Jahrgang 2005
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Brühler Bilderbogen Oktober 2005

Verlagssonderveröffentlichung / Anzeige

Einer neuer Ort, ein neuer Veranstalter und ein bewährtes Konzept: Anfang September lud die Werbe- und Parkgemeinschaft Brühl e.V. (WEPAG) in die Fachhochschule des Bundes zum KPI-Event "Trendsetter 2005" ein. Im Gegensatz zu den Vorjahren nahmen als Aussteller nur Unternehmen aus Brühl teil sowie Firmen, die der WEPAG angehören. Die WEPAG, vertreten durch ihre Geschäftsführerin Britta Heinz, und Kirsten Pusch von KPI Event & Show setzten sich dabei das gemeinsame Ziel, dem Brühler Einzelhandel die Möglichkeit zu bieten, sich einem großen Publikum zu präsentieren.
 

 
Gerade in unserer heutigen Zeit ist es für auch für die Brühler Einzelhändler wichtig, sich von den Discountern und den umliegenden Einkaufszentren wohltuend zu unterscheiden. Kundenbindung ist nicht erst seit gestern das Zauberwort der erfolgreichen Einzelhändler. Durch einen wohlüberlegten Wareneinkauf, eine moderate Preisgestaltung, eine attraktive Präsentation der Ware im Geschäft, eine freundliche Beratung durch geschultes Verkaufspersonal und durch einen individuellen Kundenservice kann diese Kundenbindung langfristig geschaffen werden. Darüber hinaus bietet eine Veranstaltung, wie "Trendsetter 2005" den ausstellenden und teilnehmenden Firmen die Möglichkeit, auch neue Kunden zu erreichen. Nicht von ungefähr gehören deshalb die teilnehmenden Unternehmen des Events zu den erfolgreichsten Brühler Einzelhändlern. Um unseren Lesern einen kleinen Einblick in die ereignisreiche Veranstaltung zu geben, präsentieren sich hier nun die beteiligten Firmen in eigenen Schaufenstern.
 

 
Es zeigte sich, dass sich der Veranstaltungsort FH Bund aufgrund der modernen Innenarchitektur und des in hellem Holz ausgestatteten Audimax hervorragend eignete.
 
Vor dem Gebäude und von weitem sichtbar erwarteten die Besucher die Edelkarossen des Autohauses BMW-Leber. Bereits früh am Abend füllte sich dann der großzügige Eingangsbereich der FH Bund mit einem erwartungsfrohen Publikum, das sich an den Ständen der ausstellenden Firmen, wie Betten Meyers, Weinhandel Fehrmann, First Reisebüro, Frisöre Wellenreiter und der Parfümerie Douglas über Produkte und Leistungen eingehend und in aller Ruhe informieren konnte.
 
Wie auch in den Jahren zuvor war die Veranstaltung restlos ausverkauft. Hinter den Kulissen herrschte reges Treiben.
 

 
Dass kein KPI Event dem anderen gleicht, bewies auch dieser Abend, der mit einer ungewöhnlichen und stimmungsvollen Eröffnung begann. Unter orchestralen Klängen und einer spektakulären Lichtshow schritten die Models, in edle Dekostoffe gehüllt, langsam über den Laufsteg. Was folgte war ein grandioses Feuerwerk aus Unterhaltung, Information, Gesang, Tanz- und Musicaleinlagen.
 

 
Besonders die phantasievollen Präsentationen von Schuhen (von Schuhe Winterscheid), exklusiven Brillen und Sonnenbrillen (von Stöver Optik Exklusiv), Bettwäsche (von Betten Meyers), Designer-Handtaschen (von Ambiente am Schloss) und nicht zuletzt die Schmuckkollektionen (von Ulrike Gerstenberg) begeisterten die Zuschauer. Ob Riverdance, Breakdance-Elemente oder Anleihen beim Theater:
 

 
Alle populären Unterhaltungsformen der letzten Jahrzehnte wurden aufgegriffen und munter miteinander gemixt. Tanja Dühnfort und Kirsten Pusch waren dabei wieder für die perfekt abgestimmte Choreografie für die jeweilige Präsentation von völlig unterschiedlichen Produkten verantwortlich. Für die Ausstattung der zehn weiblichen und fünf männlichen Models mit topaktueller Herbst- und Wintermode zeichneten Casa blanca mode für die Damenmode, der KAUFHOF Brühl für Herrenmode und Pelze Huthmacher für Damen- und Herren-Mode aus.
 

 
Ob sportlich, elegant oder glamourös, das modeinteressierte Publikum kam voll auf seine Kosten, klatschte im Takt der jeweiligen Musik und applaudierte lautstark nach jedem Durchlauf. So empfanden wohl alle Zuschauer den Abend höchst unterhaltsam und kurzweilig. Den Schlusspunkt des Events setzte das große Finale, bei dem sich alle beteiligten Firmen noch einmal dem Publikum präsentierten. Ausgiebig gefeiert wurde im Anschluss noch auf der After-Show-Party im Dancing Club Corrida-Bar.
 

 

Liebe Leser,
 
stellen Sie sich vor, der FC Bayern München führt in der Fußball-Bundesliga fünf Spieltage vor Saisonschluss mit 15 Punkten Vorsprung die Tabelle vor, sagen wir einmal, dem Hamburger SV an. Doch dann verlieren die Bayern alle Spiele und retten sich mit Hängen und Würgen mit einem Tor Vorsprung ins Ziel. Sie werden dann trotz des peinliches Absturzes als Deutscher Meister geführt, und feiern werden sie sicherlich dennoch. Dem HSV als Zweitem bleibt die Anerkennung für ein tolles Finish, die Qualifikation zur Champions League, aber titelmäßig die Goldene Ananas.

 
Und wenn wir das jetzt auf die Bundestagswahl übertragen wollen? Können wir nicht, das haben wir in den letzten Wochen gesehen. Da erklären sich Verlierer zu Siegern, da streiten zwei Gescheiterte um den Führungsanspruch, da landen Gewinner in der Opposition - und die Politikverdrossenheit nimmt zu. Doch genug davon.
 
In diesen Tagen fällt in Oslo die Entscheidung, wer in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält. Nominiert sind auch stellvertretend für alle Frauen, die sich auf der Welt oft unter Lebensgefahr für den Frieden einsetzen, 1.000 Frauen. Unter ihnen befindet sich auch die in Brühl lebende Dr. Monika Hauser, die sich mit der von ihr gegründeten Organisation "medica mondiale" seit 13 Jahren für Frauen einsetzt, die in allen Teilen der Welt Opfer von Vergewaltigungen im Krieg oder anderer Formen sexualisierter Gewalt im Krieg wurden. Sie hat unseren Fragebogen beantwortet und ausführlich über ihre Arbeit berichtet.
 
"Wir sind gut, aber nichts hindert uns, noch besser zu werden!" ist laut Bürgermeister Michael Kreuzberg das Brühler Leitbildmotto. Deshalb beteiligt sich die Stadt Brühl an der bundesweiten Initiative "Lokale Bündnisse für Familie". Die Gründungsveranstaltung fand kürzlich im Brühler Rathaus statt. Was es damit genau auf sich hat und inwieweit Brühl davon profitieren könnte, erklärte uns die Bündniskoordinatorin Karin Joswig-von Bothmer im exklusiven Gespräch.
 
Was erwartet uns noch im Oktober? Wieder eine Vielzahl interessanter Veranstaltungen mit tollen Künstlern wie Tommy Engel oder Horst Evers, die Premiere der neuen Produktion des Brühler TheaterTeams, eine Videoinstallation im Kunstverein und vieles mehr.
 
Viel Spaß dabei und bei der Lektüre Ihres Brühler Bilderbogen wünscht Ihnen
 
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon: 0 22 32 / 15 22 22
Fax: 0 22 32 / 15 22 21
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Die Meldungen über neue Rekordpreise für Benzin, Erdöl und Gas nehmen kein Ende. Genauso wenig wie die immer neuen Hurricanes, die den Süden der USA verwüsten und angeblich mit ein Grund für die gestiegenen Energiekosten sein sollen. Bei Spritpreisen von über 1,40 Euro pro Liter wird das Autofahren zu einem teuren Vergnügen. Wie reagieren die Verbraucher? Wo setzen sie den Rotstift an? Kann man der Preisspirale entkommen, oder ist man ihr hilflos ausgeliefert? Wir haben uns in der Brühler Innenstadt umgehört und dabei viel erfahren über Sparlampen, Waschmaschinen und das gute alte Fahrrad.



