeichen für freundschaftlichen Austausch und das Gespräch, die der Künstlerin so wesentlich waren. Sie verbanden Edith Reick auf sehr persönliche Art mit vielen Menschen.
 
Sie nahm an verschiedenen Wettbewerben teil; ihre Linoldrucke wurden u.a. auf der Triennale Linolschnitt heute“ in Bietigheim gezeigt. Das Zeigen ihrer Bilder und Sprechen der Lyrik wurde ein Erkennungszeichen ihrer Ausstellungen (Flüchtiges Ereignis“) in den vergangenen Jahren.
 
Die bildende Künstlerin und Pädagogin ist auch nicht ohne ihr Interesse an der Musik zu denken; sie spielte Klavier und Akkordeon und sang im Oratorienchor Brühl, dem sie bis an ihr Lebensende eng verbunden blieb. Edith Reick starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 10. September 2004 in dem kleinen Haus der Reicks in der Schiffergasse in Pingsdorf. Die Ausstellung ist am Samstag, 17.9., von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag, 18.9. von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Am Dienstag, 27. September, werden um 10 und15 Uhr in der Galerie am Schloss, Schlossstraße 25, Kinder ab 5 Jahren vom Cassiopeia Theater mit einem musikalischen Zauberpuppenspiel ins Elfenreich entführt. Das Musikmärchen von Claudia Hann erzählt unter der Regie von Udo Mierke die Geschichte von Max der so gerne auf Bäumen klettert. Dort findet er eines Tages eine Zaubernuss mit einem winzigen Buch. Das er nicht lesen kann, wird er das Buch einfach weg ...
 
Im Anschluss an die Nachmittagsvorstellung im Rahmen des LiteraturHerbst Rhein-Erft 2005“ stellt die Künstlerin ihr Hörbuch nach dem Theaterstück vor.
 
Eintrittskarten sind zum Preis von 3,60/2,60 Euro (inkl. Ticketgebühr) erhältlich. Ein ausführliches Programmheft liegt aus oder ist abrufbar unter www.bruehl.de. Im Kinder- und Familienprogramm der Spielzeit Herbst/Winter wird für Kinder, Kindergärten und Grundschulen ein ausgesuchtes Programm in der Galerie am Schloss – Passage Kreissparkasse, Schlossstraße 25, angeboten. Eine besondere Aufführung erwartet Kinder und die ganze Familie im Veranstaltungssaal der Stadt Brühl, Comesstra?e 42 (im Museum).
 
Die Veranstaltungen am Vormittag bleiben den Kindereinrichtungen und Grundschulen vorbehalten.

Am Samstag, 29. September, kommt Jochen Malmsheimer um 20 Uhr in die Galerie am Schloss, Schlossstraße 25. Haben Sie Spaß an Ritter-, Bahn- oder Schrankgeschichten? Dann sind Sie richtig bei einem Abend der Erinnerung. Denn in dieser Revue versammelt Jochen Malmsheimer, bekannt von Tresenlesen“ und 9. Preisträger des Gauls von Niedersachsen“, alle Texte aus der Tresenlesen-Zeit, um sie noch einmal auf die Bühne zu bringen. Getreu dem Motto: Wieder gehört, neu gehört!“ wird der Abend keine Spur durch Wehmut getrübt, eher anschließend durch Wermuth vergoldet.
 
Eintrittskarten gibt’s für 16,00/10,00 Euro (inkl. Ticketgebühr) im brühl-info.

Am Samstag, 1. Oktober, um 20 Uhr tritt die Gruppe Basta im städtischen Dorothea Tanning- Saal im Max Ernst Museum, Comesstraße 42, auf. Dank seiner exzellenten und enorm humorvollen Shows avancierte Basta zu einer der landesweit beliebtesten Gesangsformationen.
 
Das Konzert beginnt mit einem veritablen Kracher aus den Weiten des Alls und stellt die Weichen für eine Bühnenshow der Spitzenklasse. Mit einer Kombination aus musikalischer Finesse, subtiler Komik und pointenreicher Schlagfertigkeit erhebt das Quintett A-Cappella-Gesang zur Popkunst von höchstem Unterhaltungswert.
 
