Jahrgang 2006
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Brühler Bilderbogen Januar 2006

Vor ein paar Tagen wurde das neue Brühler Dreigestirn mit Prinz Franz-Josef, Bauer Jürgen und Jungfrau Reissa feierlich proklamiert. Jetzt beginnt so langsam die heiße Phase der diesjährigen Session, die Ende Februar mit den drei tollen Tagen ihren krönenden Abschluss finden wird. Schon jetzt gibt es zahlreiche Karnevalssitzungen mit bunten Unterhaltungsprogrammen. Wir haben uns in der Brühler Innenstadt erkundigt, wie es die Menschen in diesem Jahr karnevalistisch angehen lassen.



 
Thomas Zwietasch mit den Kindern Lisa und Lena:
 
An Weiberfastnacht feiere ich mit den Damen in meiner Praxis. Anschließend geht es ins große Getümmel vor dem Rathaus und danach in eine Kneipe. Am Wochenende gucken wir uns mit den Kindern die Karnevalszüge an. Ich werde auch sicher noch eine Sitzung besuchen, weiß aber noch nicht welche.



 
Ingo Stolpner:
 
Letztes Jahr war ich zu der Zeit in Chile. In diesem Jahr werde ich improvisieren. Wahrscheinlich verkleide ich mich als Honululu-Tourguide. Ich ziehe mir dann ein bescheuertes T-Shirt und eine Schlaghose aus den Siebzigern an und trage einen Blumenschmuck oder etwas Ähnliches. Im Brühler Karnevalszug gehe ich mit der etwa 50-köpfigen Fußgruppe Die echten Brühler” mit, deren Mitglieder übrigens aus ganz Deutschland kommen. Wir machen das schon im zwölften Jahr, liefen schon als Panzerknacker durch die Stadt. In diesem Jahr wollen wir als lebende Tipp-Kicker mit Stoffball an den Füßen durch Brühl ziehen.



 
Sabine Bialkowsky:
 
Ich gehe als Indianerin und bin nicht im Zug dabei. Wir feiern dann anschließend zusammen.



 
Burkhard Junker:
 
Hinterm Tresen im Sion-Brauhaus in Köln. Ich muss an allen Tagen arbeiten, das geht morgens um 8 Uhr los, Ende offen. Da hilft nur Augen zu und durch. Man regt sich dann nicht mehr auf, wenn zum x-ten Mal die gleiche Platte gespielt wird. Aber wenn man viel arbeitet, vergeht die Zeit sehr schnell. Ich bin aber auch kein Karnevalsjeck und muss deshalb kein Opfer bringen. Einmal habe ich mir bisher den Brühler Zug angeschaut.



 
Georg und Karin Kaspar mit den Kindern Jana und Jenny:
 
Wir besuchen samstags die Sitzung der Roten Funken im Kölner Maritim. Unsere Kostüme stehen noch nicht fest. Wir gehen wahrscheinlich als Schotten oder Clown. Jana will sich als Punkerin verkleiden. Und dann gucken wir uns natürlich die Züge in Brühl, Heide und Vochem an. Wir freuen uns auf die fünfte Jahreszeit.



 
Petra Ibadin mit Tochter Stacey:
 
Für mich fällt Karneval wahrscheinlich aus, weil ich schwanger bin und die Geburt des Kindes für Mitte Februar ausgerechnet ist. Ich werde das Feiern dann im nächsten Jahr nachholen. Früher war ich im Karneval schwer aktiv und bin in der Schule in die Bütt gegangen.



 
Andreas Esch:
 
An meinem Schreibtisch in meinem Büro in Elmshorn. Als gebürtiger Bonner tut mir das jedes Jahr in der Seele weh, dass ich Karneval nicht im Rheinland sein kann. Aber ich schaue jedes Jahr im Internet per Webcam auf den Bonner Marktplatz und gucke mir dann den Rosenmontagszug an.



 
Dagnar Raffelsieper mit den Kindern Isabell und Marie:
 
Ich feiere Weiberfastnacht in Brühl in einem selbstgemachten Fantasy-Kostüm. Die Kinderkostüme stehen noch nicht fest, das hängt vom Motto der Schule ab. Dann gucken wir uns den Närrischen Elias in Brühl an und ziehen abends mit ein paar Freunden durch die Kneipen. Erst ins Season’s, dann in die Hütte und schließlich, wenn wir es noch schaffen, in die Ewige Lampe.



 
Wilfried Jansen mit Ehefrau Gilma und Tochter Maijane:
 
Erst auf Sparflamme, die letzten drei Tage dann richtig. Wir gucken uns den Zug an und singen die bekannten Lieder mit. Das rheinische Liedgut ist uns nicht unvertraut. In Kolumbien, der Heimat meiner Frau, wird übrigens auch kräftig Karneval gefeiert. Anfang Januar wird in der Karnevalshochburg Barraquilla gemeinsam Inpasta” gefeiert, dann findet eine Art Rollentausch statt. Die ärmeren Bewohner schminken sich weiß, die wohlhabenderen schwarz. Später wird dann zur gleichen Zeit wie in Rio ausgelassen Karneval gefeiert.


Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos).

 

Liebe Leser,
 
mit leichter Verspätung, dafür aber mit noch mehr Elan und größerem Umfang starten wir ins neue Jahr. Schuld” daran ist der Karneval. Denn wir wollten unbedingt noch die Proklamation des neuen Dreigestirns in der vorliegenden Ausgabe mitnehmen. Das Warten hat sich gelohnt. Die seit wenigen Tagen amtierenden Tollitäten haben das närrische Volk bereits im Sturm erobert. Prinz Franz-Josef, Bauer Jürgen und Jungfrau Reissa von der Großen Karnevalsgesellschaft Fidele Bröhler Falkenjäger Blau-Gold von 1973” freuen sich darauf, in den nächsten gut sechs Wochen an der Spitze aller Pappnasen zu stehen. Für das ausführliche Gespräch mit dem Brühler Bilderbogen nahm sich das neue Dreigestirn in seiner Hofburg im rustikal-gemütlichen Brauhaus am Schloss viel Zeit.

 
Während dem Dreigestirn alle Herzen zufliegen, hat die Bürgervereinigung Brühl, kurz BVB, in den letzten Monaten viele Sympathien verspielt. Konnte man in den Tagen nach der Kommunalwahl 2004 über die plötzliche politische Kehrtwende der BVB in Sachen Giesler-Galerie nur mit dem Kopf schütteln, so verkam der politische Verein in den letzten Wochen mehr und mehr zur Lachnummer. Der absurde Versuch, die freie Meinungsäußerung eines angesehenen Brühler Handwerksmeisters zu unterbinden und ihn per Beleidigungsklage mundtot zu machen, ist zum Glück vor dem Kölner Landgericht gescheitert. Wie es zu der karnevalsreifen Posse kommen konnte und was die Beteiligten dazu zu sagen haben, erfahren Sie in unserem Bericht auf Seite 18.
 
Doch wenden wir uns lieber kulturellen Themen zu. Die Stadt Brühl stellte kürzlich ihr hochkarätiges Kulturprogramm der nächsten sechs Monate vor, das für jeden Geschmack etwas bereit hält. Nach dem Historiker Wolfgang Drösser, der im November sein Brühl-Buch vorstellte, hat nun auch der Brühler Journalist Hans J. Rothkamp eine wunderbare Publikation veröffentlicht. In seinem gerade erschienenen Bildband über Schloss Augustusburg werden selbst alteingesessene Ur-Brühler noch unbekannte Facetten des prächtigen Schlosses entdecken.
 
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser und allen anderen Themen in dieser Ausgabe. Kommen Sie gut und gesund durch das neue Jahr.
 
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon: 0 22 32 / 15 22 22
Fax: 0 22 32 / 15 22 21
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Pünktlich zum karnevalistischen 33-jährigen Vereinsjubiläum stellt die Große Karnevalsgesellschaft Fidele Bröhler Falkenjäger Blau-Gold von 1973” wieder das Dreigestirn in Brühl. Und Prinz Franz-Josef, Bauer Jürgen und Jungfrau Reissa haben bereits die Herzen der Jecken im Sturm erobert. Mit lustigen Sprüchen, bunten Pappnasen und akrobatischen Einlagen. Dem Brühler Bilderbogen gewährten die designierten Tollitäten kurz vor ihrer Proklamation eine Audienz in ihrer Hofburg im Brauhaus am Schloss.
 
Unter dem Motto Et Dreigestirn is mit am Ball und fiert mit üch de Bröhlsche Karneval” freuen sich die Tollitäten mit jecker Begeisterung auf eine tolle Session. Eine Session, die Spaß und Freude bereiten und Sorglosigkeit und Frohsinn zur Entfaltung bringen soll. Schon bei ihrer Vorstellung gelang es dem Dreigestirn, das närrische Volk für sich zu gewinnen. Mit einer kleinen, einfachen Pappnase, die sie rasch an die Karnevalisten verteilten. Wenn Sie diese Pappnase anziehen, werden Sie spüren, wie alles Ungemach von Ihnen abfällt”, rief der Prinz. Der Frohsinn wird in Ihnen lebendig. Und wir drei, wir wollten einmal in unserem Leben an der Spitze aller Pappnasen stehen.”
 