 

 
Willi Kreuzberg:
 
Ich habe mir eine neue Heizung gekauft und auf Gas umgestellt. Dadurch habe ich jetzt den Raum mehr, in dem früher der Öltank stand. Ich habe meine Kosten gesenkt, weil die neue Anlage weniger verbraucht. Außerdem fahre ich weniger Auto und nur noch dann, wenn es gar nicht anders geht. Stattdessen fahre ich öfter Fahrrad und auch als Rentner schon mal von Walberberg nach Brühl.



 

 
Rosi Wülfarth:
 
Wir sparen schon. Wir fahren sowieso öfter nach Luxemburg und vergessen dann sicher nicht, dort zu tanken. Da kann man eine Menge Geld sparen.



 

 
Ferdinand Schmitz:
 
Der Preisspirale kann man nicht entgehen, an den festen Strukturen kann man nichts ändern. Wo soll man da anfangen? Ich lasse mein Auto öfter stehen und nutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Im Sommer habe ich die Blumen weniger gegossen. Aber viel gespart habe ich dadurch nicht.



 

 
Jochem Pitz:
 
Beim Auto kann ich wenig sparen, weil ich den Wagen beruflich brauche. Im Moment sparen wir noch nicht so, dass wir es merken. Wenn die Preise noch einmal hochgehen, dann müsste ich mir überlegen, ob ich mir nicht ein sparsameres Auto zulegen sollte.



 
Helga Crump:
 
Wir sparen bei Kleinigkeiten, z.B. bei Sparlampen. Außerdem nehme ich abends immer Fernseher und Videorecorder vom Netz. Die Waschmaschine lasse ich immer im Sparprogramm laufen. Manche Heizkörper in Diele oder Badezimmer bleiben aus. Wir achten da schon länger drauf und merken das auch auf der Abrechnung. In den letzten Jahren mussten wir nie nachzahlen, im Gegenteil: Es gab eine Rückerstattung.



 

 
Sonja und Gerd Hansmann:
 
Wir benutzen einige Maschinen seltener. Im Sommer kann man die Wäsche auch draußen aufhängen und auf den Wäschetrockner verzichten. Außerdem haben wir unser Fahrverhalten umgestellt. Auf der Autobahn wird nicht mehr so schnell gefahren. Wir vergleichen die Preise intensiver als zuvor . Und die Fahrräder kommen auch wieder öfter zum Einsatz.



 

 
Dr. Walter Leder:
 
Ich entkomme der Preisspirale nicht, höchstens durch Auswandern nach Amerika. Bei Energie ist die Nachfrage nicht variabel. Man kann höchstens Geräte kaufen, die weniger verbrauchen. Aber das bringt nicht wirklich etwas. Beim Autofahren war ich schon immer vernünftig und bin nicht so schnell gefahren. Ich bin ein alter Dieselfahrer.



 

 
Ulrike und Harald Halberkann:
 
Wir sind als erstes zu den Stadtwerken gegangen und haben dort einen günstigeren Tarif bekommen, weil wir wegen eines höheren Verbrauchs in eine andere Tarifklasse kamen, die am Ende günstiger war als die alte. So konnten wir eine Menge sparen. Wir tanken den Wagen nicht mehr voll, weil sich die Preise ja täglich ganz erheblich ändern können. Früher sind die Leute noch bei Benzinpreiserhöhungen auf die Barrikade gegangen, heute nicht mehr.



 

 
Alice Prinz und Udo Malz:
 
Hier und da. Bei einigen Geräten wie einem Wecker haben wir auf Batterie umgestellt. Abends werden die Geräte ausgesteckt und nicht mehr im Standby-Betrieb belassen. Wir haben Sparlampen. Beim Autofahren haben wir wenig Potenzial, weil wir ohnehin kaum damit fahren. Wir werden uns auch einmal Vergleichsangebote der Stromanbieter einholen.



 
Ein Ehepaar, das anonym bleiben wollte:
 
Gar nicht. Wir brauchen Strom, Wasser, Heizung und Sprit. Wir wohnen in einer Sozialwohnung und können nicht reklamieren. Wir haben keinen Einfluss auf die Abrechnung unseres Vermieters. Wir sind sehr sparsam und bekommen dann eine Rechnung über einen 200 m3 höheren Verbrauch, auch wenn die Zähler in unserer Wohnung etwas anderes anzeigen. Der Verbrauch stimmt, aber der Preis nicht. Angeblich liegt das am Verbrauch des ganzen Hauses.


Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos).

 

"Familienfreundlichkeit ist heute ein knallharter Standortfaktor"
 
Begleitet von einem bunten Straßenfest fand kürzlich im Brühler Rathaus die Gründungsveranstaltung "Brühler Bündnis für Familien" statt. Ziel des Bündnisses ist es, ein Klima in der Schlossstadt zu schaffen, das Familien anspricht und fördert. "Wir müssen uns bemühen, junge Familien in Brühl anzusiedeln", sagt Karin Joswig-von Bothmer, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Brühl und Bündniskoordinatorin. Diese Meinung teilen auch alle politischen Parteien in Brühl, die das Projekt einstimmig unterstützten.
 
"Alle Städte und Gemeinden in Deutschland stehen vor dem gleichen demographischen Problem", berichtet Karin Joswig-von Bothmer. "Die Menschen werden immer älter. Aber es gibt immer weniger Frauen und Männer, die sich für Kinder entscheiden. Wir verzeichnen nach wie vor einen Rückgang an Geburten. Und wir haben viele Menschen mit einem Migrationshintergrund. Um deren Integration und das Zusammenleben aller Generationen erfolgreich zu gestalten, bedarf es der geeigneten Rahmenbedingungen." Wegen dieser "dramatischen Situation" stehen alle Kommunen in einem Wettbewerb miteinander. "Familienfreundlichkeit ist heute ein knallharter Standortfaktor. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns in Brühl nicht auf den bestehenden guten Voraussetzungen ausruhen, sondern immer offen dafür sind, was wir noch besser machen können", so Karin Joswig-von Bothmer. "Ein gutes und flexibles Betreuungsangebot für Kinder, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten für Familien erleichtern auch den Unternehmen das "Ja" zum Standort und die Entscheidung, sich hier nieder zu lassen."
 
Die Gründungsveranstaltung war so angelegt, dass es kein feierlicher Akt nur mit schönen Reden werden sollte, sondern ein Treffen, bei dem es bereits auch um konkrete Sachthemen ging. Nach dem einführenden Referat "Familienfreundlichkeit rechnet sich" von Dr. Axel Seidel von der Prognos AG in Düsseldorf trafen sich interessierte Menschen in vier Foren zu verschiedenen Themen. Ziel in den Foren war es, in kurzer Zeit die wichtigste Aufgabe zu definieren, die im Rahmen des Forums angegangen werden soll. Im Forum "Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung: bildungsorientiert, flexibel und bedarfsorientiert" einigten sich die Teilnehmer zum Beispiel darauf, dass die "Flexibilisierung von Betreuungszeit in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen quantitativ und qualitativ" ganz oben auf der Prioritätenliste stehen müsse. Wie diese aussehen können, wird beim nächsten Treffen des von Susanne Hempel moderierten Forums am 15. November (18 Uhr im Rathaus) erörtert.
 
Erste Ergebnisse in den Foren
 
Auch in den anderen Gesprächskreisen gab es erste Ergebnisse. Im Forum "Herausforderung Integration - der interkulturelle Dialog muss sein" kamen die Teilnehmer überein, dass "Maßnahmen zur Sprachförderung" das drängendste Thema sei. Das nächste Treffen - voraussichtlich im Dezember - des von Dr. Mittelstedt von der VHS Rhein/Erft geleiteten Forums wird sich diesem Thema widmen. Mit "Familienfreundlichkeit in Unternehmen und im Einzelhandel - Erfolgsfaktoren für die Stadt" befasste sich die dritte Gruppe, die von Oliver Mülhens von der Stadt Brühl moderiert wurde. Sie suchen demnächst nach dem "Aufbau von Strukturen zur besseren Abstimmung und Vernetzung". Auch Karin Joswig-von Bothmer übernahm als Moderatorin ein Forum. Über "Verantwortung für einander übernehmen - Das Zusammenleben der Generationen" wurde beraten, eine "Mehr-Generationen-Siedlung in zentraler Lage" soll konzipiert werden.
 