Spaßerregend auf hohem Niveau, beraubt die abwechslungsreiche Show ihre Umge- bung jeglicher Tristesse. Eintrittskarten kosten 16,00/10,00 Euro (inklusive der Ticketgebühr).

Noch bis zum 18. September zeigt die Untere Denkmalbehörde“ der Stadt Brühl in einer Ausstellung mit Bilddokumenten die wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte des ehemaligen Benediktusheim“ während der Öffnungszeiten des Briefwahlbüros, Mo.-Mi. 7.30-16 Uhr, Do. 7.30-18.30 Uhr, Fr. 7.30-12.30 Uhr, Sa. 10-12.30 Uhr, in der städtischen Rathausgalerie, Uhlstraße 2.
 
Mit Eröffnung des Max Ernst Museums in Brühl geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Die Geburtsstadt von Max Ernst erhält eine dem Rang des Künstlers entsprechende international ausstrahlende Begegnungsstätte.
 
Nach einer dreijährigen Planungs- und Umbauphase wurde das Haus auf seine ursprünglichen Raumgefüge zurückgeführt und so der Rahmen für das weltweit erste Max Ernst Museum geschaffen. Ein gesonderter Flyer liegt aus oder ist abrufbar unter www.bruehl.de. Nähere Infos sind auch unter Tel. 02232/795370 erhältlich.

Für Millionen Menschen war die schwedische Schauspielerin Greta Garbo das Idol der Schönheit und der Inbegriff eines Filmstars. Im Alter von nur 36 Jahren verabschiedete sich die Garbo enttäuscht vom Filmbusiness, um die nächsten 45 Jahre ihres Lebens äußerst zurückgezogen in ihrem Sieben-Zimmer-Appartement in New York zu verbringen. Sie wurde zu einem Mythos ohnegleichen und ging als Die Göttliche“ in die Filmgeschichte ein. Im September wäre Greta Garbo 100 Jahre alt geworden.
 
Zur Erinnerung an sie widmet das Brühler ZOOM Kino der Garbo die Mittwochs-Filmreihe, die am 7.9. mit ihrem vorletzten Film, ihrer einzigen erfolgreichen Komödie, Ninotschka“ begann. Der Komödienmeister Ernst Lubitsch erkannte das komödiantische Talent der Garbo, nachdem sie bis dahin auf ernsthafte Rollen festgelegt war. Wie etwa als desillusionierte Ballerina in dem Oscar-gekrönten Film Menschen im Hotel“, der am Mittwoch, den 14.9. (18 und 20.15 Uhr) zu sehen ist. Noch ein Jahr früher, 1931 in der frühen Tonfilm-Ära, entstand der Garbo-Klassiker um die berühmt-berüchtigte Spionin Mata Hari“ (Bild), mit dem ZOOM am 21.9. (18 und 20 Uhr) die Reihe beendet. Zur Reihe ist ein Sonderprogrammheft im ZOOM Kino, Uhlstraße 3, Brühl, erhältlich.
 
Ein weiteres Highlight im September ist übrigens der Film Durchfahrtsland“, der das Vorgebirge und seine Menschen liebevoll porträtiert. Der deutsche Dokumentarfilm ist vom 15. bis 27. September zu sehen.
 
Weitere Informationen und Reservierungen auch unter Service-Telefon 02232-792170 oder im Internet www.zoomkino.de.


 
(tg) Wenn Flo und seine Freunde wieder einmal beim Straßenverkehrsamt auftauchen, weiß der Dienst habende Beamte, dass viel Arbeit auf ihn zukommt. Denn er muss die vielen neuen Finessen an den Autos der Tuner im Fahrzeugschein vermerken. Kein Wunder, dass auf den Dokumenten schon Extraseiten angeklebt werden mussten, um alle technischen Details ordnungsgemäß zu notieren.