Das haben sie jetzt geschafft. Hinter ihnen liegen bereits viele Monate harten Trainings und einige Jahre der Vorbereitung. Denn schon 1999 meldeten die Fidelen Falkenjäger beim Festausschuss Brühler Karneval ihren Wunsch an, in diesem Jahr das Dreigestirn zu stellen. Wann die personelle Konstellation geklärt wurde, lässt sich heute nicht mehr so genau sagen. Doch Bauer Jürgen erinnert sich daran, dass er schon 2001 daran dachte, dieses Amt” gerne bekleiden zu wollen. Später sagte er zu Franz-Josef: Wenn Du mal einen Bauern suchst, dann sag mir Bescheid.” Und das tat der dann auch. Die noch fehlende Jungfrau wurde schließlich der Legende nach im Sommer 2002 irgendwo an der Theke” eingefangen.
 
Keine Frage, die drei Auserwählten geben ein gute Figur ab. Neben den beiden über 1,90 Meter langen Prinzen und Bauern sieht Jungfrau Reissa mit ihren 1,70 Meter geradezu zierlich aus. Der Bauer misst mit Hut übrigens stattliche 3,56 Meter. Da gerät so mancher Auftritt sicher zum Balanceakt.
 
Über 100 Auftritte in Brühl und Umgebung
 
Dass auch in dieser Session mit den weit über 100 Auftritten alles reibungslos abläuft, dafür sorgt Prinzenführer Karl Heinz Becker, der auch schon die letzten vier Brühler Dreigestirne begleitete und seit 40 Jahren im Karneval aktiv ist. Er spricht mit den Tollitäten alles ab, er leitet das Training”, er organisiert alle Details und managt alle Anfragen.
 
Jetzt freut sich das Dreigestirn auf sein volles Programm, die vielen großen und kleinen Veranstaltungen und natürlich besonders auf die tollen Tage mit Rathaussturm und närrischem Elias. In vielen Begegnungen tauchen die Tollitäten ins vielfältige närrische Treiben ein. Ich habe schon als Kommandant gesehen, wie sich die Leute gerade bei den kleineren Sitzungen auf das Dreigestirn freuen, wie sie mitgehen”, erzählt Prinz Franz-Josef. Man erlebt diese Menschlichkeit und spürt oft auch einen gewissen Tiefgang, wenn man in Seniorenheimen oder in der Montessori-Schule auftritt. Darauf freue ich mich besonders.”
 
Um diese besonderen Erfahrungen nicht zu gefährden, will das Trifolium auf eigene spontane Gesangseinlagen lieber verzichten. Denn lachend erzählen sie uns übereinstimmend, dass Singen nicht ihre große Stärke sei. Wir können alle drei nicht singen”, sagt Jungfrau Reissa. Man tut den Leuten keinen Gefallen, wenn man es nicht kann und trotzdem singt. Aber wir sind textsicher und können mitsummen und den Refrain mitsingen.” Dafür sind die Tollitäten Karnevalisten durch und durch.
 
Prinz Franz-Josef
 
Der Prinz heißt im bürgerlichen Leben Franz-Josef Nagelschmitz. Bei den Fidelen wird er nur De Bonnestang” gerufen. Geboren wurde er am 8. Januar 1959 in Wesseling, auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Geburtstag des Goldmützenträgers der Fidelen Bröhler Falkenjäger, Willy Millowitsch. Nach der mittleren Reife auf der Berufsfachschule für Technik in Brühl absolvierte er ab 1976 eine Ausbildung bei der Baumschule Jürgl in Sürth, die er 1978 mit dem Gesellenbrief abschloss. Mit gerade einmal 21 Jahren wagte Franz-Josef Nagelschmitz nach seiner 15-monatigen Bundeswehrzeit im Jahr 1980 mit Gründung der Firma Nagelschmitz Garten- und Landschaftsbau in Wesseling den Schritt in die Selbständigkeit. 1993 zog das florierende Unternehmen nach Erftstadt-Liblar um.
 
Seit 1982 ist Franz-Josef Nagelschmitz glücklich mit Heidi verheiratet, Sohn Daniel kam 1983 zur Welt. In seiner Freizeit geht er gerne zum Reiten oder mit dem Hund Pitu spazieren oder er klettert auf sein Mountainbike. Und vor allem feiert er gerne Karneval. 1994 wurde er Mitglied des staatsen Corps der Fidelen Bröhler Falkenjäger, bei denen er 1996 Vizekommandant und 2003 Kommandant wurde.
 
Bauer Jürgen
 
Er hört auf den Namen Jürgen Finke und entdeckte 1968 in Bornheim das Licht der Welt. Nach der Schulzeit in seiner Geburtsstadt beendete er 1988 in Rheinbach seine Ausbildung zum Großhandelskaufmann. Seit August 1988 leitet er mit seinen Eltern das Bauzentrum Vorgebirge in Bornheim-Sechtem. Im vergangenen Jahr heiratete Jürgen Finke seine Selina, getraut wurde das Paar übrigens von Bürgermeister Michael Kreuzberg.
 
Schon zu Kindergartenzeiten liebte der begeisterte Hobby-Ski- und Motorradfahrer den Karneval. Im Alter von 12 Jahren durfte er zum ersten Mal im Bornheimer Zug mitgehen, 1995 baute er mit Freunden eigene Wagen, die im Bonner Rosenmontagszug mitfuhren. 1999 schließlich wurde er Mitglied bei den Fidelen Bröhler, deren 1. Vorsitzende er seit gut einem Jahr ist. Jürgen Finke, Et Bauklötzje”, freut sich darauf als Brühler Bauer den Dreschflegel zu schwingen ganz getreu seinem persönlichen Karnevalsmotto: Am schönsten is et, wenn et schöööön is.”
 
Jungfrau Reissa
 
Ihre Lieblichkeit alias Uwe Reisdorf schämt sich seiner Herkunft nicht. Er stammt aus – Düsseldorf. 1945 wurde er dort geboren, doch schon seine Lehrzeit verbrachte er als angehender Kfz-Mechaniker bei Ford in Köln. Nach erfolgreichem Abschluss ging es zurück in den elterlichen Betrieb, der rasch größer wurde . Dann lernte er 1970 seine spätere Frau Emmi kennen, die als Tanzmarie bei den Höppemötzjer” vom Karnevalsvirus ebenso befallen war wie er.
 
1982 übernahm Uwe Reisdorf den elterlichen Betrieb, kurz darauf zog die Familie nach Brühl, zuerst nach Pingsdorf, später ins Eigenheim nach Badorf ins Butzeveedel”. In der Gaststätte Krayer” unterschrieb er dann wie viele seiner Mitstreiter einen Bierdeckel, der ihn fortan zum Mitglied bei den Fidelen Bröhler Falkenjäger machte. Inzwischen gehört De Zappsühl” auch dem geschäftsführenden Vorstand an. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, in einem Frauenkleid herumzulaufen, antwortete er: Ja, ich will und kann es.”
 
Auch mit seinen inzwischen 60 Jahren ist Uwe Reisdorf noch fit wie ein Turnschuh. Bei der Vorstellung des Dreigestirns hat er ein umjubeltes Rad geschlagen. Seine Heimatstadt kann er also nach wie vor nicht leugnen. Doch das Bröhlsche Alaaf” schmettert Reissa genauso inbrünstig wie Prinz Franz-Josef und Bauer Jürgen. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.
 
Tobias Gonscherowski
 


Das offizielle Foto: El-Kholy Fotografie
 

 

 

Samstag, 21. Januar
 
14:30 Uhr, Brauhausgarten Alt Brühl”, Sürther Str. 160
 
Proklamation Brühler Kinderdreigestirn
 
Programmauftakt ist die Verabschiedung des Kinderdreigestirns 2005 mit Treue Husaren und Minis sowie die Proklamation des neuen Kinderdreigestirns und Fidele Pänz. Anschließendend dürfen sich die jungen Karnevalisten freuen auf: Kindertanzgruppe Ölligspiefe, Magic Peter (Zauberer), Showtanzgruppe KG Zuckerknöllche, Schloßgarde Clownkinder, Bernd Rehbein (Karaoke), Tanzgruppe Blau Gold Vochem, Aufmarsch des großen Dreigestirns und der Falkenjäger, sowie Ausmarsch. Bühnen- und Sitzungskapelle: Treue Husaren. Im Anschluss an diesen bunten Nachmittag beginnt um ca. 18:30 Uhr die Kinderdisco mit Bernd Rehbein.
 
Einlass ist ab 13:30 Uhr.
 
Infos unter: www.bruehler-karneval.de
 


Sonntag, 22. Januar
 
Ab 11:11 Uhr, Brauhaus Brühler Hof”
 
Musikalischer Frühschoppen
 
mit den Brühler Dreigestirnen, der Showtanzgruppe De Zuckerknöllche”, der Kölner Mundartgruppe 4 Veedel und anderen.
 
Veranstalter: Brühler KG De Zuckerknöllche” 1996 e.V.
 
Infos unter: www.Zuckerknoellche.de, Tel. 02232/943881
 

Ab 11:11 Uhr, Gaststätte Krayer”, Bonnstraße 440
 
Karnevalistischer Frühschoppen
 
Einlass ist um 11 Uhr
 
Veranstalter: Schwadorfer Familiengesellschaft Gans in Rosa”
 

11:11 Uhr, Gaststätte Haus Kreisch”, Rodderweg 38
 
Musikalischer Frühschoppen 2006
 
Veranstalter: Karnevalsgesellschaft Brühl – West von 1972 e.V.
 


Samstag, 28. Januar 16:45 Uhr, Kath. Kirche St. Matthäus
 
Kölsche Mess mit anschl. Dämmerschoppen
 
Veranstalter: Vochemer Karnevalsgesellschaft Ölligs-piefe” 1978 e.V.
 

19:11 Uhr, Gaststätte Zur Eule”, Schulstraße 25
 
Kostümball
 
Veranstalter: Karnevalsgesellschaft Löstige Kierberger von 1975 e.V.
 