"Diese Gründungsveranstaltung ist der Start eines Prozesses. Aus den weiteren Gesprächen und Bedürfnissen soll sich dann die eigentliche Arbeit des Bündnisses entwickeln", hofft die Bündniskoordinatorin. Der Anfang war sehr ermutigend. Über 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens waren gekommen, ein ausgewogener Mix aus Handel, sozialen Trägern, Privatpersonen und Politik. Sie alle wollen und können Einfluss nehmen auf die weitere Gestaltung. Aber auch alle Interessierten, die bei der Gründungsveranstaltung nicht dabei waren, können sich gerne noch einbringen.
 
Familienfreundlichkeit rechnet sich
 
Die Idee der "Lokalen Bündnisse für die Familie" geht auf eine Initiative der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt (SPD), zurück, die sagt: "Es wächst ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass wir eine bessere Balance von Familie und Erwerbsarbeit brauchen. Bleibt es bei der niedrigen Erwerbstätigkeitsquote von Frauen, werden unsere Unternehmen in absehbarer Zeit große Probleme bekommen, qualifizierte Arbeitskräfte zu rekrutieren aber auch, eine ausreichende Zahl von Kunden für ihre Produkte und Dienstleistungen zu erhalten."
 
Untersuchungen der Prognos AG belegen, dass es sich für Unternehmen durchaus rechnet, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen. Der Referent Dr. Axel Seidel konnte dies mit Beispielen belegen. "Betriebliche Investitionen in familienfreundliche Maßnahmen bringen bis zu 25 Prozent Rendite", behauptete der Wissenschaftler. Davon profitieren auch die Kommunen dank steigender Steuereinnahmen und der Erhöhung ihrer Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Andererseits entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden, wenn gut ausgebildete Frauen eine dreijährige Erziehungsauszeit nehmen. "Dieses Know-how liegt dann brach", sagt Karin Joswig-von Bothmer.
 

 
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Brühl kann als Bündniskoordinatorin auch Themen auf die Agenda bringen, die ihr selbst sehr am Herzen liegen. Wie die Idee einer "Mehr-Generationen-Siedlung" als Form moderner Nachbarschaftshilfe. "Es wäre doch wunderbar, wenn man dieses Potenzial gegenseitig nutzen könnte", meint sie. "Auf der einen Seite die Senioren, die gelegentlich jüngeren Familien bei der Kinderbetreuung behilflich sein könnten. Und auf der anderen Seite die jungen Leute, die den älteren beschwerliche Einkäufe abnehmen könnten. Das wäre doch eine Bereicherung. Es gibt Beispiele von Städten im Ruhrgebiet, wo solche Siedlungen verwirklicht wurden."
 
Austausch innovativer Ideen
 
Karin Joswig-von Bothmer arbeitet inzwischen seit über neun Jahren als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Brühl und zieht ein positives Fazit dieser Zeit. "Die Akzeptanz ist ausgeprägter als am Anfang", sagt sie. "Anders als in anderen Städten werde ich als Gleichstellungsbeauftragte in allen Fragen einbezogen. Ich muss Informationen nicht hinterher laufen. Sicherlich ist schwieriger geworden, Frauenprojekte zu realisieren, wenn die Kommunen weniger Geld zur Verfügung haben. Ich hätte gern gesehen, wenn wir in Brühl eine Beratungsstelle für Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt waren, bekommen hätten. Aber das hat leider nicht geklappt." Ihr Job macht der 58-Jährigen weiterhin Spaß und lässt ihr angesichts einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden auch noch die Gelegenheit, einen Second-Hand-Laden zu betreiben. Die verheiratete Mutter einer 19-jährigen Tochter liest in ihrer Freizeit am liebsten Frauenkrimis, geht gerne mit ihren beiden Hunden spazieren und bewegt regelmäßig ihre beiden Pferde. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wovon sie spricht, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht.
 
"Das Brühler Bündnis für Familien bringt viele Menschen mit unterschiedlichen Blickwinkeln, Kompetenzen und Know-how an einen Tisch", beschreibt Karin Joswig-von Bothmer abschließend die Erwartungen an das neu gegründete Bündnis. "Die Arbeit kann auf viele Schultern verteilt werden, der gemeinsame Austausch fördert die Entste-hung innovativer und kreativer Ideen und Lösungen für das Leben der Familie in der Kommune."
 
Tobias Gonscherowski
 

 

Tommy Engel und Band gastieren am Freitag, 14. Oktober, um 20 Uhr, im städtischen Dorothea Tanning-Saal im Max Ernst Museum, Comesstraße 42.
 
Nach fünf Jahren Bühnenabstinenz ist er wieder da: Tommy Engel, ehemaliger Frontmann der Bläck Fööss, kehrt mit einer neuen Show zurück, die vergnüglich und nachdenklich, musikalisch diszipliniert, voll Power, feinfühlig, sensibel, aber auch von fröhlicher Ausgelassenheit ist. Ob mit legendären Bläck Fööss-Evergreens oder neuen Tommy Engel -Songs - er trifft mitten ins kölsche Herz. Tommy Engel, das ist ein echter Entertainer mit einem unnachahmlichen Talent, Stimmungen zu zaubern und einer Stimme, die über jede Kritik erhaben ist. Tickets kosten 20,00/14,00.
 

 

Am Dienstag, 18. Oktober, treten Stefanie Adomeit (Mezzo-Sopran), Paul Hombach (Piano) und Peter Aussem (Akkordeon), um 20 Uhr, im städtischen Dorothea Tanning-Saal im Max Ernst Museum, Comesstraße 42, auf.
 

 
Vor vier Jahrzehnten gestorben, sind die Lieder des "Spatzen von Paris" bei diesem Chanson-Abend lebendiger denn je. Dabei kommt die charismatische Stefanie Adomeit dem Original verblüffend nah, ohne dass es ihrer Show an einer individuellen Note mangelt. Poetisch erzählt die Künstlerin aus dem bewegten und bewegenden Leben der Piaf - einer Frau auf der ewigen Suche nach Liebe. "Parlez-moi d'amour!" Und die Kritik jubelt: "Diese Frau ist ein Ereignis!" Gelten darf das sowohl für Stefanie Adomeit als auch für die unvergessene Chanson-Legende Edith Piaf. Eintrittskarten kosten 14,00/8,00 (inkl. Ticketgeb.).
 

 

In der zweiten Herbstferienwoche, vom 10. bis 14. Oktober, bietet der Kinder- und Jugendtreff "Klasse" der Stadt Brühl in Brühl-Vochem allen Kindern einen gruseligen Ferienspaß an.
 
Unter dem Motto "Halloween", können sich Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit verschiedenen Bastel-, Schmink- und Spielaktionen sinnvoll beschäftigen und spannende Unterhaltung in der Gruppe erleben. Höhepunkt der Ferienaktion, die täglich von 13 Uhr bis 17 Uhr dauert, wird die Halloweenparty mit wilden Spielen und Kostümprämierung sein. Der Teilnehmerpreis beträgt 5 Euro pro Kind. Infos gibt's unter 02232/155452.
 

 

Mobilitätserziehung kindgerecht. Die kleine Jule möchte selbständig werden und nicht mehr darauf angewiesen sein, dass sie mit dem Auto durch die Gegend kutschiert wird. Das Leben macht erst richtig Spaß, wenn man sich aus eigener Kraft fortbewegt und nicht das Elterntaxi benutzt.
 

 
Doch bis Jule dies glaubt, brauchen ihre Freunde viel Überzeugungskraft. Das Musical "Abgeschnallt" des Düsseldorfer "TheaterTill" erzählt diese Geschichte. Mit finanzieller Unterstützung des Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes, des Landesverkehrsministeriums und der Stadtwerke Brühl wurde das Musical in insgesamt sechs Aufführungen für alle zweiten und dritten Schuljahre der Brühler Grundschulen aufgeführt. Das Theaterstück vermittelte den Schüler/innen das Thema Mobilität auf spannende und bewegende Weise. Jule möchte endlich groß und selbstverantwortlich sein. Doch dazu benötigt sie Selbstsicherheit, gerade im Verkehr. Dies erfuhren die kleinen Zuschauer. Das Theaterstück diente als emotionaler Ansatz für die weitere Behandlung des Themas im Unterricht. Dazu bekamen die Schulen Unterrichtsmaterial, das auf das Theaterstück aufbaut. Das Stück unterstützte somit die Bemühungen der Brühler Kinderunfallkommission zur Förderung selbstbwusster und aktiver Verkehrsteilnehmer auf ideale Weise. Bürgermeister Michael Kreuzberg: "Die Erziehung zu selbstbewussten Kindern ist eine wesentliche Voraussetzung zu einem sicheren und eigenständigen Verhalten im Straßenverkehr."
 