 
Inzwischen sind sie schon zu zwölft, die Tuner, die sich unter Tuning Scene Brühl“ locker zusammengeschlossen haben. Tendenz steigend. Sie alle begeistern sich für die vielen Möglichkeiten, die es gibt, um aus einfachen Autos wie einem Renault Clio oder einem VW Golf GTI etwas Besonderes zu machen. Sie stecken viel Zeit und fast noch mehr Geld in Anschaffung und Einbau der vielen Extras ihrer Auto.
 
Sie, das sind Flo, Susanne, Thomas, Jenny, Tim, Frank, Tom und andere. Sie sind zwischen 19 und 22 Jahre alt, sie sind Informatiker, Kauffrau, Sozialversicherungsfachangestellte, Schüler oder Kfz-Mechaniker. Wir sind ganz normale junge Leute und keine 08/15-Proleten, die mit ihren Autos die Stadt unsicher machen“, sagt Flo, der zusammen mit Frank die Gruppe vor gut zwei Jahren gründete.
 
Inspiriert von Spielfilmen
 
Viel länger haben die meisten auch ihren Führerschein noch nicht. Sie kennen sich aber schon seit einiger Zeit. Als Teenager haben sie ihre Roller getunt. Aus den Zweirädern wurden dann Vierräder, das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit blieb. Sie haben sich an Computerspielen wie Gran Turismo“ oder Underground“ berauscht, sind ins Kino gefahren und haben sich von Filmen wie The Fast and the Furious“ oder Nur noch 60 Sekunden“ inspirieren lassen.
 
Und dann haben sie Nägel mit Köpfen gemacht und angefangen, ihre Träume von coolen Autos in die Tat umzusetzen. Es blieb nicht bei den drei klassischen“ Tuningelementen tiefer legen, Felgen, Auspuff. Nach und nach haben sie im Rahmen ihren zumeist bescheidenen finanziellen Möglichkeiten ihre Autos veredelt, umlackiert und mit starken Extras versehen:
 
Lichtspielereien mit Neoneffekten, Musikanlage, DVD-Player und Playstation an Bord, Alarmanlagen, besondere Sitze, Gurte, Lenkräder, Fensterheber und vieles mehr. Beim Ein- und Umbau helfen sie sich gegenseitig. Manchmal wird aber auch im stillen Kämmerlein der neueste Clou ausgebrütet, eingebaut und dann beim nächsten Treffen präsentiert.
 
Die Mitgliedschaft in der Tuning Scene Brühl“ (Jahresbeitrag 30 Euro) lohnt sich übrigens. Alle Mitglieder bekommen bei sechs Partnerfirmen Rabatte eingeräumt. Außerdem gibt’s für jeden eine eigene EMailadresse und Zugang zum Forum auf der Homepage (www.tuning-scene-bruehl.de). Bei den Treffen (jeden Donnerstag ab 20 Uhr auf dem Parkplatz am Eisenwerk) werden gemeinsame Aktivitäten geplant, wie die Fahrt zum internationalen VW- und Audi-Treffen nach Düren, den Besuch der Kartbahn in Kerpen oder der Essen Motor Show. Sie sind stolz auf ihre Autos und zeigen sie gerne. Im Internet (mit Bildern und ausführlichen Beschreibungen) oder auf der Straße. Da lässt man sich dann feiern“, sagt Flo, der schon einmal mit seinem Auto eine Ehrenrunde im Bermuda-Dreieck dreht. Dass wir mit den Autos auffallen, ist ein angenehmer Nebeneffekt.“ Ihre Eltern sehen das etwas anders: Ihr setzt eure Prioritäten falsch“, meinen die. Doch einige aus der Gruppe träumen davon, ihr Hobby Tuning vielleicht später einmal zu ihrem Beruf zu machen. Und je nach Kunde würden sie dann noch öfter beim Straßenverkehrsamt auftauchen ...

www.max-ernst-gesellschaft.org

Auf der Homepage der vor fünf Jahren gegründeten und fast 300 Mitglieder zählenden Max Ernst Gesellschaft geht es sehr nüchtern zu. In kurzen, präzisen Texten informiert der Verein über seine Ziele und Aktivitäten. Der Förderung der Kunst von Max Ernst sowie zur Pflege und zum Erhalt der Werke des Künstlers in seiner Geburtsstadt“ haben sich die Mitglieder verpflichtet. Dabei wollen sie schrittweise das Interesse für das Wirken des großen Sohnes unserer Stadt fördern und das Gespräch mit all denen pflegen, die ein tieferes Verständnis für die künstlerische Welt von Max Ernst suchen.“
 