Sonntag, 29.Januar
 
11:11 Uhr, Gaststätte Nebenan”, Pingsdorfer Str. 2-4
 
Mädchenfrühschoppen
 
Durch das Programm mit einigen Überraschungen der KG Nebenan führt in gewohnter Form Silvia. Einlass ist um 10 Uhr.
 

14 Uhr, Tanzsportzentrum, Bonnstraße 200 a
 
48. Seniorensitzung
 
Traditionell kostenlose Sitzung der Ersten Großen Brühler Karnevalsgesellschaft Treue Husaren 1950/55 e.V. für über 60jährige aus Brühl und Umgebung.
 
Einlass ist um 13 Uhr.
 
Vorverkauf: brühl-info, Uhlstr. 1
 


Mittwoch, 1. Februar
 
18 Uhr, Tanzsportzentrum, Bonnstraße 200 a,
 
Damensitzung der Schloßgarde der Stadt Brühl, Große Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess von 1972 e.V.
 
Unter anderem mit De Räuber, Colör, Paveier, Wicky Junggeburth, Ne bergische Jung, Klaus & Willi, Paraplüs, Thorrer Schnäuzerballett u.v.a.
 
Einlass: 17 Uhr.
 
Eintritt: ab 20,00 Euro
 
Vorverkauf: Tel.: 02232/25366
 


Freitag, 3.Februar
 
19:11 Uhr, Restaurant Kupferpfanne”, Kölnstraße 50
 
Dämmerschoppen
 
des Karnevalsvereins Ärm Söck”
 


Samstag, 4. Februar
 
16 Uhr, Tanzsportzentrum, Bonnstraße 200 a,
 
Kostümsitzung 2006 der Karnevalsgesellschaft Brühl-West von 1972 e.V. Einlass: 15 Uhr
 
Eintritt: 22,00 Euro
 


Sonntag, 5. Februar
 
11 Uhr, Kirche Brühl-Schwadorf/Gaststätte Krayer
 
Prinzenmesse mit anschließendem Frühschoppen.
 
Veranstalter: Interessengemeinschaft Schwadorfer Karneval e.V.
 

11:11 Uhr, Gaststätte Thüringer Hof”,
 
Thüringer Platz 12
 
Karnevalistischer Frühschoppen des Karnevalsvereins Blau-Gold Vochem 1989 e.V. und Karnevalistischer Stammtisch Thüringer Hof
 

12:11 Uhr, Gaststätte Krayer”, Bonnstraße 440
 
Karnevalistischer Frühschoppen der Interessengemeinschaft Schwadorfer Karneval e.V.
 


Samstag, 11. Februar
 
11:11 Uhr, Kaufhof, Steinweg 25
 
Aktionstag im Kaufhof mit Empfang der Brühler Tollitäten.
 
Veranstalter: Festausschuss Brühler Karneval e.V. und alle angeschlossenen Gesellschaften
 
Infos unter: www.bruehler-karneval.de
 

11:11 Uhr, Gaststätte Haus Kreisch”, Rodderweg 38,
 
8. Kappentreffen 2006 der Karnevalsgesellschaft Brühl-West von 1972 e.V.
 

18:11 Uhr, ehem. BTV-Saal, Brühl-Vochem,
 
St.-Albert-Straße
 
Kostümsitzung mit Tanz des Karnevalsvereins Blau-Gold Vochem 1989 e.V.
 

19:11 Uhr, Gaststätte Rheinischer Hof”,
 
Euskirchener Straße 123
 
Karnevalistischer Dämmerschoppen
 
Ein kleines Programm der Karnevals-Interessengemeinschaft KA JU JA – Pingsdorf von 1967 e.V. u.a. mit Empfang der Brühler Tollitäten sowie Ordensverleihung an verdiente Mitbürger, Freunde und Förderer. Kostüm erwünscht!
 
Einlass: 18 Uhr. Infos unter: www.kajuja-pingsdorf.de
 

19:11 Uhr, Brauhausgarten Alt Brühl”,
 
Sürther Straße 160
 
Pfarrsitzung St. Servatius”
 
Laiensitzung der Kierberger Pfarrgemeinde
 
Einlass: 18 Uhr. Eintritt: 10,00 Euro
 


Sonntag, 12.Februar
 
11:11 Uhr, Gaststätte Nebenan”, Pingsdorfer Str. 2-4
 
Musikalischer Frühschoppen
 
der KG Nebenan von 1994 e.V.
 

14 Uhr, Tanzsportzentrum, Bonnstraße 200 a
 
49. Seniorensitzung der Ersten Großen Brühler Karnevalsgesellschaft Treue Husaren 1950/55 e.V. Kostenlose Sozialveranstaltung für über 60jährige aus Brühl und Umgebung.
 
Einlass: 13 Uhr.
 
Infos unter: Tel: 02232/925137 oder 925138
 

 

 

Untermalt von den kraftvollen Klängen des Musikzuges der Treuen Husaren und des Tambourcorps der Löstigen Kierberger fand die diesjährige, traditionelle Schaufenster-Eröffnung vor dem Haupteingang des KAUFHOF Brühl statt.
 
Nahezu alle hochrangigen Vertreter des Brühler Karnevals waren in lustiger und stimmungsvoller Runde vertreten, ob FBK, altes oder neues Dreigestirn, Kinderdreigestirn oder Präsidenten und deren Vereine. Brühls Vizebürgermeister Wolfgang Poschmann sowie FBK-Präsident Jürgen Mainzer dankten in ihren Reden auf unterhaltsame Art und Weise der KAUFHOF-Geschäftsführerin Annette Kraska und ihrem Team für die Fortsetzung der lieb gewordenen Tradition, während der 5. Jahreszeit einen Teil der Schaufenster zur Präsentation der Brühler Karnevalsvereine zur Verfügung zu stellen. Bereits zum fünften Mal können sich Passanten jetzt auch in diesem Jahr an der bunten Ausstellung erfreuen und sich über das karnevalistische Vereinsleben in Brühl informieren. Für die Dekoration der Schaufenster zeichnete wiederum Heidi Heinrich vom KAUFHOF-Team verantwortlich.
 
Selbstverständlich wurde vom FBK die Veranstaltung auch dazu genutzt, der KAUFHOF-Geschäftsführerin den diesjährigen FBK-Orden zu verleihen und sie somit herzlich im fröhlichen Brühler Karnevalstreiben zu begrüßen. Nach dem offiziellen Rahmenprogramm lud das FBK-Präsidium gemeinsam mit der KG Seeverköpp die bunte Narrenschar noch zu einem leckeren Kölsch am Zapfzelt und einem geselligen Beisammensein auf dem Steinweg ein.
 

 

 

Der Brühler Veranstaltungsreigen 2006 beginnt am 28. Januar mit einer großen Pop-Klassiker-Party im Dorothea Tanning Saal des neuen Max Ernst Museums. Zur großen ABBA-Nacht wird eingeladen, wenn die Kölner Kultband Agneth@” die zahllosen Ohrwürmer der Schweden zum Besten geben wird. Es folgt am 3. Februar im Dorothea Tanning Saal der Auftritt von Still Collins”, Deutschlands Phil Collins- und Genesis Tributeband Nr. 1.
 
Am 12. Februar gibt mit Nur die Größe zählt” Horst Schroth sein Kabarett-Debüt in Brühl, ebenfalls im Dorothea Tanning Saal. Weitere Höhepunkte des ersten Halbjahres sind: die Gesangsshow des Oktetts Dacapella” (25. März), der Auftritt der großen irischen Diva Geraldine Mac Gowan (4. April), der Comedy-Auftritt des bekannten Kölner Comedian und Karnevalsjeck Guido Cantz (27. April), das Gastspiel des Improvisationstheater Springmaus” (9. Mai), der Auftritt von Meret Becker und Ars Vitalis mit Harmonie Desastre” (18. Mai).
 
Der Brühler Kleinkunstreigen in der Galerie am Schloss findet am 9. Februar seinen Auftakt mit dem Programm Schwesterseelenallein” von Irmgard Knef.
 
Am 16. Februar beglückt Deutschlands Dream-Team des Musikkabaretts, Christiane Weber und Timm Beckmann, mit seinem Chansonprogramm ausversehnsucht” die Besucher. Weiter geht’s mit dem Frauenkabarett mit Käthe Lachmann und Ten Years Laughter” (7. März), dem neuen Programm Aufstand im Doppelbett” von Tina Teubner und Ben Süverkrup (16. März), politischem Kabarett vom Feinsten, wenn die Buschtrommel” sich dem Organisierten Versprechen” widmet (23. März). Außerdem gibt’s einen Klezmer-/Chansonabend Im Trojm is der Himel mir bluer wi blu” mit Verena Guido und ihrem Ensemble (30. März), klassische Musik mit Opernarien und Duette von Mozart und Rossini” (23. April), den Kabarettauftritt vom Chef des Hauses der Springmaus, Andreas Etienne, der sein brandneues Programm Der geliftete Mann” vorstellt (4. Mai).
 
Das Sommerfestival brühlermarkt präsentiert im Kultort Rathausinnenhof” im August Auftritte zahlreicher Musik- und Kabarettgrößen. So treten neben Köbes Underground, Basta, MGV Eufonia, Maverick Country Show, Jazz-Night, Gerd Köster & Dirk Raulf und Ensemble, Rain City Rollers, Slapstickers, Central Park Band, Invisible Touch – a tribute to Phil Collins und Genesis – namhafte Kabarettisten wie Pause & Alich, Rurtaltrio und Bülent Ceylan auf.
 