 

Der Brühler Kunstverein zeigt unter dem Titel "Gravity's Spaces" vom 22. Oktober bis zum 12. November eine Videoinstallation und Fotografien der Künstlerin Renate Guenther. "Plasm, or the black hole" (das schwarze Loch) lautet der Titel einer Videoinstallation, die den Betrachter in einem verdunkelten Raum in die Spannung versetzt, zugleich innere und äußere Verhältnisse konträrer Bewegungen einzelner Elemente wahrzunehmen. Eine große Kugel im verdunkelten Raum ist zugleich Objekt und Projektionsfläche, die sich wiederum im Raum ausbreitet und in Form eines riesigen Schattens erscheint.
 

 
In Renate Guenthers Arbeiten sind reale und virtuelle Elemente kaum mehr zu unterscheiden. Dieses erfährt der Betrachter, wenn er versucht, die einzelnen Elemente der Projektion und Bewegungen zu erkunden und zuzuordnen. Ähnliche Erfahrungen macht man bei den Fotografien, die teilweise Material erkennen lassen, sich im Ergebnis aber als nur bedingt entschlüsselbar erweisen. Monochromatische großformatige, aber auch kleinere Arbeiten führen den Betrachter in äußere oder innere Zusammenhänge von Räumen, deren (Schwer)Kraft zwischen Materialität und Immaterialität zu suchen ist. Gravitationsfelder, Gravitationslinsen, Phänomene des Lichts und der Zeit sind einige Aspekte, aber zugleich auch Probleme ihrer Wahrnehmung durch die mediale Vermittlung.
 
Renate Guenther wurde 1947 in Peine geboren. 1967 bis 1970 studierte sie an den Kölner Werkschulen Fotografie sowie Kunst und Design, 1970 bis 1971 an der Hochschule für Gestaltung (Offenbach) Grafik-Design und Lithographie, von 1973 bis 1975 an der Kölner Fachhochschule Kunst und Design sowie Fotografie. An der Kölner FH machte sie 1975 den Diplomabschluss. Renate Guenther lebt und arbeitet in Düsseldorf. Die Finissage mit einem Gespräch zur Ausstellung findet am Samstag, den 12. November um 16 Uhr statt.
 

 

Mitte Oktober beginnt die Bewerbungsphase für das 36. Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl. Das Stipendium dient der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler, die nicht älter als 35 Jahre sein dürfen und sich noch in der Kunstausbildung befinden sollen. Stichtag hierfür ist der Geburtstag des Künstlers, der 2. April.
 
Bis zu fünf Arbeiten - Gemälde, Plastiken, Objekte, Grafiken oder Videos - können im Original zur Jurierung eingereicht werden. Der Stipendiat erhält 3.500 Euro, das Schaffen des Zweitplatzierten ist mit 1.000 Euro ausgezeichnet und der Drittplatzierte erhält eine finanzielle Anerkennung in Höhe von 500 Euro. Für alle Preisträger wird eine gemeinsame dreiwöchige Ausstellung ausgerichtet. Parallel dazu haben Grafiker und Handzeichner die Möglichkeit, sich um den mit 1.500 Euro dotierten Joseph-und-Anna-Fassbender-Preis zu bewerben. Die Bewerbungsunterlagen für beide Preise können vom 17.10. bis 16.12.2005 bei der Stadt Brühl, FB Kultur, Schule, Sport, Abteilung Kultur, 50319 Brühl schriftlich oder unter Tel. 02232/792710 telefonisch angefordert werden. Die Teilnahmebedingungen stehen darüber hinaus im Internet unter www.bruehl.de zum Download bereit.
 

 

(bm) Am Samstag, den 22. Oktober tritt die Brühler Coverband SLAP ab 20 Uhr in der Astrid-Lindgren-Schule, Rodderweg 93 in Brühl West auf (Ende ca. 24 Uhr). Bereits mehrfach ist SLAP als Stimmungsmacher im Brühler Kulturleben in Erscheinung getreten, so z.B. bei den Tanzfesten in St. Margareta und St. Heinrich. Zuletzt begeisterte die Band ihre zahlreichen Zuhörer beim Altstadtfest auf der Bühne vor dem Brühler Rathaus.
 
Das Repertoire der sechsköpfigen Band umfasst: Westernhagen, Spider Murphy-Gang, Manfred Mann, Udo Jürgens, Beatles und Black Föös. Wer möchte, kann sich unter www.slap-rock.de näher über die Band informieren. Veranstalter ist der Verein der Freunde und Förderer der Astrid-Lindgren-Schule e.V. in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Klassenpflegschaft. Als Eintritt werden 5 Euro erhoben, der gesamte Erlös ist für den Förderverein der Schule bestimmt.
 

 

Auf den Spuren von Max Ernst und seinem komischen Vogel "LOPLOP" sind die Kinder der städtischen Tageseinrichtung "Im alten Forsthaus" zur Zeit in Brühl unterwegs. An dem Projekt nehmen alle Kinder der Einrichtung teil, die im letzten Jahr vor der Einschulung stehen.
 

 
Fasziniert von der Tatsache, dass ein so berühmter Mann hier in Brühl geboren ist, begaben sich die Kinder auf Spurensuche. Sie entdeckten sein Geburtshaus, erprobten sich in den verschiedenen Techniken, mit denen Max Ernst gearbeitet hat und nahmen nur wenige Tage nach der Eröffnung an einer Kinderführung im Max Ernst Museum teil. Hier entdeckten sie schnell "LOPLOP" in vielen Werken und sahen mit eigenen Augen, dass Max Ernst tatsächlich genau wie sie selbst Bilder unter Verwendung von Fäden machte, dass er Gegenstände "durchgerubbelt" (Frottage-Technik) und Formen aus dicken Farbschichten ausgekratzt hat. Einhellig wurde beschlossen, zusammen ein großes Bild zu gestalten und darin "LOPLOP" zu verstecken. Mit einer solchen Collage wollen die Kinder dann am Kunstwettbewerb des Max Ernst Museums teilnehmen.
 
Fasziniert zeigten sich die Kinder auch von den Plastiken. Und als sie erfuhren, dass Max Ernst häufig Blumentöpfe mit Gips ausgegossen und daraus Figuren gestaltet hat, kam die Idee auf: "Das machen wir auch!"
 
Hildegard Reinke und ihr Team sind sich einig: Für Kinder ist die Begegnung mit Max Ernst ein faszinierendes Erlebnis, zumal er vielfältige Techniken benutzt und immer wieder experimentiert hat, so wie Kinder es ja auch tun. Kindern auf diese Weise durch eigenes aktives Tun einen Zugang zur Kunst zu verschaffen mit einem Museum "direkt um die Ecke", diese Chance wird im "Forsthaus" intensiv genutzt.
 

 

Die Studierenden der Europäischen Fachhochschule (EUFH) freuen sich über etwa hundert neue Bücher für ihre Bibliothek. Ursula Forschbach, die Frau des vor etwa zwei Jahren verstorbenen bekannten Brühler Wissenschaftsjournalisten Edgar Forschbach, stiftete jetzt die Bücher aus dem Nachlass ihres Mannes der Brühler Hochschule.
 

 
"Mein Mann hat sich immer ganz besonders für die Förderung der Jugend eingesetzt. Deshalb sind seine Bücher hier genau an der richtigen Stelle", so Ursula Forschbach zu Dr. Jürgen Dröge (unser Bild). Der Mathematiker Edgar Forschbach war ein Pionier des Wissenschaftsjournalismus. Fast 25 Jahre lang war er Leiter des Ressorts Wissenschaft beim Deutschlandfunk. Die von ihm begründete tägliche Wissenschaftssendung "Forschung aktuell" wird auch heute noch täglich ausgestrahlt.
 