Ein Blick in die Rubrik Termine“ zeigt, wie anspruchsvoll die Gesellschaft an ihre selbst gestellte Aufgabe herangeht. Jeden Monat findet eine hochkarätige Veranstaltung statt, die nächste das Fest für Loplop“ am 10. September. Oder der Lichtbildvortrag von Dieter Gerhards am 19. Oktober, der sich mit dem Thema Sezession und Diffamierung“ befasst und die Kunst von Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Ernst gegenüberstellt. Im Rückblick“ finden wir ausführliche Texte zu den bisherigen 16 Veranstaltungen der Gesellschaft seit 2002. Ein Beitrittsformular gibt es als Pdf. Bilder sind leider kaum vorhanden, dafür einige nützliche Links und bemerkenswerte Zitate vom und über den Künstler.


www.bergseemusikanten.de

Die Homepage hat ihre Stärken eindeutig in der Akustik. Es geht in erster Linie um Musik, und die kommt nicht zu kurz. Unter Hörprobe“ können wir uns von der Vielseitigkeit der Bergseemusikanten überzeugen, die 16 Kurzproben ihres Könnens in acht Musikrichtungen (Marsch, Walzer, Polka, Film, Pop, Volkstümliches, Latin und Evergreen) ins Netz gestellt haben. Die Galerie“ umfasst 33 Fotos. Auch die visuellen Effekte auf der Startseite sind ganz nett.
 
Äußerst spärlich sind dagegen die Informationen über die Bergseemusikanten selbst. Wir erfahren nichts über die Geschichte und Anzahl der Musiker oder über besondere Aktivitäten. Nur dies: Wollt ihr uns unter Vertrag nehmen, oder habt ihr Fragen zur Musik, so könnt ihr mit unserem Geschäftsführer, oder unserem musikalischen Leiter und Dirigent, Verbindung aufnehmen.“ Und: Wir bieten Musik, Auftritte, Spaß, und eine ausgewogene Altersstruktur. Wenn ihr Lust habt, einmal die Proben zu besuchen, so erwarten wir euch montags in Brühl-Heide zwischen 19 und 22 Uhr in der Schützenhalle.“

Max Ernst – Plastische Werke“

Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Buches Max Ernst – Graphische Welten“ ist rechtzeitig zur Eröffnung des Max Ernst Museums der Band Max Ernst – Plastische Werke“ erschienen, der von der Kreissparkasse Köln herausgegeben wird.
 
In dem vorliegenden Band stellt Dr. Jürgen Pech, den Lesern des Brühler Bilderbogen auch bestens durch seine Beiträge über Leben und Werk des berühmten Künstlers bekannt, den Bestand an plastischen Werken vor, die im Museum zu sehen sind. Die Bronzeskulpturen aus der persönlichen Sammlung des Künstlers, die von der Kreissparkasse Köln erworben und dem Museum als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurden, werden durch Arbeiten aus Holz und aus Stein sowie durch weitere Dauerleihgaben ergänzt. Der Band präsentiert über 70 Werke, die einen konzentrierten Blick auf das plastische Schaffen des Künstlers von den dreißiger bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts ermöglichen.
 
Dr. Jürgen Pech beleuchtet sehr anschaulich das künstlerische Vorgehen und interpretiert die inhaltliche Aussage, wobei das Motiv des Auges und auch die Bedeutung der Sockel ganz neue Einsichten vermitteln. Dokumentarische, zum Teil bisher unpublizierte Aufnahmen lenken den Blick auf die Zeit und die Orte der Entstehung sowie auf den Künstler selbst, der seinen Lebensraum stets mit diesen Geschöpfen der Fantasie schmückte.
 