Das ausführliche Programmheft sowie auch ein Flyer mit den Höhepunkten an Kindertheater-Vorstellungen liegt im brühl-info aus, wo auch ab sofort für alle genannten Veranstaltungen Karten gekauft werden können. Auswärtige Kunden können das Programmheft kostenlos unter der Rufnummer 02232/792650 bestellen.
 

 

 

Am Samstag, 21. Januar, heißt Katrin Koch 5 bis 7 Jahre alte Kinder um 10 Uhr in der Kinder- und Jugendabteilung der Brühler Stadtbücherei willkommen, um mit ihnen die Bilderbuchgeschichte Mama Muh fährt Schlitten” des Autors Sven Nordqvist zu erleben. Im Anschluss wird das Gehörte kreativ anhand einer Bastel- oder Malaktion umgesetzt. Mama Muh ist eine Kuh. Und obwohl Kühe im Winter gewöhnlich im Stall stehen, möchte Mama Muh das Schlittenfahren lernen, denn ein bisschen Spaß muss schließlich sein. Und außerdem: Was soll da schief gehen? Am Mittwoch, 1. Februar, wird es märchenhaft in der Kinder- und Jugendbücherei. Frau Dr. Willemsen entführt ihre Zuhörer in die Welt der Fantasie und erzählt ihnen ein spannendes, weniger bekanntes, Märchen. Eintrittskarten für beide Veranstaltungen können für 2 Euro pro Karte und Veranstaltung in der Erwachsenenbücherei, Carl-Schurz-Straße 24, erworben werden.
 

 

 

 

Verlagssonderveröffentlichung

Nach dem Motto Immer einen Schritt voraus” präsentieren die Geschäftsführer und Augenoptikermeister von STÖVER OPTIK EXCLUSIV, Gernot Creutz und Harald Doege, ihr neues 3-D-Videozentriersystem der Firma RODENSTOCK.
 
Das renommierte, seit über 50 Jahren existierende Optikfachgeschäft am Markt dokumentiert mit der Neuanschaffung dieses High-Tech-Terminals seine Firmenphilosophie, langjährige Handwerkskunst mit der modernsten verfügbaren Technik zu vereinen. Die Voraussetzung für den Einsatz dieses neuen Gerätes ist eine spezielle Schulung, um somit auch das Zertifikat als RODENSTOCK-IMPRESSION-Augenoptiker zu erhalten.
 
Die Bezeichnung Exclusiv” im Firmennamen beschränkt sich deshalb nicht nur auf das große Angebot von Designer-Brillenfassungen, Designer-Sonnenbrillen, hochqualitativen Gläsern und Kontaktlinsen. Sie umfasst auch die au-
 
ßergewöhnlichen Beratungs- und Service-Leistungen für den Kunden. Neben dem kostenlosen Sehtest ohne Voranmeldung werden selbstverständlich auch Verträglichkeitsgarantien auf alle Brillengläser gegeben. Darüber hinaus legt STÖVER OPTIK EXCLUSIV besonders Wert auf die permanente Fort- und Weiterbildung des gesamten Personals. Gerade der Bereich der Gleitsichtgläser stellt in diesem Zusammenhang höchste Anforderungen an das Können des Augenoptikermeisters.
 
Einzigartige Vorteile für Gleitsichtgläser
 
Das Computer unterstützte 3-D-Videozentriersystem IMPRESSIONIST vereint auf einzigartige Weise entscheidende Vorteile bei der Anpassung von Gleitsichtgläsern. Die perfekte individuelle Ausmessung von gewählter Brillenfassung, benötigten Brillengläsern und Gesichtsmerkmalen des Kunden. Der Kunde setzt einfach die gewünschte Brillenfassung auf und stellt sich frontal vor den Spiegel des Terminals. Die Verwendung von bisher üblichen Zentrierbügeln oder Messaufsätzen wird überflüssig. Zwei Kameras erstellen aus unterschiedlichen Perspektiven gleichzeitig ein Foto. Mittels Computer und modernster Software wird dieses ausgewertet und sämtliche Individualparameter des Kunden ermittelt. Zusätzlich können auch Portraitaufnahmen mit verschiedenen Brillenfassungen erstellt werden. Ideal für die Entscheidung, welche Brillenfassung dem Kunden am besten gefällt.
 
High-Tech-Kauferlebnis
 
Schon nach wenigen Minuten liegt das Messergebnis vor. Die einzigartige dreidimensionale Messung verzeiht” auch unbeabsichtigte Kopfverdrehungen. Brillen mit starker Durchbiegung und breitem Bügel können ebenfalls berücksichtigt werden. Darüberhinaus werden Daten erfasst, die bisher nicht ermittelt werden konnten. Das Ergebnis sind perfekt angepasste Gleitsichtgläser mit bestmöglichen Sehbereichen, auch Dank der Gläser-Neuentwicklung IMPRESSION“ von RODENSTOCK. Natürlich eignet sich das Messverfahren auch für die Optimierung von Einstärkengläsern.
 
Der Kunde kann gemeinsam mit dem Augenoptikmeister die Auswertung seiner eigenen Bild- und Messdaten an einem Touch-Screen-Monitor verfolgen. Somit wird der Brillenkauf zum High-Tech Kauferlebnis bei STÖVER OPTIK EXCLUSIV.
 

 

 

www.leevje-suffkrade.de.vu
 
Auf der Startseite sehen wir lustige Jecke, die beschwingt ein Kölsch trinken und somit das Vereinsmotto bildlich vorleben. Die im Februar 2002 von acht Jugendlichen aus dem Vorgebirge gegründete KG zählt derzeit 17 aktive und 19 inaktive Mitglieder. In der Galerie” finden wir über 40 Rubriken, die auf ein reges Vereinsleben schließen lassen. Es wird ausgiebig gefeiert, nicht nur an Karneval, sondern auch zu anderen Anlässen wie Halloween oder Geburtstagen, es gibt Sommerfeste und Grillparties. Aber auch sämtliche karnevalistischen Aktivitäten lassen sich im Bild nachverfolgen. So sehen wir die Vereinsmitglieder beim Kamelle sortieren”, beim Schminken” oder beim Wagenbau”. Unter Geschichte” wird ein ausführlicher, chronologischer Rückblick auf die Vereinshistorie gewährt.
 
Auch die KG Leevje-Suffkrade verleiht ihre eigenen Orden, die auch abgebildet werden und in der Vergangenheit mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Die Termine sind leider veraltet und stammen aus der Session 2004/05. Damals marschierten die Jecken unter dem Motto Egal, ob es regnet oder schneit, die KG feiert auch in der 5. Jahreszeit” als Schneemänner und -frauen verkleidet im Badorf-Eckdorfer Karnevalszug mit.
 
www.kg-nebenan.de
 
Eine klar strukturierte Seite mit allen Informationen rund um die KG Nebenan, die sich in der gleichnamigen Gaststätte auf der Liblarer Straße trifft. Vor elf Jahren wurde die KG ins Leben gerufen. Schon nach kurzer Zeit war sie fest im Brühler Karneval verankert. 1996 stellte sie das Kinderprinzenpaar, in der Session 2000/01 das Brühler Dreigestirn.
 
Auch in dieser Session können sich die Karnevalisten zahlreiche Veranstaltungstermine der KG Nebenan vormerken. Am 29. Januar gibt’s einen Mädchenfrühschoppen”, am 12. Februar einen Musikalischen Frühschoppen” und am Rosenmontag die Verleihung des Doktortitels Humoris Causa”, mit dem seit fünf Jahren bemerkenswerte Karnevalisten” geehrt werden. Von diesen und vielen anderen Veranstaltungen, Festen oder Vereinstouren gibt es nett anzuschauende Bildergalerien, die auch als Diashow angeklickt werden können. Der komplette Vorstand inklusive erweitertem Vorstand ist in einer eigenen Rubrik im Bild zu bewundern. Ebenso die alten und aktuellen Sessionsorden. In diesem Jahr lautet das Motto: Drink e Kölsch mit Nebenan, weil mer 11 Jähriges hann”.
 

 

 

Die Bundesfinanzakademie in Brühl zeigt vom 8. Februar bis 17. März die Ausstellung Am Meer” von György Asvány aus Mechernich. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 19 Uhr in der Rotunde der Akademie zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, dem 7. Februar, um 19.30 Uhr. In das Werk des Künstlers führt der Bonner Schriftsteller Ulrich Bergmann ein.
 
Asvány nutzt den ganzen Raum der Möglichkeiten zwischen dem naturnah gesehenen Malgegenstand und der bloßen Form der Dinge aus. Es gibt aber eine übergeordnete Formensprache. Seine Bilder wie Meerestiefen” sind ziemlich abstrakt gemalt, oft genug aber auch erkennbar real wirkend. Die Dinge, die hinter den Formen stecken, verweisen auf das gereiste und ungereiste Leben, auf (versunkene) Erinnerungen und (ungehobene) Sehnsüchte. Der Hafen ist Geburtsort für Aufbrüche. Asványs Bilder sind Inszenierungen von Kopfvorstellungen – und dies ausgerechnet im Gewand des Stilllebens! Nicht Menschen in ihrer äußeren Gestalt werden gemalt, sondern die Psychologie des Einzelnen und unserer Zeit liegt in der gespannten Ruhe der Ding-Bilder, der Ding-Landschaften. Die manchmal utopisch erscheinende Form-Harmonie in diesen Stillleben geht einher mit der dramatisch inszenierten Seele, die hinter den Formen steht.
 