 

Ab sofort bieten die Brühler Schlösser auch außerhalb der eigenen Räumlichkeiten eine sinnenfrohe Entdeckungsreise in die spannende Zeit des Rokoko an. In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunsterziehung an der Universität Paderborn gibt die Verwaltung Schloss Brühl erstmals ein Unterrichtsmedium für die Primarstufe heraus. Als transportables Medium sollen drei Museumstruhen und ein Schaukasten Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 6 und 11 Jahren eine spannende Zeitreise in das 18. Jahrhundert und damit in die Zeit des Kurfürsten Clemens August ermöglichen.
 
Elke Knaup aus Paderborn hat die prächtig und fantasievoll gestalteten "Schatztruhen" sowie das dazugehörige museumspädagogische Unterrichtskonzept im Rahmen ihrer Examensarbeit für das Lehramt für die Primarstufe in Kunst entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender hat sie für ihre in handwerklicher und pädagogischer Hinsicht herausragende Arbeit bereits an der Universität viel Lob und Anerkennung ernten können. Nun sollen die Museumstruhen künftig von Lehrern z. B. zur Unterrichtsvorbereitung ausgeliehen werden können, um bereits in der Grundschule Lust auf eine sinnenreiche und spielerische Erfahrung mit der glanzvollen Epoche des Rokoko zu machen.
 
"Mit der Idee, ein kleines Museum in die Klassenzimmer zu transportieren, wollen wir Wissen und Kultur vermitteln, aber zugleich auch die Neugier auf die realen Schlösser Augustusburg und Falkenlust wecken", meint Uwe Skibbe, der Leiter der Verwaltung Schloss Brühl. Kostüme, Juwelen, Fächer, Spiegel, Porzellan, Figuren, die angefasst und an- bzw. ausprobiert werden können, und sogar ein echter (ausgestopfter) Falke sollen mit dem Klischee aufräumen, Schlösser und ihre Geschichte seien trocken und langweilig.
 

 


 
Den Startschuss zum zweiten Halbjahrprogramm der Stadt Brühl gab die Gruppe "nonets". Ende September präsentierte die beste weibliche A-Cappella-Popband Europas in der Galerie am Schloss neben berühmten Popsongs auch eigene freche deutsche Hits. Fünf Stimmen ohne Instrumente, die Zuschauer waren erstaunt, was man so alles aus einer menschlichen Stimme herausholen konnte.
 

 


 
Der Brühler Jugendgemeinderat (JGR) beendete das 2. Brühler Jugend-Festival unter dem Motto: "Young & Fun Festival 2005" mit einem Fußballturnier. Dabei konnte der JGR zahlreiche Mannschaften begrüßen. Auch der JGR trat selbst außer Konkurrenz mit seinem Kapitän Tom Schmidt, dem JGR-Kassenwart, an. Doch die beste Mannschaft des Turniers war das Team "FC 11 MEG" des Max-Ernst-Gymnasiums. Janna Eckhard und der JGR-Vorsitzende Peter Grebarsche überreichten den Siegerpokal sowie weitere tolle Sachpreise. "Auch in Zukunft werden wir uns für die Realisierung weiterer Sportevents einsetzen", versprach Peter Grebarsche.
 

 

Am Donnerstag, 13. Oktober, tritt Horst Evers um 20 Uhr in der Galerie am Schloss, Schlossstraße 25, auf. Warum diese neue Form des Kabaretts seit Jahren so außerordentlich erfolgreich ist, wird schnell klar, wenn Horst Evers seine Textmappe aufschlägt und dem Publikum mit sprachlicher wie mimischer Wucht seine Geschichten vorträgt.
 
Sein Repertoire scheint beinahe unerschöpflich. Erleben Sie in seinem neuen Programm "Gefühltes Wissen" skurrile Lageberichte von Müßiggang und unerledigten Aufgaben aus dem Alltag eines Zeittotschlägers. Ein buntes Kaleidoskop des Lebens im Hier und Jetzt erwächst bei Evers aus vielen kurzen, skurrilen und lustigen Geschichten. Aber eigentlich ist es eine vertraute Welt, in der es doch von überraschenden Wendungen, unverhofften Abenteuern und erstaunlichen Einsichten nur so wimmelt. Eintrittskarten sind für 14,00/8,00 (inkl. Ticketgebühr) erhältlich. Der Vorverkauf im Ticketpoint der Stadt Brühl, brühl-info, Uhlstraße 1, Tel. 02232/79345 hat begonnen.
 

 

Am Mittwoch, 19. Oktober, gibt der Pianist Jean Marc Luisada um 20 Uhr im städtischen Dorothea Tanning-Saal im Max Ernst Museum, Comesstraße 42 ein Konzert. Das Gastspiel des international bekannten Pianisten in Zusammenarbeit mit dem Institut français Cologne & Institut Robert Schumann Bonn, wird für alle Musikbegeisterten ein besonderes Highlight sein.
 

 
Den ersten Klavierunterricht erhält Jean Marc Luisada im Alter von 6 Jahren. Sein Studium beginnt er nach einem Aufenthalt an der "Yehudi Menuhin-Schule" in England am "Conservatoire Supérieur de Musique de Paris". In seinen Studienfächern Klavier bei Dominique Merlet und Kammermusik bei Geneviève Joy-Dutilleux, erhält er den ersten Preis. Der international bekannte Pianist spielt Werke von Frédéric Chopin: 4 Mazurkas Op. 24, Mazurkas Op. 17 Nr. 4, Nocturne Op. 62 Nr. 1, Fantaisie Op. 49 f-moll, Scherzo Nr. 2 b-moll, 4 Mazurkas Op. 30, Sonate für Klavier Nr. 3 h-moll, Op. 58.
 
Eintrittskarten gibt es für 14,00/10,00 Euro im brühl-info, Uhlstraße 1, Infos unter Telefon 02232/79345.
 

 

Auch für die Kleinen unter uns hält die Stadt Brühl wieder ein buntes Programm bereit. In der Galerie am Schloss (Passage Kreissparkasse) finden noch bis Mitte Dezember viele verschiedene Theateraufführungen statt. Am Mittwoch, den 19. Oktober wird um 15 Uhr das Stück "Bauz und Filou - Die Kobolde vom Aprikosental" gezeigt, das von der Brühler Puppenspielerin Sonja Lennecke präsentiert wird.
 

 

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Kneipen, Gaststätten, Restaurants und Hotels
 

Kaschemm


 
Schlaunstraße 8
 
In unmittelbarer Nähe des Brühler Wochenmarktes und des Amtsgerichts am Balthasar-Neumarkt-Platz "kocht hier die Köchin" seit Oktober 2003.
 
Brigitte Koch, die Inhaberin der gemütlichen Kneipe Kaschemm, ist bereits für ihre deftige kölsche Küche in Brühl bestens bekannt. Neben Halven Hahn und frischen Mettbrötchen gibt es hier z. B. auch deftige Frikadellen mit Bratkartoffeln, am Donnertag selbstgemachte Reibekuchen und am Freitag Fisch. In ihrer Kölsch-Kneipe legt Brigitte Koch sehr viel Wert darauf, dass auch Frauen ihre Kneipe mögen. Höchstpersönlich achtet sie auf einen höflichen und freundlichen Umgangston in ihrem Reich, zu dem auch zwei Bundeskegelbahnen gehören, die vortrefflich für private Feiern geeignet sind. In der Kaschemm sind auch geschlossene Gesellschaften und kleinere Veranstaltungen möglich, wie etwa Geburtstagsfeiern.
 
Öffnungszeiten:
 
Montag bis Freitag ab 9 Uhr
 
Samstag ab 8 Uhr · Sonntag Ruhetag
 
Telefon 02232 - 56 69 95
 

Schmalztöpfchen


 
Römerstraße 247
 
Das Schmalztöpfchen in der Römerstraße 247 ist gleichzeitig Kneipe, Restaurant und Hotel. Es wird von Marina Wener seit Mai 2004 geführt. Im rustikalen und gemütlichen Ambiente kann man hier die gutbürgliche Küche genießen oder in geselliger Runde an der Theke ein frisch gezapftes Kölsch trinken. Als Hotel mit verkehrsgünstiger Lage bietet das Schmalztöpfchen sechs Doppelzimmer (auch als Einzelperson zum Einzelzimmerpreis zu buchen) und eine zweiräumige "Familien-Suite" an. Die moderaten Preise für Übernachtung und Frühstück sind nicht nur für Touristen, sondern auch für Brühler interessant, die ein Quartier für auswärtigen Besuch suchen.
 
