Jahrgang 2007
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

Brühler Bilderbogen Oktober 2007

Lucy: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist hier die schönste im ganzen Land?
Willi: Lucy??? Mit wem sprichst du?
Lucy: Mensch Willi, stör mich nicht! Du siehst doch, dass ich gerade in meinem großen Märchenbuch lese.
Willi: Du bist heut’ wieder sooo langweilig!
Lucy: Langweilig, Willi?!? Märchen sind einfach nur Kult!
Willi: Ist doch immer das Gleiche: „Es war einmal vor langer, langer Zeit“ und bla bla bla....

Liebe Leser,

der Zufall wollte es, dass uns bei unserer neuesten Umfrage eine ganze Reihe von Kommunalpolitikern über den Weg lief, die sogar etwas zum Thema zu sagen hatten. Wir fragten, ob die gerade im Stadtrat beschlossene Sportstättennutzungsgebühr ungerecht oder ein notwendiges Übel sei. Heinz Schmitz (BVB) nennt sie „schwachsinnig“, Michael vom Hagen (Grüne) sagt, keine Gebühr wäre ungerecht, Franziska Grafe (SPD) findet sie „ungerecht“ und der ehemalige Grüne Bernd Kranz „berechtigt“. Sie sehen, die Meinungen gehen weit auseinander. Auf der einen Seite sollte eine Stadt ein Interesse daran haben, ihren Bewohnern attraktive und kostengünstige Sportangebote zu unterbreiten. Auf der anderen Seite stellen andere Vereine zurecht die Frage, warum sie für ihre Angebote und Veranstaltungen zur Kasse gebeten werden. Man denke nur an die Karnevalsvereine oder stellvertretend für andere an das Kleine Theater Brühl, das für seine Räumlichkeiten oder für seine Aufführungen Miete zahlen muss.

Der Rat der Stadt Brühl hat kürzlich in einer laut Presseberichten chaotischen Sitzung die Einführung einer Sportstättennutzungsgebühr ab dem 1.1.2008 beschlossen. Die Sportvereine müssen dann für die Nutzung einer städtischen Sportanlage 6 Euro pro Stunde zahlen. Ausgenommen davon sind Jugendliche und der Wettkampfbetrieb der Vereine. Was die Brühler Bürger von diesem Beschluss halten, verrieten sie uns in der aktuellen Umfrage.


Das finden wir ungerecht. Es gibt ja auch Erwachsene, die Sport treiben oder wegen gesundheitlicher Probleme Sport treiben müssen. Die Krankenkassen befürworten doch Präventivmaßnahmen. Aber die Patienten müssen es dann wieder bezahlen. Man muss da einen Ausgleich schaffen. Es muss noch mehr Sonderregelungen und Ausnahmen geben, nicht nur für Jugendliche.

Michael und Silke Sass mit Tochter Anja:

„Wir wollen die Boxer behutsam an große Leistungen heranführen“

Wieder einmal konnten die Boxer des Amateur Box Club Brühl für Furore sorgen. Bei den Mittelrhein-Meisterschaften in Köln holten kürzlich zwei Kämpfer des Vereins den Titel. Vater der sportlichen Erfolge ist die Brühler Boxlegende Heinz Czech. Der 77 Jahre alte Trainer hält seit knapp sechzig Jahren dem Verein die Treue und schickt seine Boxer stets bestens vorbereitet in den Ring.

„Ich wollte immer meine eigenen Ideen umsetzen“

Ein stolzes Jubiläum feiert in diesen Tagen Ingrid Chrostek. Seit fünfzig Jahren besteht ihre „Ballettschule der Schlossstadt Brühl“. Die unermüdliche Ballettmeisterin hat im Laufe der Jahrzehnte über 10.000 Schüler ausgebildet und sich einen herausragenden Ruf weit über die Stadtgrenzen Brühls hinaus erworben. Der Brühler Bilderbogen hat sie besucht.

 

Viele Brühler kennen in Pingsdorf nur die Euskirchener Straße als schnelle Verbindung zur Autobahn und zum Phantasialand. Einige fahren dabei viel zu schnell und es entgeht ihnen dabei der Charme des alten Brühler Stadtteils mit seinen verwinkelten Seitenstraßen und Gassen.

Das Brühler Theaterteam (BTT) zeigt Anfang November noch einmal zwei erfolgreiche Produktionen jeweils in der Galerie am Schloss in Brühl. Am 3. November steht um 20 Uhr die „Schule der Amazonen“ von Jean Claude Danaud auf dem Programm, ein makaberes Theaterstück zum Geschlechterkampf. Am 4. November wird um 16.30 Uhr „Das Orchester“ von Jean Anouilh in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl gezeigt. Karten gibt es im brühl-info, Uhlstraße 1. Der Eintritt beträgt 11,00/5,50 ermäßigt Euro.