 

 

Schloss Augustusburg von seiner schönsten Seite
 
Hans J. Rothkamp, 1950 in Brühl geboren, Ehrenkurator und Ritter in einer Ritterschaft, ist ein profunder Kenner der Geschichte seiner Heimatstadt. Kürzlich hat er einen historischen Bildband über das Schloss, seinen Park und die Stadt Brühl veröffentlicht. Das Buch Schloss Augustusburg und Park” ist in der Reihe Archivbilder” erschienen. Das Buch ist ein Muss für alle, die sich mit Schloss Augustusburg verbunden fühlen.
 
Im Zentrum der Stadt gelegen bestimmt das Schloss Augustusburg samt seinem Park seit mehr als 250 Jahren das Brühler Stadtbild und ist aus dem Alltag der Stadt nicht wegzudenken. Auf 128 reich illustrierten Seiten dokumentiert Hans Rothkamp die Geschichte des Schlosses und der Residenz mit 128 weitgehend unveröffentlichten historischen Bildern und Fotos aus seiner umfassenden Privatsammlung. Clemens August, Erzbischof und Kurfürst sowie Bauherr und Namensgeber des Schlosses, folgten Napoleon und die deutschen Kaiser als Schlossherren. Der Leser betrachtet nicht nur die gekrönten Häupter, prachtvollen Säle und malerischen Gartenanlagen der Augustusburg, sondern auch Aufnahmen, die das Schloss als Ausflugsziel, Ort von Hochzeiten, Schützenfesten und Sonntagsausflügen zeigen. Kapitel über das Belvedere und die Schlosskirche sowie die Verbindungen zwischen Stadt und Schloss unterstreichen die Bedeutung der Augustusburg für die Geschichte Brühls. Der Bildband ist damit ein Album nicht nur der Schloss-, sondern auch der Alltagsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte, das zum Neu- und Wiederentdecken einlädt.
 
Königlicher Besuch
 
Auf zahlreichen historischen Fotos und Ansichtskarten durchstreift der Leser das Schloss sowie die dazugehörigen Gartenanlagen. Weltbekanntes Prachtstück der Anlage ist das von Balthasar Neumann gestaltete Treppenhaus des Schlosses. Ein Kupferstich N. Mettleys zeigt die Südfassade und die Parkanlage in ihrer ursprünglichen Form. Napoleon war vom Schloss Augustusburg so begeistert, dass er es am liebsten auf Rädern mitgenommen hätte, – und auch die deutschen Kaiser ließen es sich nicht nehmen, auf Reisen hier zu residieren. Knapp 12.000 Kinder begrüßten Wilhelm I. 1877 auf der Brühler Kaiserstraße. Für ihn wurde eigens in Kierberg ein Kaiserbahnhof gebaut. Ansichtskarten aus dieser Epoche zeigen die Gemächer der Kaiserin, das Arbeitszimmer oder den prächtigen Rittersaal. Im Zweiten Weltkrieg beschädigte eine Bombe den Nordflügel des Schlosses. Unter den vielen Staatsempfängen nach 1945 auf Schloss Augustusburg sind die Besuche der englischen Königin Elisabeth II. in den Jahren 1965 und 1978 bis heute unvergessen.
 
Reparatur der Schlossuhr
 
Schon seit Jahrzehnten nutzen die Brühler ihr Schloss als Veranstaltungsort und Ausflugsziel: Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft posierte 1965 ebenso wie die Karnevalsgesellschaften Rot-Weiß sowie Treue Husaren in den Siebzigerjahren im Schlosspark für ein Gruppenfoto. Im klirrend kalten Winter 1928/29 lockten bizarre Eis- und Schneeformationen Besucher; außerdem sieht der Leser Schnappschüsse von Kahnpartien, von Rendezvous im romantischen Schlossgarten oder von einem Klassentreffen 1955 im Schlosscafé.
 
All das hat Hans J. Rothkamp zusammengetragen. Neben seiner Tätigkeit als Technischer Angestellter und freier Journalist sammelt der gelernte Uhrmacher und Augenoptiker regionalhistorische Dokumente und Ausstellungsstücke und konnte ein umfassendes privates Archiv aufbauen. Mit zahlreichen Artikeln, Ausstellungen und Buchbeiträgen zu heimatkundlichen Themen machte er sich einen Namen, ebenso durch die Reparatur der Schlossuhr des Brühler Schlosses. Das Buch ist im Sutton Verlag (ISBN 3-89702-926-X) erschienen und ist im Buchhandel für 17,90 Euro erhältlich.
 

 

 

Prozess verloren, Brodüffel ausgeschlossen
 
Heinz Schmitz (Bild oben) ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Mit einer Reihe von Ärgernissen musste sich der Vorsitzende der Bürgervereinigung Brühl (BVB) in den letzten Wochen herumschlagen.
 
Zum einen verdarb ihm der verlorene Prozess gegen den Brühler Steinmetz Hans-Jörg Blondiau die Laune, zum anderen ärgerten ihn die Alleingänge seines Parteifreundes Hans Peter Brodüffel. Schließlich kam er nach Beratungen innerhalb seiner Fraktion zu der Erkenntnis: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.” Die Folge: der Rauswurf von Brodüffel aus der Fraktion.
 
Was war passiert? Schuld an allem war in erster Linie das umstrittene Projekt der Giesler-Galerie. Im Wahlkampf 2004 hatte sich die damalige dreiköpfige BVB-Fraktion und insbesondere deren Vorsitzender Heinz Schmitz gegen die damals auf dem Tisch liegenden Pläne ausgesprochen. Wir waren nicht gegen ein Einkaufszentrum, ganz im Gegenteil”, betont Schmitz. Wir waren aber gegen die konkreten Pläne.” Dieser im Wahlkampf propagierten Linie habe auch Brodüffel zugestimmt.
 
Dann kam die Wahl, die der BVB ein tolles Ergebnis und die Verdoppelung ihrer Sitze im Rat von drei auf sechs bescherte. Als später im Rat die Abstimmung über die Giesler-Galerie angestanden habe, hätten Hans Peter Brodüffel und Hildegard Kiehnel überraschend angekündigt, für das Projekt votieren zu wollen. Für Heinz Schmitz ein Affront. Da fielen sie uns in den Rücken. Ich habe dann den Kompromiss angeboten, dass sich alle BVB-Ratsmitglieder der Stimme enthalten sollen. Von unseren sechs Ratsmitgliedern waren zwei für die Giesler-Galerie, zwei unentschieden, und Paul Müller und ich waren dagegen.”
 
Der Kompromiss kam nicht zustande, aus dem Lager der BVB gab es zwei Ja-Stimmen zum Bauprojekt und vier Enthaltungen. Danach war das Vertrauensverhältnis angeknackst”, gesteht Heinz Schmitz. Der Meinungsumschwung der BVB erboste wiederum den Brühler Unternehmer Hans-Jörg Blondiau derart, dass er einen gepfefferten Leserbrief verfasste, der in vielen Zeitungen abgedruckt wurde. Darin warf er der BVB Wahlbetrug ersten Ranges” vor, der nur mit geistiger Umnachtung” zu erklären sei. Sein Resümee: In der Fußballwelt säße jetzt die komplette BVB-Fraktion wegen Spielbetrugs in Untersuchungshaft.”
 
Das wollten Heinz Schmitz und seine Fraktionskollegen nicht auf sich sitzen lassen. Sie fühlten sich zutiefst beleidigt und verklagten Blondiau. Alle sechs BVB-Ratsmitglieder unterschrieben die Klage, auch Brodüffel. Nach seinem Ausschluss aus der Fraktion bezeichnete Brodüffel die gesetzliche Auseinandersetzung mit Blondiau als politischen Supergau”.
 
Ja, wenn er Bedenken gehabt hat, hätte er sie uns mitteilen sollen. Vielleicht hätten wir es uns dann anders überlegt. Er hat die Klage aber kommentarlos unterschrieben”, wundert sich Schmitz. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass die Äußerungen im Leserbrief zu weit gingen. Die Richterin hat ja auch bestätigt, dass sie sehr scharf waren. Aber man muss auch verlieren können. Jetzt heißt es: Mund abputzen und weiter arbeiten.”
 
Zwar habe die BVB noch bis zum 24. Januar die Möglichkeit, in die Berufung zu gehen, und eine Entscheidung sei auch noch nicht gefallen. Doch die Tendenz gehe dahin, das Urteil zu akzeptieren, so Schmitz. Inakzeptabel waren dagegen für ihn weitere Differenzen im politischen Alltagsgeschäft mit Brodüffel, die nun zu dessen Ausschluss aus der Fraktion führten.
 
Welche Meinung vertritt die BVB?
 
Und Hans-Jörg Blondiau? Der ist erleichtert, dass das Gericht seine drastischen Worte nicht als persönliche Beleidigung gewertet habe. So waren sie ja auch nicht gemeint.” Inhaltlich jedoch bleibe er bei der Meinung, dass es sich bei dem Verhalten der BVB um Wahlbetrug gehandelt habe. Allerdings fragt sich der Steinmetz jetzt: Wenn laut Herrn Schmitz die Befürworter der Giesler-Galerie nicht mehr der BVB-Fraktion angehören, welche Meinung vertritt die BVB dann jetzt in der Frage? Ist sie dafür oder dagegen?“
 
Jetzt wartet Hans-Jörg Blondiau noch die Einspruchsfrist ab, dann müssen ihm die BVB-Ratsmitglieder seine Anwaltskosten ersetzen. Und die sind nicht gerade unerheblich. Denn eine Verhandlung vor dem Landgericht Köln kann richtig teuer werden, da sich die Gerichtskosten nach dem Streitwert richten. Den bezifferte die Richterin auf immerhin 36.000 Euro.
 