Die Kneipe und das Restaurant sind auch für geschlossene Gesellschaften, Familienfeiern jeder Art und auch Weihnachtsfeiern zu nutzen. Interessierte sollten sich rechtzeitig informieren.
 
Öffnungszeiten:
 
Dienstag bis Samstag ab 17 Uhr
 
Sonntag und an Feiertagen ab 12 Uhr
 
Dienstag Ruhetag
 
Telefon/Fax 02232 - 2 96 99
 

Ewige Lampe


 
Uhlstraße 69
 
Im Zentrum von Brühl, in der Uhlstraße 69, ist die Ewige Lampe der Treffpunkt für Jung und Alt. Ob nach dem Einkaufen oder nach der Arbeit, man trifft sich gern auf ein Glas Bier.
 
Hier kennt jeder jeden, und deshalb gibt es in fröhlicher Runde auch eine Menge zu erzählen und zu berichten.
 
Seit 2000 führen die Brüder Harry und Tasso Charissidis die kölsche Gaststätte im historischen Bauwerk, die eine gutbürgerliche Küche mit ständig wechselnden Tagesgerichten und griechischen Spezialitäten bietet. Ein reichhaltiges Frühstück, das keine Wünsche offen lässt, rundet die Speisekarte ab.
 
Wer Sportereignisse nicht zuhause, sondern lieber in großer Runde erleben möchte, ist in der Ewigen Lampe als Premiere-Sportsbar bei den spannenden Fußball- oder Formel 1-Übertragungen goldrichtig.
 
Öffnungszeiten:
 
Montag bis Dienstag und
 
Donnerstag bis Sonntag ab 9.30 Uhr
 
Mittwoch Ruhetag
 
Telefon 02232 - 41 16 69
 

 

 

Im Kaiserbahnhof in Brühl-Kierberg, Kierberger Straße 158, findet jeweils an den nachfolgenden Terminen ein Bunch mit Jazz-Livemusik statt. Initiiert wurde die Veranstaltungsreihe von der Geschäftsführerin des Kaiserbahnhofs, Sabine Fehsner, und Elmar Frey, einem Dozenten der Kunst- und Musikschule Brühl.
 

 
Dem jazzbegeisterten Publikum wird die große Bandbreite des Jazz mit vielen bekannten Brühler Jazzgrößen geboten.
 
Man darf gespannt sein.
 
Sonntag, 16. Oktober - Thomas Müller (E-Piano)
 
Sonntag, 20. November - Matthias Petzold (Saxophon) und Timo Kirberg (Gitarre) -
 
Sonntag, 27. November - Joe Heckel (Gitarre) und Anette Grahe (Querflöte)
 
Sonntag, 4. Dezember - Dieter Wolf (E-Piano) Sonntag, 18. Dezember - Saxophon-Quartett Heinrich Langemann, Andreas Stüsser, Isabel Hermans und Sebastian Bieler
 

 

(tg) Dr. Monika Hauser wurde 1959 als Tochter italienischer Gastarbeiter in St. Gallen in der Schweiz geboren. Nach ihrem Medizinstudium in Innsbruck arbeitete die Gynäkologin in verschiedenen Kliniken, zuletzt in Köln. 1993 gründete sie mitten im bosnischen Kriegswahnsinn das Frauentherapiezentrum "Medica Zenica", aus dem sich dann in der Folge die internationale Frauenhilfs- und Menschenrechtsorganisation "medica mondiale" entwickelte, die sie hauptberuflich seit vier Jahren als Geschäftsführerin in Köln leitet. Sie ist verheiratet, hat einen neun Jahre alten Sohn, lebt seit sechs Jahren in Brühl - und sie wurde in diesem Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert.
 
Stellvertretend für alle Frauen, die sich auf der Welt oft unter Lebensgefahr für den Frieden einsetzen, wurden 1.000 Frauen gemeinsam für den Nobelpreis vorgeschlagen. Darunter ist auch als eine von 15 für Deutschland nominierten Frauen Dr. Monika Hauser. Die Mitarbeiterinnen der von ihr gegründeten Organisation "medica mondiale" setzen sich seit 13 Jahren für Frauen ein, die in allen Teilen der Welt Opfer von Vergewaltigungen im Krieg oder anderer Formen sexualisierter Gewalt im Krieg wurden.
 
"Mit medica mondiale bekommen Frauen und Mädchen professionelle Hilfe für ihre verwundeten Körper und ihre traumatisierten Seelen", erklärt die Geschäftsführerin. Außerdem kämpft die Organisation dafür, dass die Täter benannt, angeklagt und bestraft werden. Derzeit betreut medica mondiale Großprojekte in Bosnien, Albanien, Kosovo und Afghanistan (wo viele unschuldige Frauen noch immer in Gefängnissen sitzen) und ist ferner in Afrika (Sudan, Uganda, Kongo und Liberia) tätig. Aus tiefer Überzeugung, mit hoher Motivation und großer Hartnäckigkeit kämpft die Gynäkologin zielstrebig für die Rechte unterdrückter Frauen.
 
"Wir verfolgen bei unseren Projekten eine Doppelstrategie", erklärt Dr. Monika Hauser. "Wir wollen den Frauen vor Ort direkt medizinisch, therapeutisch und juristisch helfen. Wir bilden Mitarbeiterinnen aus, die den Frauen helfen und setzen dabei auf die Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem versuchen wir das Tabu-Thema Gewalt gegen Frauen auf die internationale Agenda beispielsweise der UNO, des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag oder des Auswärtigen Amtes zu bringen."
 
Weitere Informationen zu medica mondiale finden Sie im Internet unter www.medicamondiale.org. Wenn Sie finanziell helfen wollen, hier die Bankverbindung: medica mondiale e.V., Sparkasse Köln/Bonn, BLZ 38050000, Konto-Nr. 45000163.
 


Ich lebe in Brühl seit ....
 
1999. Wir wollten damals aus Köln heraus und suchten eine Oase mit Garten, wo wir uns erholen können und von der wir Köln gut erreichen können.

Am besten gefällt mir an Brühl, ....
 
dass ich hier meine Rückzugsmöglichkeit habe.

In Brühl vermisse ich, ....
 
dass es nicht mehr längere, mediterrane Sommer gibt.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
 
abgesehen von meinem Zuhause der Heider Bergsee.

Wenn ich in Brühl ausgehe, zieht es mich ins ....
 
Bermuda-Dreieck, leider zu selten. Gerne gehe ich ins Season's zum Muschelessen.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
 
Neben medica mondiale hat kein Verein mehr bei mir Platz.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
 
als Mutter, dass sie stärker Ganztagsbildung in den Schulen fördert und finanziert.

Meine Einstellung zur Kirche ist ....
 
Für einige unserer Klientinnen ist neben der fachlichen Traumaarbeit die Unterstützung durch die Kirchen sehr elementar.

An den tollen Tagen findet man mich ....
 
eigentlich ganz weit weg vom tollen Geschehen. Mit meinem Sohn gucke ich mir manchmal den Brühler Karnevalszug an.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
 
einen Ort, in dem ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen möglich ist. Das ist eine Bereicherung für das Leben.

Am besten abschalten kann ich bei ....
 
Joggen um den Heider Bergsee.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich darüber, ....
 
die Ignoranz der Leute gegenüber Menschen aus fremden Kulturen.

Mein letzter Kinofilm war ....
 
"Alles auf Zucker" von Daniel Levy, ein sehr guter Film, der meine Themen Krieg, Diktatur und nicht bewältigte Traumata behandelt.

Mein letztes Buch war ....
 
"Die Tochter des Geschichtenerzählers" von Shaiba Shah, dem autobiografischen Buch einer Londoner Filmemacherin afghanischer Abstammung.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....
 
eigentlich überhaupt nicht. Aber ich muss mich erkundigen, weil mich ein Kabuler, der in Köln gelebt hat, bei meinem letzten Besuch in Kabul danach fragte, wie der FC in der Tabelle steht und ich es nicht wusste.

 

 

www.bruehlertheaterteam.de
 
Das Relaunch der Homepage des BTT ist gelungen. Aktuell, klar und übersichtlich aufgebaut, stellen sich die Theaterfreunde ausführlich vor. Sehr gelungen ist die Rubrik "Team", in der alle aktiven Mitglieder des 20-köpfigen Ensembles porträtiert werden, mit netten Bildern und kurzen biografischen Angaben. Dort finden wir 11 Schauspieler, die Regisseurin Leokadia Thiess, die Assistenten, die Bühnenbildner, die Souffleuse, den Redakteur Michael Stinsky und auch den musikalischen Leiter Bernhard F. Schoch.
 