Der renommierte Kölner DuMont Literatur und Kunst Verlag hat den in Leinen gebundenen Band in seinen Herbst-Katalog aufgenommen. Zu einem Preis von 49,90 Euro ist er ab sofort im Handel erhältlich. Die Ausgabe umfasst 224 Seiten mit etwa 200 Abbildungen, davon sind rund 140 farbig. Alle Plastiken wurden übrigens von dem bekannten Brühler Fotografen Harald Blondiau neu aufgenommen. Dabei entstanden auch brillante Detailaufnahmen oder ungewöhnliche Seitenansichten.
 
Bei der Vorstellung des neuen Bandes erklärte Hans-Peter Krämer, der Vorsitzende des Vorstands der Kreissparkasse Köln, dass noch zwei weitere Bände erscheinen werden und damit das komplette künstlerische Schaffen Max Ernsts gewürdigt wird. Der dritte Band wird die D-Paintings zum Thema haben. Und der vierte die große Sammlung an Fotografien präsentieren“, kündigte Hans-Peter Krämer an. An Dr. Jürgen Pech gewandt scherzte er: Sie sehen, Sie werden noch bis zu Ihrer Pensionierung voll beschäftigt sein.“


Max Ernst Gesellschaft bringt eigene Reihe heraus

Auch die Max Ernst Gesellschaft hat pünktlich zur Museumseröffnung den ersten Band einer eigenen neuen Schriftenreihe vorgestellt. Ziel der Gesellschaft ist es, die Kunst von Max Ernst einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Dies gelingt mit dem nun vorliegenden ersten Band, der reich bebildert ist und zum Preis von 10 Euro im Museumsshop erhältlich ist, ausgezeichnet. Die Bonner Kunsthistorikerin Dr. Ursula Lindau (2.v.r.) und Dr. Jürgen Pech 1.v.r.)haben die Texte verfasst, die auf eigenen Vorträgen basieren und für das Buch überarbeitet wurden.
 
Wir haben diese beiden Beiträge bewusst im Hinblick auf die Eröffnung ausgewählt“, sagt Karin Franssen (2.v.l.), die zweite Vorsitzende der Max Ernst Gesellschaft. Darin beschäftigt sich Dr. Jürgen Pech mit dem plastischen Werk des Künstlers, während Dr. Ursula Lindau den Blick auf den Grafikzyklus Ein Mond ist guter Dinge“ richtet. Es war gar nicht so einfach, die wissenschaftlichen Texte über Max Ernst so zu verfassen, dass sie auch für den Laien verständlich sind“, beschreibt die Kunsthistorikerin die besondere Herausforderung ihrer Aufgabe. In einem dritten Beitrag geht es abschließend um die Spurensuche“ der Max-Ernst-Gesellschaft selbst, die sich zu diesem Zwecke schon häufiger auf Reisen begeben hat.

(tg) Homa Emami wurde 1955 in Shahabad im Iran geboren und verbrachte ihre Jugend in Teheran. Dort studierte sie auch das Fach Bildhauerei an der Fakultät der Schönen Künste an der Universität Teheran. Nach ihrem Abschluss wollte sie eigentlich zusammen mit ihrem Mann nach Amerika auswandern, blieb dann allerdings bei einer beruflich bedingten Zwischenstation in Deutschland hängen. Seit 1986 lebt sie mit ihrer Familie in Brühl, weil ihre Kinder ihrer Meinung nach in Deutschland besser aufgehoben waren. Heute sind die beiden Töchter 19 und 24 Jahre alt.

Von 1989 bis 1993 hat Homa Emami an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln ein Studium der freien Malerei absolviert. Im Rahmen des Studiums arbeitete sie auch an einem internationalen Zeichenfilmprojekt in Dänemark mit. Für den Film Secret Weapon“ malte sie die Hintergrundlandschaften. Nach ihrem Studium begann sie 1995 als Dozentin an der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl. Dort gibt sie auch heute noch Kurse für Erwachsene im Bereich Bildende Kunst“. In Köln unterrichtet sie im Kunstzentrum Kinder im Alter zwischen 5 und 9 Jahren.
 