Tobias Gonscherowski
 

 

 

Mit diesem Spruch ist die Bürgervereinigung Brühl, kurz BVB, nicht erst seit dem letzten Wahlkampf bekannt. Ob nun der Slogan oder der Vereinsname in Zukunft noch glaubhaft propagiert werden kann, bleibt fraglich. Die BVB will sich eben nicht mit jedem Brühler Bürger vereinigen, besonders nicht mit öffentlichen Kritikern wie Hans-Jörg Blondiau. Auch reicht es für den politischen Verein scheinbar nicht, seinen Zoff in Brühl auszutragen. Das Rüstzeug eines jedes Politikers, nämlich Vernunft orientierte Streitkultur, wurde ignoriert. Stattdessen schraubte die BVB den Streitwert für mutmaßlich beleidigende Kritik in die Höhe und zog vors Landgericht nach Köln.
 
Inwieweit bei den tief verletzten BVB-Ratsmitgliedern Demokratieverständnis, Recht auf freie Meinungsäußerung oder ganz einfach gesunder Menschenverstand vor der Klageeinreichung eine Rolle gespielt haben, bleibt bis heute unbeantwortet. Alle sechs Ratsmitglieder der BVB haben die Klage schließlich unterschrieben und ließen sich siegessicher von der Brühler Anwaltskanzlei Andryk im Rechtsstreit vertreten. Der Versuch, mit dem frechen Bürger Blondiau in Köln mal kräftig Schlitten zu fahren“ ging für Kläger mitsamt Anwaltskanzlei kräftig in die Hose.
 
Stattdessen wurde eine Medien-Lawine ungeahnten Ausmaßes losgetreten, die die zart besaiteten BVB-Truppe unter sich begrub und wohl auch in die Spaltung trieb. Es stellt sich abschließend die Frage, wer nun seitens der BVB die streitwertabhängig-hohen Gerichtskosten zahlen muss. Den Betrag in Höhe von mehreren Tausend Euro hätte die BVB sicherlich sinnvoller zum Nutzen Brühls einsetzen können. Ob das alles nötig war, wird der Brühler Bürger bei der nächsten Wahl entscheiden.
 
Alexander Gonscherowski
 

 

 

Verlagssonderveröffentlichung

Lido-Stars verzaubern bei Fantissima Dinner-Show“
 
Spot an für Fantissima! Für eine Zeitreise zurück zu den Oldies, dem Swing und dem Rock'n'Roll. Während dreieinhalb Stunden erlebt man hier das unvergleichliche Zusammenspiel von großer Show und meisterhaft komponiertem Gourmet-Menü in einem einzigartig stilvollen Ambiente! Herausragendes Entertainment! Ein neuer Maßstab in der Abendunterhaltung!
 
Seien Sie Teil der ganz besonderen Fantissima-Atmosphäre!“, so einladend kann eine Begrüßung sein. Conférencier Riccardo Mancini ermuntert die Gäste ein zu tauchen, sich fallen zu lassen, zu genießen. Und man kann ihm vertrauen. Er ist Gentleman durch und durch. Wenn er mit der grazilen Sängerin Anastasiya Dancing cheek to cheek“ anstimmt und das dann auch noch in die Tat umsetzt, dann summt es so mancher gedanklich mit: I’m in Heaven!“ Umso mehr, wenn Gourmet-Koch Torsten Hoffmeister das Publikum mit derartig kulinarischen Hochgenüssen verwöhnt. An alle Gaumenfreuden und Finessen hat er gedacht, bietet zusätzlich korrespondierende Weine und edle Brände. Die Gäste lassen sich’s auf der Zunge zergehen. Sie genießen. Sie staunen bei den artistischen Meisterleistungen des Duo Credo, das sie die Leichtigkeit des Seins lehrt. Sie sind gerührt von der schwebenden Liebesgeschichte von Diana und Yury, amüsieren sich prächtig bei den waghalsigen Sprüngen der Trampo-Brothers.
 
Auftritt Patrick Lemoine! Ein Weltklasse-Jongleur mit Lido-Erfahrung und Schalk im Nacken! Er wirbelt Bälle, Tücher und Schachteln durch die Luft und findet doch noch Atem für Selbstironie und flotte Sprüche. Wenn dann noch die Petticoats des JB-Balletts zu den Klängen der Live-Band wirbeln, dann vibriert die Luft.
 
Wer anders als ein wahrer Meister seiner Zunft könnte dann das große Fantissima-Finale einleiten: Marko Karvo! Ausgezeichnet mit dem Mandrake d’Or, der höchsten Auszeichnung der französischen Akademie, lässt er Tauben, Sittiche und sogar einen Ara im Nichts verschwinden bzw. zaubert sie aus demselben hervor.
 
Fantissima – das ist stilvolle Abendunterhaltung! Eine gelungene Kombination von Dinner-Genüssen und großer Show. Von einzigartiger Atmosphäre und wahr gewordenen Träumen.
 
Tickets sind über die Tickethotline 02232 – 36600 sowie im Internet über www.fantissima.de erhältlich.
 


5 x 2 Karten zu gewinnen!
 
Stehende Ovationen für das Fantissima-Ensemble: Die Stars aus dem Pariser Lido, dem Palais de l’Elysées und aus Monte Carlo rufen allabendliche Begeisterungsstürme hervor! Teilen Sie die Begeisterung! Erleben Sie Fantissima!
 
Wir verlosen 5 x 2 Billetts. Beantworten Sie einfach folgende Frage:
 
Wie heißt der Gourmet-Koch der Dinner-Show Fantissima?
 
Bitte schicken Sie Ihre Antwort an den Brühler Bilderbogen Stichwort: Fantissima, Am Rheindorfer Bach 3, 50321 Brühl
 
oder per e-mail unter dem Stichwort an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

 

 

5 x 2 Karten zu gewinnen!
 
Stehende Ovationen für das Fantissima-Ensemble: Die Stars aus dem Pariser Lido, dem Palais de l’Elysées und aus Monte Carlo rufen allabendliche Begeisterungsstürme hervor! Teilen Sie die Begeisterung! Erleben Sie Fantissima!
 
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Wie heißt der Gourmet-Koch der Dinner-Show Fantissima?
 
Bitte schicken Sie Ihre Antwort an den Brühler Bilderbogen Stichwort: Fantissima, Am Rheindorfer Bach 3, 50321 Brühl
 
oder per e-mail unter dem Stichwort an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

 

 

Die neue Serie, die der Kunsthistoriker Dr. Jürgen Pech für den Brühler Bilderbogen” verfasst, verwebt die Lebensstationen des Künstlers mit verschiedenen Ereignissen der Zeit. Das Kaleidoskop aus Bildern, Dokumenten, Zitaten und Texten breitet biographische Fakten vor einem zeitgeschichtlichen Hintergrund aus: Geschichte und Geschichten bilden so die Pole der aktuellen Folgen im Brühler Bilderbogen”.
 
Max Ernst wird am 2. April 1891 um 9.45 Uhr in Brühl bei Köln in der Schloßstraße 21 als Sohn des Taubstummenlehrers Philipp Ernst und seiner Frau Luise (geb. Kopp) geboren. Das Ehepaar hat neun Kinder, von denen zwei kurz nach der Geburt sterben und ein weiteres nur sechs Jahre alt wird. Er ist der älteste Sohn, dessen Lieblingsschwester die jüngste Tochter ist, das 1906 geborene Nesthäkchen Loni. Die Jugend- und Schulzeit verbringt Max Ernst in Brühl. Er besucht dort ab 1897 die Übungsschule des Brühler Lehrerseminars und ab 1900 das städtische Gymnasium. Schon sehr früh erhält er Malunterricht durch seinen Vater, der in seiner Freizeit als Autodidakt zeichnet und malt. Es ist die wilhelminische Ära in Deutschland. 1888 besteigt Wilhelm II. den Thron und wird bis kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges der letzte deutsche Kaiser sein. Mit dem 1875 errichteten Kaiserbahnhof in Brühl-Kierberg hat sich diese Epoche bereits unter seinem Vorgänger Wilhelm I. in der Geburtsstadt von Max Ernst verewigt.
 
Max Ernst und seine Zeitgenossen
 
Es ist aber auch die Zeit, in der die Künstler der Klassischen Moderne und viele Freunde von Max Ernst geboren werden: vor ihm 1886 der befreundete Künstler Hans Arp, 1887 die Dadaisten Marcel Duchamp und Kurt Schwitters, 1890 der Freund, Fotograf und Künstler Man Ray; nach ihm 1895 der ebenfalls eng befreundete französische Dichter Paul Eluard, 1896 André Breton, der mit 28 Jahren das Manifest des Surrealismus schreibt, 1898 der belgische Surrealist René Magritte, 1900 der Maler Yves Tanguy und der Dichter René Crevel, 1901 der Bildhauer Alberto Giacometti, 1902 der deutsche Surrealist Hans Bellmer und schließlich – 13 Jahre jünger – Salvador Dali. 1900, zur Jahrhundertwende, veröffentlicht Sigmund Freud sein epochales Werk Die Traumdeutung”, das nicht nur der heranwachsenden Surrealisten-Generation einen neuen Blick auf die Möglichkeiten der Phantasie, sondern auch auf die Vielschichtigkeit der Realität ermöglicht. Knapp zwanzig Jahre älter als diese Publikation und über ein Jahrzehnt vor Max Ernst werden zwei völlig unterschiedliche Heroen der Klassischen Moderne geboren: 1881 der Spanier Pablo Picasso und 1879 der Schweizer Paul Klee.
 