Auch die Rubrik "Produktionen" lässt keine Wünsche offen. Die letzten sieben Stücke werden noch einmal in Erinnerung gerufen, unterteilt in Inhalt, Team und eine Bildergalerie. Die entsprechenden Kritiken gibt's im "Pressespiegel". Die Historie des 1999 mit dem Kulturpreis ausgezeichneten Generationentheaters ist lebendig in drei Teilen geschrieben. Das BTT (Gäste sind jederzeit willkommen) trifft sich regelmäßig im Seniorenwohnheim Wetterstein, von dem es großzügig unterstützt wird. Der entsprechende Link fehlt ebenso wenig, wie Links zu befreundeten Theatergruppen des Erftkreises.
 
www.kinderschutzbund-bruehl.de
 
Wenn Sie sich umfassend über die Ziele und Aktivitäten des Kinderschutzbundes Brühl informieren wollen, müssen Sie Zeit mitbringen. Nicht wegen langer Ladezeiten, ganz im Gegenteil, sondern wegen der unglaublichen Fülle an Informationen. Dass man dabei nicht den Überblick verliert, liegt an der wunderbar übersichtlichen und gut durchstrukturierten Homepage. Also, was gibt es alles? Na klar, das Kuntibunt, jenes große Spielmobil, das von Mai bis Oktober durch Brühl tourt, im Oktober alleine noch an neun Tagen und die ungewöhnlichen Spielgeräte in die Stadtteile bringt. Der Kinderschutzbund führt Straßenspielaktionen in den 80 verkehrsberuhigten Zonen Brühls durch, organisiert Spielgruppen, veranstaltet Feste mit Bastelaktionen oder Theatervorstellungen, verkauft bei Flohmärkten ("aus Spaß, zur Aufbesserung der Finanzen und zur Vermeidung von Müll").
 
Es gibt Beratungsangebote, Workshops, eine Sprechstunde (dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr in der Liblarer Straße 10), eine Babysitter-Vermittlung, einen Info-Abend zum Thema Legasthenie (am 26. Oktober in der Astrid-Lindgren-Schule). Und es wird über die Ziele des Kinderschutzbundes informiert: über gewaltfreie Erziehung und vieles mehr, was hier aus Platzgründen nicht mehr angerissen werden kann.
 

 

(tg) Nach einer knapp zweijährigen Pause steht wieder eine Premiere des Brühler TheaterTeam (BTT) ins Haus. Am Samstag, den 29. Oktober, zeigen die Theaterfreunde in der Galerie am Schloss (20 Uhr) "Das Orchester", ein Boulevardstück von Jean Anouilh, der zu den wohl renommiertesten französischen Dramatikern der Gegenwart zählt. Eine weitere Aufführung ist am Sonntag, den 30. Oktober um 17 Uhr. Geschrieben 1964, vereinigt das Stück Tragik und Komik gleichermaßen. In seinen Werken sehen die Personen die Wahrheit mit einer Klarheit, die sie bis zum Lächerlichen entlarvt. Daher erhalten gerade die bittersten Szenen seiner Stücke ihren komisch grotesken Unterton.
 
Im Mittelpunkt der BTT-Produktion steht das dem Stück den Titel gebende Orchester mit sechs Damen und einem Herrn und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten untereinander. Es geht um Liebe, Eifersucht und Leidenschaft. "Das Orchester" gilt als einer der komischsten Einakter der Theaterliteratur. Der besondere Reiz dieser Produktion unter der bewährten Regie von Leokadia Thiess liegt in der Zusammenarbeit des BTT mit dem Salonorchester "Kaiserschmarrn" der Kunst- und Musikschule Brühl. Ein Ensemble, das mit viel musikalischem Augenzwinkern die leichte Muse einer gehobenen Kaffeehaus-Atmosphäre wieder aufleben lässt. Die musikalische Leitung liegt bei Bernhard F. Schoch.
 
Das 1988 gegründete BTT blickt bereits auf zehn erfolgreiche Produktionen zurück. Seit 1999 ist das BTT "Kulturpreisträger des Erftkreises". Die Theaterfreunde sind Mitglied im Amateurtheaterverband NRW, im Bund Deutscher Amateurtheater sowie in der Theaterkonferenz Rhein-Erft. Hinter dem Erfolg steckt eine harmonische Teamarbeit und eine engagierte Regisseu-rin. Leokadia Thiess führte Regie bei allen Produktionen und schaffte es, aus den vielen Laiendarstellern bemerkenswerte Leistungen herauszukitzeln. Das hat sich herumgesprochen. Seit kurzem ist sie Bildungsreferentin des Amateurtheaterverbandes NRW.
 
"Wir wollen kein Inseldasein führen und unser eigenes Süppchen kochen", sagt Leokadia Thiess. "Wir freuen uns, wenn wir uns mit anderen Theatergruppen austauschen und uns gegenseitig unterstützen können." Das BTT führt auch nach 17 Jahren ein sehr vitales Dasein. In den letzten Monaten kamen vier neue Schauspieler hinzu. Deshalb hielten die Macher auch nach einem Stück Ausschau, in dem es viele Rollen zu besetzen galt. Alle weiteren Informationen zum BTT und zum neuen Stück finden Sie auch im Internet unter www.bruehlertheaterteam.de.
 

 

Seit fünf Jahren gehören in Brühl Ausstellungen der Werke von Will Küpper zur lieb gewordenen Tradition. Der 1893 in Brühl geborene Maler zählt neben Max Ernst zu den bedeutendsten Künstlern der Stadt. In seiner Kindheit war er mit dem zwei Jahre älteren Max Ernst befreundet. Küppers Vater Wilhelm war wie Philipp Ernst - der Vater von Max Ernst - Taubstummenlehrer. Die Familien wohnten sogar zeitweise im gleichen Haus in der Pastoratstraße 15.
 
Beide lernten bei Philipp Ernst wichtige Grundlagen der Malerei. Es existieren auch Beispiele von Arbeiten der beiden Jugendlichen aus dem Jahre 1906, als sie eine von Philipp Ernst gestellte "Malaufgabe" ausführten: sie malten eine dörfliche Idylle, den Jägerhof in Pingsdorf. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs blieben die beiden Künstler einander freundschaftlich verbunden, dann trennten sich ihre Wege.
 
Während Max Ernst zu den Mitbegründern der Kölner Dadaszene gehörte und dann zu einem der führenden Mitglieder des Pariser Surrealistenkreises um André Breton und Paul Eluard wurde, blieb Will Küpper im Rheinland. "Will Küpper findet, auf einer akademischen Ausbildung aufbauend, seinen eigenen Weg in einer spätexpressionis-tischen Darstellung der Wirklichkeit, die sich später zu einer - durch Kunstrichtungen wie die "Neue Sachlichkeit" und den "Magischen Realismus" - beeinflussten Sicht seiner Zeit entwickelt", schreibt die Kunsthistorikerin Dr. Beate Müller in dem anlässlich des 100. Geburtstags des 1972 verstorbenen Künstlers erschienenen Buch "Will Küpper - Maler aus innerer Notwendigkeit", das von der Stadt Brühl herausgegeben wurde. Brigitte Freericks betreut Werk Küppers
 
Käte Küpper, die Witwe des Künstlers, hat der Stadt Brühl das gesamte in ihrem Besitz befindliche Werk ihres Mannes (etwa 100 Ölgemälde und 1.000 Graphiken) vermacht, verbunden mit der Auflage, dass die Bilder restauriert und regelmäßig ausgestellt werden. Ab dem 25. Oktober wird in der Rathausgalerie der Stadt Brühl, Uhlstraße 2, die Ausstellung "Will Küpper 1933-1945" gezeigt. Die bei der Stadt Brühl angestellte Kunsthistorikerin Brigitte Freericks betreut das Werk Will Küppers und konzipiert seit 2000 in chronologischer Reihenfolge eine Ausstellung pro Jahr. "Die Kunst von Will Küpper sagt mir sehr zu", meint Brigitte Freericks. "Er hat eine ganz große Meisterschaft im Zeichnen und Malen erreicht. Er war ein großer Könner und hat auch unorthodoxe Dinge gemacht, seine Bilder etwa immer wieder übermalt." In einem der kommenden Jahre plant Brigitte Freericks eine ausschließlich aus Leihgaben bestehende Ausstellung. "Ich würde gerne zeigen, was z.B. die Brühler an Will Küpper geschätzt haben. In etlichen Brühler Wohnzimmern hängen noch Bilder von Will Küpper." Wer dafür leihweise seine Bilder zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne bei Brigitte Freericks unter Telefon 02232/507922 melden.
 