Homa Emami ist eine vielseitige Künstlerin, die sich mit Installationen, mit Fotografie oder Video ebenso beschäftigt wie mit der Malerei. Ich benutze jedes Mittel, um meine Gedanken auszudrücken“, sagt sie. Ein Thema, das in ihren Arbeiten immer wieder auftaucht, ist das Thema Migration“. Bei ihren Kunstinstallationen bezieht sie gerne die Natur mit ein. Pflanzen, die mit der Erde verwurzelt sind, werden von ihr mit Fotografien behängt. Ein Beispiel ihrer Arbeit hat der Filmemacher Thorsten Kleinschmidt in der Filmreihe Brühl – Globale Stadt“ festgehalten.
 
Ihr selbst fiel die Immigration und Integration leichter als vielen anderen. Vielleicht bin ich durch meine Kunst mehr mit Menschen zusammengekommen, die weltoffener sind und weniger Vorurteile haben“, vermutet sie. Ich wurde schnell akzeptiert.“ Homa Emami stellt ihre Kunst regelmäßig aus. In Brühl hat sie ihre Werke bereits in der Rathausgalerie, in der Orangerie und im Kunstverein gezeigt. Zurzeit läuft in der Mediathek der Kunsthochschule für Medien in Köln ihre Gemeinschaftsausstellung mit ihrer Tochter Nazgol Majlessi unter dem Titel Garten“im Rahmen der Altitude 05“.


Ich lebe in Brühl seit ....

meiner Immigration nach Deutschland im Jahr 1986.


Am besten gefällt mir an Brühl, ....

dass es so übersichtlich ist. Es ist eine schöne Stadt, deren Charakter sich allerdings durch die zunehmenden Billigläden zu verändern droht.


In Brühl vermisse ich ....

mehr Angebote für Künstler wie z.B. Galerien.


Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....

ein Platz in einem Straßencafé in der Innenstadt bei Sonnenschein. Ich beobachte dann gerne die vorbeigehenden Menschen. Und natürlich der Schlosspark.


Wenn ich in Brühl ausgehe, zieht es mich ins ....

Seasons oder ins Dadamax oder ins Brühler ZOOM-Kino.


Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....

in keinem Verein. Ich möchte allerdings Mitglied im ZOOM-Kino werden.


Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....

dass sie darauf achtet, dass das Niveau der Stadt nicht sinkt. Es reicht nicht nur, ein Museum zu betreiben. Es müssen auch Konzepte für die Stadt entwickelt werden.


Meine Einstellung zur Kirche ist ....

ich bin offen zu allen Religionen. Ich glaube an die Natur.


An den tollen Tagen findet man mich ....

in der Stadt. Ich feiere gerne mit.


Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....

eine kleine, schöne Stadt mit Charakter und mit einem vielseitigen kulturellen Angebot.


Am besten abschalten kann ich beim ....

Malen, Lesen oder Filme gucken.


Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich, ....

als ich verschlossenen Menschen begegnet bin.


Mein letzter Kinofilm war ....

Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul“, der neue Film des türkisch-deutschen Regisseurs Fatih Akin, der auch Gegen die Wand“ gedreht hat. Ich wollte noch eine andere Arbeit dieses Regisseurs sehen. Es ist mehr eine Art Dokumentarfilm.


Mein letztes Buch war ....

Die vier edlen Wahrheiten“ vom Dalai Lama, ein sehr interessantes Buch.


Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....

ein bisschen. Ich finde es toll, dass Sie immer wieder den Mut haben nach den Abstiegen wieder aufzusteigen.