Am 30. Oktober ermöglicht die Kolpingsfamilie einen geführter Besuch der Pfarrkirche St. Engelbert in Köln-Riehl. Anmeldungen bei: Dirk Liers Kirchstraße 4 und Matthias Rasky, Uhlstraße 55. Am 13. November wird Bernhard Münch im Pfarrheim St. Marien in einem Lichtbildvortrag mit dem Thema „Kultur und Natur in Südtirol“ über die kürzlich veranstaltete Bildungsreise nach Südtirol berichten. Die Saisonabschlussreise 2007 führt unter dem Motto „Adventliche Tour“ vom 4. bis 7. Dezember nach Thüringen. Infos bei: Hermann-Joseph Münch, Tel. 02232/152829.

(tg) Am 26. Oktober feiert die neueste Produktion des Kleinen Theater Brühl (KTB) ihre Premiere. In der Galerie am Schloss wird um 20 Uhr das Stück „Gretchen 89ff“ von Lutz Hübner gezeigt, der zurzeit der meistgespielte deutsche Autor ist.

„Das Stück ist genau das, was wir im Moment brauchen“, berichtet Regisseur Andreas Schlenger. „Es ist ein absoluter Glücksgriff. Wir konnten es unter den gegenwärtigen Bedingungen am besten realisieren. Das Stück verlangt keine große Kulisse.“

Der aus vielen TV-Auftritten bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke ist mit einem packenden Infotainment-Abend auf Deutschlandtour und macht am Montag, dem 15. Oktober, 20 Uhr, Station im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums in Brühl. Der Kölner Mark Benecke ist für Polizeibehörden aller Herren Länder rund um die Uhr erreichbar und ein Experte in seinem Aufgabengebiet, das sich mit Blutspritzern, Spermaflecken, aber vor allem mit Fliegen und Maden befasst. Durch die Analyse verschiedener Insekten, die auf Leichen gefunden wurden, konnte „Der Herr der Maden“ beisteuern, dass bereits unzähligen Verbrechern weltweit das Handwerk gelegt wurde.

Am Samstag, dem 13. Oktober, 18 Uhr, präsentiert Stefania Adomeit ihr Jubiläumsprogramm „Sternstunden“ im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums in Brühl. Mit Evergreens, Songs, Chansons und Liedern, die Stars zu Mythen machten, präsentiert die Sängerin einen Überblick ihrer größten Erfolge aus zehn Jahren. Die für ihre gefühlvollen Interpretationen bekannte Künstlerin, die auch der „Spatz von Bonn“ genannt wird, haucht internationalen Klassikern neues Leben ein. Mit ihren sensiblen Interpretationen unvergesslicher Lieder und Chansons singt sich Stefania Adomeit in die Herzen der Zuhörer. Texten und Liedern von Brecht, Piaf, Brel und Holländer versteht sie mit allen Stimmungsfacetten intensiven Ausdruck zu verleihen.

In den ersten Monaten des Jahres 1916 notierte Hugo Ball das Wort „Dada” in seinem Tagebuch und in einem Brief, bevor er es im Mai in der Anthologie „Cabaret Voltaire” erstmals öffentlich gebrauchte, um mit „Dada” den Titel einer geplanten internationalen Zeitschrift anzukündigen. Wie der Kreis der Emigranten in Zürich, dem damals neben Hugo Ball und Emmy Hennings auch weitere Ausländer wie Hans Arp, Marcel Janco, Tristan Tzara und Richard Huelsenbeck angehörten, jedoch auf das kurze, zweisilbige Wort kam, wer es war und wer als Zeuge benannt werden kann, führt allerdings zu einer Vielzahl von Schilderungen.

(tg) Wilma Dreßen-Schneider wurde 1956 in Schleiden in der Eifel geboren und wuchs dort und in Euskirchen mit drei Geschwistern auf. Schon mit 18 Jahren begann ihr Berufsleben. In der Kindertagesstätte (KiTa) in Brühl-Heide arbeitete sie bis 1993 als Kinderpflegerin, was damals noch ohne vorherige Ausbildung möglich war. Nach einem Übergangsjahr nahm sie 1994 eine Anstellung als Ergänzungskraft bei einem städtischen Kindergarten in Brühl an und wurde später auch schließlich eine staatlich anerkannte Erzieherin. Seit einigen Wochen leitet Wilma Dreßen-Schneider jetzt den Tagesstättenverbund Innenstadt mit den beiden KiTas „Im alten Forsthaus“ und „Clemens August“.