Jahrgang 2008
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Brühler Bilderbogen August 2008

Der 1. FC Köln spielt wieder in der 1. Fußball-Bundesliga. Nach einer turbulenten Saison schaffte die Mannschaft von Startrainer Christoph Daum dank eines starken Schlussspurts doch noch die Rückkehr ins Oberhaus. Um in der Eliteliga bestehen zu können, haben die FC-Verantwortlichen die Truppe personell kräftig aufgerüstet und Kicker aus aller Herren Länder geholt.

Ob Neueinkäufe wie Geromel, Petit, Ishiaku, Womé, Sanou oder Brecko sowie einige Nachwuchstalente dafür sorgen, dass der FC diesmal die Klasse hält? Zuletzt war das vor sieben Jahren unter Trainer Ewald Lienen gelungen. Danach scheiterten Coaches wie Friedhelm Funkel, Marcel Koller, Uwe Rapolder oder Hanspeter Latour an der Vorgabe Klassenerhalt. Kann sich der FC diesmal dauerhaft in der Bundesliga etablieren? Wir haben die Bürger in Brühl um ihre Meinung gebeten.


Gregor Lunan:

In Köln weiß man das nie so. Es geht immer rauf und runter. Für das erste Jahre bin ich noch ganz optimistisch. Es ist die Frage, ob es von Dauer ist, wenn die Euphorie des Aufstiegs verflogen ist. Christoph Daum hat jetzt erst einmal den Aufstieg geschafft. Wer Erfolg hat, hat recht.



„Kunst und Kultur müssen gefördert werden”

„Kunst und Kultur“ schreibt sich die Stadt Brühl seit Jahren auf ihre Fahnen. Brühl hat viel zu bieten: die Schlösser, das Max Ernst Museum, eine attraktive gewachsene Innenstadt mit dem Museum für Alltagsgeschichte und dem Keramikmuseum, das Phantasialand und vieles mehr. Die Stadt schmückt sich damit, die Kunst und Kultur zu fördern, durch Stipendien, durch zahlreiche Kulturprogramme, durch einen vielfältigen Veranstaltungskalender. Die Stadt tut viel. Aber tut sie auch genug für die bildenden Künstler in Brühl? „Nein“, findet Günter Wagner, der ehemalige langjährige Vorsitzende des Brühler Kunstvereins. Wir haben ihn und die Brühler Buchhändlerin Karola Brockmann, die einen anderen Schwerpunkt setzt, zum persönlichen Gespräch getroffen, um mit ihnen über private und geschäftliche Initiativen zu sprechen.

(tg) Seit 22 Jahren gibt es Open Air Kino in Brühl. ZOOM macht es möglich, auch in diesem Jahr. Vom 6. bis 23. August werden im historischen Rathaus-Innenhof im wöchentlichen Zyklus von jeweils Mitt- woch bis Samstag insgesamt zwölf ganz unterschiedliche Filme gezeigt.

(tg) Am Samstag, den 30. August, beteiligt sich der Brühler Schachklub am bundesweiten „Tag des Schachs 2008“. Im Erdgeschoss am Sudhaus der Giesler-Galerie präsentiert der bereits im Jahre 1920 gegründete Verein von 9 bis 18 Uhr mit einem abwechslungsreichen Programm alle Facetten des so beliebten „Spiels der Könige“. Unter dem Motto „Nette Leute spielen Schach“ sind alle Besucher der kostenfreien Veranstaltung dazu aufgefordert, sich an eines der vielen Schachbretter zu setzen und ein Partie zu spielen.

Die Schlossgarde „rut-wieß“ feiert am Samstag, den 16. August wiederum ihr beliebtes Brunnenfest für Jung und Alt in der Innenstadt. Die Brunnenanlage wurde vor mehr als 30 Jahren vom Eisenwerk Brühl den Brühlern gestiftet. Getreu dem diesjährigen Veranstaltungsmotto „Generation Brühl – kurze Wege starke Stadt“ engagiert sich die Schlossgarde „rut-wieß“ auch bei der Pflege des Brunnens der Generation Brühl. Die Sitzgelegenheiten werden überarbeitet und Unkraut, sowie Flugrost werden dauerhaft bekämpft.

Ein Mittelfeldplatz wird anvisiert

(tg) Der beste Brühler Fußballclub kehrt in der neuen Saison zurück zu seinen Wurzeln. Als SC Brühl 06/45 starten die Blaugelben als Aufsteiger in die Verbandsliga, also unter jenem Namen, den der Verein bis zu den diversen Fusionierungen und Umbenennungen der jüngeren Vergangenheit ursprünglich trug. Der Zusatz „Renault“ wurde aus dem Vereinsnamen gestrichen, geblieben ist jedoch erfreulicherweise die Unterstützung durch das in Brühl ansässige Unternehmen.


Auch für Brühl war die Barockzeit ein prächtiges und glanzvolles Erlebnis. Schloss Augustusburg wurde gebaut. Architekten, Baumeister und viele Künstler arbeiteten und wohnten in Brühl. Clemens August, der stolze Bauherr, feierte rauschende Feste. Es war was los. Lassen Sie sich (ent-) führen in die Zeit des Barocks.

Die Veranstaltungsreihe „Rund um Brühl – Alles Barock?“ beginnt am 8. August um 15 Uhr mit einer Kinderführung. Am Kuckuckstor startet die Führung „Geheimnisvolle Briefe aus der Zeit Clemens Augusts“ unter der Leitung von Petra Lentes-Meyer. Am 10. August um 15 Uhr ebenfalls am Kuckuckstor beginnt die Führung „So liebte es der Kurfürst“. Lernen Sie mit Ingrid Kruft die Vorlieben des Kurfürsten Clemens August kennen. Weitere Infos gibt es im brühl-info, Telefon 022323/79345.