In diesem Jahr widmet sich die Ausstellung Will Küppers Schaffen in den Jahren 1933 bis 1945. Mit Anbruch des nationalsozialistischen Regimes verändert sich Will Küppers Werk durch die äußeren Einflüsse stark. Noch 1932 waren in magisch realistischen Werken Phantasiewelten entstanden, die von zerstückelten und amorphen Wesen bevölkert waren. Nun bricht die raue Wirklich-keit sich Bahn. Der einsame, melancholische Mensch wird von Küpper als Bildinhalt neu interpretiert. Der expressive Duktus und die Fragmentierungen der zwanziger Jahre weichen einer vereinfachenden, weicheren Malweise. Der arbeitende Mensch, in klarer Abgrenzung zum kraftstrotzenden, fröhlichen Typus des Arbeiters in der NS-Propaganda, erscheint bei Küpper selbstbezogen und nachdenklich, oft auch müde und erschöpft. Der bäuerliche, erdverbundene Mensch zieht sich auf seinen Acker zurück.
 
Küpper tut es ihm in seiner Malerei gleich, seine Kunst dient ihm als Rückzugsmöglichkeit. Kurz nach 1933 entstehen noch einige kritische Werke, wie "Clown - Seine letzte Saite" oder das melancholische Selbstbildnis mit herabgezogenen Mundwinkeln und den Augen, in denen die Erkenntnis über die Lage der Dinge lesbar ist. Nach 1937 erfolgt der Rückzug Küppers auf neutrale, wenig angreifbare Bildinhalte. Die bis zum Ende des Krieges entstehenden Grafiken sind fast ausschließlich Kohle- und Bleistiftzeichnungen mit einigen seltenen, geschickt gesetzten Farbakzenten. Die Ausstellung läuft bis zum 25. November in der Rathausgalerie.
 

 

Verlagssonderveröffentlichung / Anzeige

Gas, Wasser und Strom. In dieser Reihenfolge erschloss die Stadt Brühl für ihre Bürger die unentbehrlichen Grundlagen der modernen Zivilisation: Energie und Lebenselement. 1868 begann mit dem Bau einer Leuchtgasfabrik die Sicherstellung der Gasversorgung (wir berichteten darüber in der Juli-Ausgabe). 1894 wurde in Berzdorf das erste Wasserwerk in Betrieb genommen. Und 1907 floss schließlich erstmals elektrischer Strom durch die Leitungen. In dieser Ausgabe erfahren Sie, welche Herausforderungen die Stadt Brühl meistern musste, um am Ende des 19. Jahrhunderts ein eigenes Wasserwerk Wirklichkeit werden zu lassen und was sich daraus entwickelte.
 
Während sich der Gemeinderat damals leicht tat, den Bau einer Gasbeleuchtungsanlage zu beschließen, war die Anlage eines Wasserwerks eine bemerkenswert schwere Geburt. Errichtung und Betrieb einer Pumpstation mit Hochbehälter seien viel zu teuer. Das Wasser musste am Ende des 19. Jahrhunderts noch sehr mühsam von den Bürgern aus den in allen Stadtteilen vorhandenen Brunnen gepumpt werden. Erst dem Düsseldorfer Ingenieur Ehlert gelang es 1893 bei Probebohrungen in der Berzdorfer Gemeindekiesgrube, gutes und reichliches Wasser zu finden.
 
Daraufhin beschloss der Gemeinderat, das 183.947 Mark teure Wasserwerk an gleicher Stelle zu errichten. Es wurde 1894 in Betrieb genommen und befindet sich noch heute dort. Dazu kam ein gleichzeitig gebauter, 32,50 Meter hoher Wasserturm, in dem ein Hochbehälter installiert wurde, der 350 m3 fasste. Er kostete die Stadt weitere 21.237 Mark. Bei den Einweihungsfeierlichkeiten am 24. Juli 1894 kam es zu einem tragischen Unglücksfall. Als der Brühler Dachdeckermeister Heinrich Lierz auf der Spitze des Wasserturms in Berzdorf die Wetterfahne anbringen wollte, verlor er das Gleichgewicht. Er versuchte noch, sich an seinem Gesellen Rudolf Prikartz festzuhalten, der daraufhin jedoch ebenfalls den Halt verlor. Beide stürzten in die Tiefe und waren auf der Stelle tot.
 
Prognosen wurden schnell übertroffen
 
Bei der ersten Kalkulation für die Rentabilität eines Wasserwerks waren die Verantwortlichen von 250 Anschlüssen ausgegangen. Noch vor Inbetriebnahme des Werks lagen über 600 Anmeldungen vor. Das Rohrnetz erreichte eine Länge von 12,5 Kilometern. Sämtliche prognostizierten Zahlen wurden innerhalb kürzester Zeit übertroffen, schon nach zwei Jahren war der Verbrauch der Einwohner pro Tag und Kopf höher als er für das 25. Betriebsjahr vorgesehen war.
 
Hinzu kam, dass zahlreiche umliegende Gemeinden auch vom Brühler Wasserwerk beliefert werden konnten, was dessen Lukrativität weiter erhöhte. Ab 1896 wurden auch die Ortschaften Heide, Kierberg, Pingsdorf und Badorf an das Rohrnetz angeschlossen. Die Erweiterung der Rohrnetze gestaltete sich dabei teilweise sehr schwierig, vor allem der Anschluss von Liblar über eine Verbindungsleitung, die quer durch unwegsames Waldgebiet führte. Die wenigen Arbeiter mussten das nötige Material teilweise mit Fahrrädern und auf Handkarren in das Waldgelände transportieren. Nur bei schweren Rohren half der Brühler Fuhrunternehmer Krämer mit einem Pferdekarren aus.
 
Das Wasserwerk rechnete sich längst und expandierte. Zwischen 1904 und 1907 wurden weitere Grundstücke erworben. Zwei zusätzliche Brunnen mit einer Tiefe von rund 20 Metern wurden gebaut. Drei Brunnen deckten den Wasserbedarf nun ab. 1919 wurde das Wasser mit Hilfe von elektrisch betriebenen Kreiselpumpen gefördert. Das Versorgungsgebiet des Brühler Wasserwerks war in zwei Druckzonen aufgeteilt, das Hochdrucknetz und das Niederdrucknetz. In den folgenden Jahren wurde das Rohrnetz bis 1936 auf 90 km ausgebaut. Etwa 40.000 Menschen wurden mit Wasser versorgt. Weitere Bauten und Modernisierungen wurden notwendig. So wurde 1936 z.B. auch der 1893 erbaute Wasserturm "Maria Glück" um 15 Meter erhöht.
 
Der Wasserturm "Maria Glück" blieb noch 15 Jahre im Betrieb, bis er dem Braunkohletagebau weichen musste und 1952 gesprengt wurde. Doch für Ersatz war längst gesorgt. In nur gut einem Jahr entstand nach Plänen des Architekten Wolfgang Beyer der imposante und weithin sichtbare Wasserturm an der Liblarer Straße, der am 20. November 1951 in Betrieb genommen werden konnte. Im Turm befinden sich neben einem Behälter, der 1.500 m3 fasst, auch 14 Wohnungen.
 
Ende der fünfziger Jahre nahmen die Überlegungen, ein neues Wasserwerk zu errichten, konkrete Formen an. Die alte Betriebseinrichtungen wurde 1961 demontiert, das alte Gebäude abgerissen. Das neue Werk war 1963 fertiggestellt und verfügte über drei Brunnen mit einer Tiefe von ca. 80 Metern sowie eine Wasseraufbereitungsanlage, die dem Wasser Eisen und Kohlensäure entzog. In der zweijährigen Bauzeit wurde übrigens in einer Baracke ein Provisorium errichtet, das Tag und Nacht von Hand gefahren werden musste. Der damalige Wasserwerkmeister Otto Zipperer und seine Maschinisten mussten häufiger improvisieren, was den Kunden glücklicherweise verborgen blieb.
 
Mehr über die Geschichte der Brühler Wasserversorgung und die aktuellen Fakten erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des Brühler Bilderbogen.