Das Horoskop von Max Ernst, das als Grundlage für Charakter- und Schicksalsdeutungen genutzt werden kann, erscheint 51 Jahre später im amerikanischen Exil in einer dem Künstler gewidmeten Sondernummer der New Yorker Zeitschrift View”. Neben Beiträgen von langjährigen, aber auch von neuen Freunden, Künstlern und Poeten enthält die Ausgabe den Text Einiges aus Max Ernsts Jugend, von ihm selbst erzählt”, in dem er sich als junger Mann, der ein Magier werden und den Mythos seiner Zeit finden wollte” charakterisiert. Hin und wieder befragte er den Adler, der das Ei seiner vorgeburtlichen Existenz gehütet hatte. Die Ratschläge des Vogels kann man in seinem Werk wiederfinden.”
 
Dr. Jürgen Pech
 

 

 

Verlagssonderveröffentlichung

Stahl- und Feinstahlbau · Tradition in Stahl
 
Drei Generationen, drei Standorte, aber immer eine Devise: Da anfangen, wo andere aufhören. Auf diese Weise hat das Unternehmen Lublinsky Stahl- und Feinstahlbau seit über 80 Jahren Erfolg.
 
Gegründet wurde der traditionsreiche Handwerksbetrieb im Jahr 1925 von Josef Lublinsky, dem Großvater des heutigen Eigentümers Rolf Lublinsky, in Köln. Der Stadtteil Ehrenfeld wurde der erste Standort, für genau zwanzig Jahre. Zerbombt in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, folgte nach Kriegsende der rasche Wiederaufbau – allerdings an einem neuen Platz.
 
Standort Brühl
 
Auf Brühl fiel die Wahl, und bis zum Jahre 1970 reichten die Räumlichkeiten im Zentrum der Stadt. Dann der erneute Umzug, diesmal ins Gewerbegebiet Brühl-Ost. Stahlbau Lublinsky war einer der ersten Betriebe, der in der Engeldorfer Straße 19 sich ansiedelte.
 
Auf über 4.000 Quadratmetern können an modernsten Maschinen sämtliche Metallarbeiten ausgeführt werden: Sägen und bohren, walzen und schweißen, für jedes Problem weiß Rolf Lublinsky, dessen Unternehmen auch schweißtechnischer Betrieb nach DIN 18800“ ist, eine Lösung. Und genau darin liegt auch seiner Meinung nach die besondere Stärke:
 
Wir fangen da an, wo andere aufhören und genügen dabei höchsten Qualitätsansprüchen.“ Lösungen rund um Stahl und Edelstahl, die in enger Absprache mit dem Kunden entwickelt und von Meisterhand umgesetzt werden, sind das Alltagsgeschäft des Brühler Unternehmens. Dazu gehört unter anderem die Produktion von Brüstungsgeländern, Balkonanlagen, Treppengeländern, Treppenanlagen, Fassadenbau und Wintergärten. In der großen Werkshalle sorgt ein flurgesteuerter Kran für Lasten bis zu fünf Tonnen dafür, dass die vielen vorrätigen Materialien schnell und flexibel zum Einsatz kommen.
 
Der Ausbildungsbetrieb Lublinsky
 
Apropos Meisterhand: Von Anbeginn an wurde bei Lublinsky ausgebildet. Wer früher als Schlosser in die Lehre ging, trägt heute die ausführliche Betitelung Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik“. Weit über einhundert Auszubildende, schätzt Rolf Lublinsky, haben im Laufe der Jahrzehnte mit Erfolg ihren Berufseinstieg absolviert. Und viele dieser Auszubildenden sind später in leitenden Positionen tätig gewesen“, verweist er nicht ohne Stolz auf die qualifizierte Aufbauarbeit“ in seinem Hause. Ebenfalls stolz ist Rolf Lublinsky darauf, dass bald die vierte Generation in das Unternehmen eintreten wird. Sohn Bastian, der sich zurzeit in qualifizierter Ausbildung befindet, soll den traditionellen Handwerksbetrieb weiter erfolgreich leiten.
 
In New York
 
Die Qualität und Leistungen der Firma Lublinsky haben sich auch im weiten Umkreis rund um Brühl, sogar bis nach New York herumgesprochen. Wer demnächst in New York den Top of the Rock“, die weltberühmten, am 1. November 2005 nach 20 Jahren wieder eröffneten Aussichtsplattformen des Rockefeller Centers besucht, sollte genauer hinsehen, denn dort findet man auch die Handschrift von Künstlern und Handwerkern aus Brühl. In Zusammenarbeit mit den Wesselinger Nagel Hammers Studios“ des Künstlers Michael Hammers entstanden zwei außergewöhnliche Swarovski-Projekte, an denen die Firma Lublinsky in nur dreimonatiger Vorbereitungs- und Arbeitszeit wichtige Teile produzierte.
 

 
Handwerk, Internet und Marketing
 
Lublinsky-Kunden sind Industrie- und Gewerbebetriebe, Architekten, Immobilienverwaltungen und Privatpersonen, die vom langjährigen Know-How im Bereich Stahl- und Metallbau profitieren.Mundpropaganda ist und bleibt für Lublinsky das erfolgreichste Marketinginstrument, obwohl vor kurzem eine eigene Internet & Marketing Agentur in Brühl gegründet wurde. Geschäftsführer der lubimedia Internet & Marketing ist Sohn Daniel Lublinsky. Von ihm und seinen Mitarbeitern werden die Kunden in allen Internet- und Marketingaktivitäten kompetent analysiert und beraten. Dabei wird das gesamte Spektrum erstklassiger Lösungen aus einer Hand abgedeckt und die Möglichkeiten der Marketing- und Internetwelt verknüpft. Von der Planung und Entwicklung, über die Konzeption und Gestaltung bis zur Produktion und Durchführung der geplanten Maßnahmen werden die Kunden der lubimedia begleitet.
 
Die Hand-in Hand-Werker GmbH“
 
Eine ganz besondere Art, um neue Kundenbeziehungen aufzubauen, bietet Rolf Lublinskys Die Hand-in-Hand-Werker GmbH“, in der er Mitglied der Geschäftsführung ist. Das Unternehmen ist ein Zusammenschluss leistungsfähiger Meisterbetriebe des gesamten Bauhandwerks, um einen aufeinander abgestimmten und termingerechten Ablauf der Baumaßnahmen (auch komplette Altbausanierung) vom Keller bis zum Dach zu erreichen. Angebot, Organisation, Terminabstimmung und -überwachung erfolgen dabei von einer Stelle aus, gut koordiniert und leistungsgerecht, wobei sämtliche Unternehmer, gestandene Handwerker allesamt, die Verantwortung für ihre eigenen Leistungen tragen.
 
Handwerk und Kunst
 
In der Engeldorfer Straße werden für die vielfältigsten Bereiche kreative Lösungen gesucht und gefunden. Egal ob im Kleinen oder im ganz Großen. Und immer mischt, neben solidem Handwerk, auch die Kunst mit.
 
Für den Künstler Mauro Staccioli fertigte Lublinsky eine Skulptur aus reinem Stahl, ein gleichseitiges Dreieck von sieben Metern Kantenlänge und sieben Tonnen schwer. Ein Job, der dem Traditionshaus auf Grund seiner hohen Arbeitsqualität zukam. Zu bewundern ist es im Kölner Skulpturenpark im Schatten der Zoobrücke, wo es gleichsam aus dem Boden zu wachsen scheint, lässig an einem Baum gelehnt. Auch auf der Euroga 2002, der Renaissance der Gartenkunst“ gewidmet, ist kunstvoller Stahlbau von Lublinsky zu sehen. In den historischen Parkanlagen in Krefeld wurde eine Brücke nach alten Plänen rekonstruiert. Und gewiss ist, dass auch diese Arbeit über Jahrzehnte dem Menschen nützt und auch ein optisches Meisterwerk darstellt – wie so vieles, was in über 80 Jahren die Werkstore von Lublinsky Stahl- und Feinstahlbau verlassen hat.
 
Weitere Informationen über Lublinsky Stahl- und Feinstahlbau erhalten Sie unter www.lublinsky.de oder unter der Telefon-Nummer 0 22 32 / 4 23 96.
 

 

 

(tg) Katharina Nettekoven stammt aus einer alteingesessenen Brühler Familie. Ihre Eltern betrieben in der Uhlstraße in zweiter Generation bis 1996 ein Käsefachgeschäft. Sie wurde 1964 in Brühl geboren, wuchs in der Schlossstadt auf, besuchte das St.-Ursula-Gymnasium und bestand 1984 die Abiturprüfung. Anschließend absolvierte sie eine Lehre zur Speditionskauffrau bei der bekannten Spedition Hasenkamp in Köln, einem in Europa führenden Unternehmen, das sich u.a. auf Kunsttransporte spezialisiert hat. Sie blieb der Spedition bis 2001 treu.
 
Dann nahm Katharina Nettekoven in Düsseldorf eine neue Herausforderung an. Seither arbeitet sie in der Kunstsammlung NRW in der Registra und ist als Abteilungsleiterin für eine Vielzahl wichtiger Aufgabengebiete verantwortlich. Dazu gehören die Erstellung der Ausstellungsbudgets, die Transportabwicklung sowie die Versicherung der Kunstwerke. Wir haben etwa neun Ausstellungen pro Jahr”, berichtet Katharina Nettekoven. Augenblicklich läuft noch bis zum 26. Februar eine Henri-Matisse-Ausstellung, zu der rund 250.000 Besucher im Museum am Grabbeplatz erwartet werden.
 