Verlagssonderveröffentlichung / Anzeige

Eröffnung des neuen Picard-Shops


 
Kürzlich wurde im KAUFHOF Brühl die Eröffnung des Picard-Taschen-shops im Erdgeschoss gefeiert und unter dem Motto World of yoda“ von Petra Heinevetter, Geschäftsleitung der Filiale Brühl und Karin Picard-Zimmermann, Vertriebsleiterin der Firma Picard eingeweiht. Der helle und freundliche Shop entstand aus der kreativen Zusammenarbeit des KAUFHOF Brühl und dem renommierten Taschenhersteller PICARD, der nun das modische Highlight im Erdgeschoss darstellt. Besonders die weiblichen Kunden des KAUFHOF Brühl werden von der sehr übersichtlichen und räumlich-großzügigen Präsentation zahlreicher Picard-Taschen begeistert sein. Das freundliche und kompetente Verkaufspersonal steht dabei der Kundin und dem Kunden mit stilsicherer modischer Beratung zur Seite. Im Zuge der damit verbundenen Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss konnte auch die Reisegepäckabteilung vergrößert werden und mit den Produkten der bekannten Marke Travel Pro“ ergänzt werden. Die Abteilung Modewaren und Accessoires wurde nun im Eingangsbereich Steinweg platziert.

World of yoda“

Der seit 77 Jahren bestehende und renommierte Taschenhersteller Picard zeichnet sich durch eine enge und inspirierende Zusammenarbeit mit Künstlern aus. Die World of yoda“, eine Kreation des Designer-Ehepaares, yorix und ODA, verbindet außergewöhnliche Fotografien, übergroße und bunt leuchtende Malereien mit dazu passenden Kleidungsstücken. Die World of yoda“ beschreibt dabei auf eindrucksvolle Weise das Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Welten: Die Kunst und die Kultur einerseits und der Handel anderseits. So werden etwa konfektionierte Kleidungsstücke, wie Jeans mit kunstvollen hochwertigen Bestickungen verziert und erlangen somit den Status eines Unikats.

Wie weitreichend das eindrucksvolle Zusammenspiel von Kunst und Mode ist, zeigen nun die World of yoda“-Schaufenster des KAUFHOF Brühl. Atemberaubende Einzelanfertigungen von Kleidung führen den Betrachter in eine Traumwelt, in der Kunst und Mode auf einzigartige Weise verschmelzen.

In der aktuellen Kollektion von Picard findet sich die World of yoda“ in den attraktiven Taschenkollektionen limited edition“ und yoda events“ wieder, die wahrhaftig eine der Glanzlichter des neuen Picard-Shops im Erdgeschoss Brühl darstellen und somit das gesamte Warenangebot des KAUFHOF Brühl für seine Kundinnen und Kunden vortrefflich bereichern.

Neue Exklusiv-Marken im KAUFHOF Brühl

Dass die gesamte KAUFHOF Warenhaus AG kontinuierlich bundesweit als kompetenter Lifestyle-Anbieter Zeichen setzt, wird durch die Präsentation ihrer neuen Exklusivmarken Miss H“ (Damenmode) sowie Redwood“ und Rover und Lakes“ (Herrenmode) unter Beweis gestellt. Seit August werden die Exklusivmarken im KAUFHOF Brühl auf der 1. Etage in eigenen Shops angeboten. Mit diesen Exklusivmarken untermauert die KAUFHOF Warenhaus AG erneut ihr Marktversprechen, exzellente Qualität und modische Aktualität zu einem fairen Preis“ anzubieten. Vier Experten-Teams im Unternehmen konzipieren die neuen Exklusivmarken, die Komplett-Outfits sowie Accessoires umfassen:

Miss H bietet trendige und topaktuelle Mode mit attraktivem Preis-/Leistungsverhältnis für junge Frauen, die über ein ausgeprägtes Modebewusstsein verfügen.

Rover & Lakes macht den modisch anspruchsvollen Mann im Alter 35+ mit einem attraktiven Mix aus hochwertiger Business- und Casual-Freizeit-Mode auf sich aufmerksam. Diese Marke orientiert sich am College-Stil der amerikanischen Ostküste. Redwood, die zweite Exklusivmarke für den Herrn, spricht mit einem casual- und outdoor-orientierten Stil den mode- und preisbewussten Mann im Alter von 25 bis 35 Jahren an.

Das Brühler Publikum kann sich auf der Modenschau von KPI Event & Show und der WEPAG Brühl e.V. am 9. September in der Fachhochschule des Bundes, Willy-Brandt-Str. 1 in die faszinierende Modewelt dieser neuen KAUFHOF-Exklusivmarken entführen lassen.