Um so eine bedeutende Ausstellung auf die Beine zu stellen, bedarf es akribischer Vorarbeiten. Der Kurator stellt eine Liste mit den Kunstwerken aus anderen Museen oder von Sammlern auf, die in einer neuen Ausstellung gezeigt werden sollen. Katharina Nettekoven nimmt dann Kontakt zu den Besitzern auf und managt alle Details, die zu klären sind, bis das Kunstwerk in Düsseldorf eintrifft und später auch die Rücksendung. Eine Reihe von Fragen sind zu klären, ehe ein oftmals mit vielen Millionen Euros taxiertes Kunstwerk aus Übersee auf Reisen geht. Das Werk muss versichert, fachgerecht in Klimakisten verpackt sein, sicher bewacht und pfleglich behandelt werden. Wenn die Kunstsammlung ein Gemälde verleiht, muss sich Katharina Nettekoven davon überzeugen, dass das anfragende Museum alle Standards in Sachen Sicherheit, klimatischen Bedingungen u.a. erfüllt.
 
Katharina Nettekoven lebt nach wie vor gerne in Brühl und pendelt täglich nach Düsseldorf. Sie ist liiert mit dem Bildhauer Andreas Sansoni und interessiert sich auch in ihrer Freizeit für Kunst, vor allem für die zeitgenössische Kunst von Siegmar Polke oder Gerhard Richter.


Ich lebe in Brühl seit ....
 
seit 1964. Meine Großeltern und Eltern hatten ein kleines Milch- und Käsefachgeschäft in der Uhlstraße.

Am besten gefällt mir an Brühl, ....
 
dass es jetzt ein wirkliches” Museum gibt.

In Brühl vermisse ich, ....
 
die kleinen Fachgeschäfte in der Fußgängerzone. Ich fürchte, die wird uns leider auch die Giesler Galerie nicht zurückbringen.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
 
der Schlosspark

Wenn ich in Brühl ausgehe, zieht es mich ins ....
 
eher in Restaurants wie Dadamax” oder Pippo” am Stern, als in Kneipen.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
 
überhaupt nicht.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
 
dass sie in der Lage ist, ihre Stadt konkurrenzfähig und lebenswert zu machen. Dazu gehört die Entwicklung von neuen Perspektiven für Wirtschaft, Finanzen, Soziales, Umwelt und Kultur. In der Kulturpollitik ist Brühl mit dem Max Ernst Museum ein großer Wurf gelungen. Leider lässt der Entwurf für die Giesler- Galerie zu wünschen übrig. Diese 0815-Billiglösungs-Einkaufszentren mit den Geiz ist geil”-Mentalitätsgeschäften findet man doch an jeder Ecke.

Meine Einstellung zur Kirche ist ....
 
eher skeptisch, obwohl mich das Spektakel zum Weltjugendtag sehr beeindruckt hat. Nur weiß ich nicht, ob es sich dabei um eine wirkliche Rückkehr zu kirchlichen Moralvorstellungen gehandelt hat, sondern eher etwas mit dem durch die Medien generierten Superstar”-Syndrom zu tun hatte.

An den tollen Tagen findet man mich ....
 
möglichst nicht im Rheinland.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
 
schöne alte Stadt mit wunderbarem Park, netten Leuten und guten Ausgehmöglichkeiten

Am besten abschalten kann ich bei ....
 
beim Sport, beim Lesen und im Strandkorb an der Ostsee

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich darüber, ....
 
die neue Parkplatzsituation der Anwohner der Uhlstraße vor dem Giesler-Gelände und für die Pendler am Brühler Bahnhof. Die Anwohner der Uhlstraße haben neuerdings keine Möglichkeit mehr, ihr Auto in Wohnungsnähe zu parken, da durch Neubeschilderungen jetzt nur zwei Stunden parken erlaubt ist.

Mein letzter Kinofilm war ....
 
Pride and Prejudice” nach Jane Austen.

Mein letztes Buch war ....
 
Deutschlandreise” von Roger Willemsen und Der Schatten des Windes” von Carlos Ruiz Zafon.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich ....
 
nicht die Bohne.

 

Das Stromgeschäft ist aufwändiger geworden” In der Dezember-Ausgabe des Brühler Bilderbogen haben wir von den Anfängen der Stromversorgung in Brühl berichtet und die Entwicklung dieses bedeutenden Geschäftszweiges der Brühler Stadtwerke bis in die sechziger Jahre beschrieben. Mit der sukzessiven Erweiterung des Stromnetzes wurde in den siebziger Jahren die Errichtung neuer Transformatorenstationen notwendig, um unerwünschte Spannungsabsenkungen im Niederspannungsnetz zu verhindern. Gab es 1969 noch 64 Trafostationen, so stieg die Zahl bis 1987 auf 138. Im Jahr 2004 waren es 189.
 
Die Stadtwerke Brühl, die seit dem Beginn der Stromversorgung das Niederspannungsnetz in Brühl betrieben, waren bereits Anfang der siebziger Jahre daran interessiert, auch das bis dahin von der RWE unterhaltene Mittelspannungsnetz zu übernehmen. Es dauerte jedoch bis 1985, bis eine Einigung erzielt werden konnte. Der am 22. März 1985 mit der RWE ausgehandelte neue Vertrag sah den Kauf der Mittelspannungsanlagen zum Preis von 15 Millionen DM durch die Stadtwerke vor. Gleichzeitig wurde ein Strombezugsvertrag von einer Dauer bis zu 20 Jahren abgeschlossen.
 
Zum 1. Januar 1986 hatten die Stadtwerke Brühl damit auch die Mittelspannungsversorgung übernommen, auf diese Weise 20 neue Sondervertragskunden gewonnen und eine Mehrabgabe pro Jahr von zunächst 51 Millionen kWh erzielt. Die Mittelspannungsanlagen bestanden im wesentlichen aus 102 km Mittelspannungskabel,
 
den mittelspannungsseitigen Einrichtungen in 134 Ortsnetz- und 20 Sonderabnehmerstationen sowie 174 Ortsnetztrafos 11 kV sowie 11 Schaltwagenzellen in der Übernahmeanlage Vochem. In Brühl-Schwadorf wurde ein neues Schalthaus mit einer 12-feldrigen 11-kV-Schaltanlage gebaut.
 
Die beiden Umspannwerke in Vochem und Schwadorf versorgen ganz Brühl mit Strom, wobei auf die Vochemer Anlage zwei Drittel und auf die Schwadorfer ein Drittel entfallen. In den achtziger Jahren wurde auch das Konzept der Gegenstationen entwickelt, die dann nach und nach errichtet wurden. So entstanden drei neue Gegenstationen, die über das Stadtgebiet verteilt wurden und eine höhere Versorgungssicherheit garantieren und andere Stationen entlasten.
 
Das Stromnetz in Brühl ist heute auf dem neuesten Stand. Es gibt keine Freileitungen mehr sondern nur noch Erdkabel. Die Versorgungssicherheit ist äußerst hoch. Im Jahr 2004 gab es gerade einmal sechs 11-kV-Störfälle, von denen vier von Unternehmen verursacht wurden. Die Ausfallzeit betrug lediglich 40 Minuten. Gefahr droht in der Regel nur dann, wenn bei Tiefbauarbeiten nicht sachgemäß vorgegangen wird und Kabel beschädigt werden.
 
Hohe Investitionen
 
Jedes Jahr investieren die Stadtwerke Brühl hohe Summen in die Modernisierung und Instandhaltung der Anlagen. Die Schaltanlage der Stadtwerke in Vochem wurde vor zwei Jahren komplett erneuert, das Investitionsvolumen betrug alleine dafür zwei Millionen Euro. In absehbarer Zeit soll auch die Schaltanlage in Schwadorf auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.
 
Den Strom beziehen die Stadtwerke Brühl inzwischen von verschiedenen Lieferanten und aus verschiedenen Quellen – darunter auch aus dem eigenen kleinen Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. So hat der Gesetzgeber vorgegeben, dass 10 Prozent des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Energien stammen muss. Außerdem werden heutzutage exklusive, langfristige Verträge mit einer Laufzeit von mehreren Jahren, wie sie früher üblich waren, nicht mehr abgeschlossen. Das Geschäft ist aufwändiger geworden. In einer Beschaffungsgemeinschaft mit anderen Stadtwerken kaufen die Stadtwerke Brühl ihren Strombedarf ein.
 
Stadtwerke im kommunalen Besitz
 
Übrigens sind die Stadtwerke Brühl die einzigen im gesamten Erftkreis, die sich noch 100-prozentig im kommunalen Besitz (Stadt Brühl) befinden. Andere Städte und Gemeinden wie etwa Düsseldorf haben zumindest teilweise Geschäftsbereiche wie die Stromversorgung verkauft, um damit kurzfristig Haushaltslöcher zu stopfen. Daran wird in Brühl glücklicherweise kein Gedanke verschwendet.
 
Abschließend noch einige interessante Fakten (aus dem Geschäftsbericht 2004) zur Stromversorgung in Brühl: Das Mittelspannungsnetz in Brühl misst eine Länge von 171,5 km, das Niederspannungsnetz weist 302 km auf. 191 Ortsnetz-Trafostationen sowie 32 Sonderabnehmer-Stationen befinden sich auf Brühler Boden. Es gibt über 10.000 Hausanschlüsse mit über 27.000 eingebauten Zählern. 170,7 Millionen kWh wurden an Kunden der Stadtwerke geliefert. Der Umsatz der Stadtwerke Brühl aus der Stromversorgung betrug 17,5 Millionen Euro.