(tg) Am Samstag, den 6. September findet in der Giesler-Galerie eine ungewöhnliche Veranstaltung statt, die einem guten Zweck dient. Die „Ballettschule der Schloßstadt Brühl von Ingrid Chrostek“ zeigt um 15 und 16 Uhr ein attraktives, von Doris Münch moderiertes Programm. Zu sehen sind italienische Tänze, klassische Tänze auch Spitzentanz der Kinder- und Erwachsenengruppe, Stepptänze der Kindergruppe und Jazzdance. Mit den Erlösen der Benefizveranstaltung unterstützt die Brühler Ballettmeisterin Ingrid Chrostek den „Förderverein der städtischen Kindertagesstätte Brühl-Vochem“.

Mit einem großen Gartenfest verabschiedeten Anne-Marie Hamberger und Doris Mose kürzlich liebevoll einige Kinder aus ihrer „wilden Milchzahnbande“. Die beiden qualifizierten Tagesmütter kümmern sich in ihrer Kleinkindertagesbetreuung in der Rheinstraße 135 um bis zu zehn Kinder im Alter bis zu dreieinhalb Jahren gleichzeitig. Einige von ihnen haben jetzt das gemütlich eingerichtete Haus mit dem großen Garten und den vielen Spielmöglichkeiten verlassen, weil sie zukünftig einen Kindergarten besuchen. Vorher bekamen sie noch schöne Schultüten mit kleinen Geschenken überreicht. „Mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, hat Anne-Marie Hamberger, selbst Mutter dreier inzwischen erwachsener Töchter, den Abschied erlebt.

Am Samstag, den 13. September, gastiert einer der beliebtesten Kabarettisten der Szene in der Region. Konrad Beikircher präsentiert ab 20 Uhr im Tanzsportzentrum sein aktuelles Solo-Programm „Die rheinische Neunte“.

Er selber sagt nur: „Ja, das hätte sich der größte Sohn Bonns im Wiener Exil sicher nicht träumen lassen, dass es mal einen kleinen Südtiroler geben wird, der im rheinischen „Exil“ zur Feder greift und die rheinische Neunte intonieren wird. Eintrittskarten für diesen Angriff auf die Lachmuskeln erhalten Sie ab sofort u. a. beim brühl-Info (Tel. 02232/79569).

Das Sommerliche Musikfest 2008 findet am Samstag, dem 30. August, um 19.30 Uhr in der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Willy-Brandt-Straße 1, statt. Bei dem diesjährigen Programm stehen nicht nur die an der Kunst- und Musikschule tätigen Künstler mit ihrem bekannt engagierten musikalischen Esprit auf der Bühne; besonders erfreulich ist die Teilnahme zweier Schülerquartette, die beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene Preisträger geworden sind.

Die Tour der Hoffnung ist eine Radtour, die mit aktiver Beteiligung vieler Freiwilliger jährlich auf ihrem Weg Spenden für krebs- und leukämiekranke Kinder sammelt. Die Aktion wurde vor 25 Jahren ins Leben gerufen und hat in der gesamten Zeit bereits über 18 Millionen Euro für Kinderkliniken im In- und Ausland eingebracht. Die Tour der Hoffnung startete in diesem Jahr ihre (Vor-)Tour in Brühl.

Joseph Haydn ist immer für eine Überraschung gut. Für nahezu alle Gattungen hat er unerhört Neues komponiert und seine Zeitgenossen in Erstaunen versetzt – Haydn war der bekannteste Komponist seiner Zeit. Heute ist sein ungemein vielschichtiges Oeuvre in weiten Teilen noch immer unbekannt. In Brühl hat Haydn eine neue Heimat gefunden, seit Andreas Spering, der Künstlerische Leiter der Brühler Schlosskonzerte, Haydns Werk vor sieben Jahren in den Mittelpunkt der Festwoche rückte. Jetzt trägt diese Festwoche auch Haydns Namen – 2008 wurde das „Haydn-Festival“ in Brühl gegründet, das erste und einzige seiner Art in Deutschland.

Mit Kleinkunst und Musik verspricht die „Kultur in Brühl“ auch im zweiten Halbjahr des Jahres ein vielfältiges Programm in der Galerie am Schloss und im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums. In der Galerie am Schloss fragt sich Sylvia Brecko am Donnerstag, 11. September, um 20 Uhr in ihrer neuen Show „Liebling findest du mich zu dick?“. Sie beschäftigt sich mit vielen alltäglichen Dingen, die von Frauen und Männern auf so gänzlich unterschiedliche Weise betrachtet und gewichtet werden.

Um nach dem Ersten Weltkrieg die Not der Kölner Künstler zu lindern, hatte Stadtbauinspektor Verbeek angeregt, zur Unterstützung Aufträge der Stadt Köln zu vergeben.

Die Stadtverordnetenversammlung griff diesen Vorschlag auf, bewilligte im Februar 1919 für diesen Zweck 200.000 Mark und bildete für die Vergabe einen Hauptausschuß, der in vier Unterausschüsse für die Architekten, Maler, Kunstgewerbler und Bildhauer gegliedert wurde. Am 6. Mai 1919 lud die Stadtverwaltung zu einer Wahlversammlung in den Isabellensaal des Gürzenich ein, um die Unterausschüsse durch Vertrauenspersonen aus den betreffenden Künstlergruppen zu ergänzen. In Vertretung des Dezernenten Dr. Albermann leitete Baurat Bolte die Versammlung, konnte jedoch aufgrund des starken Widerstandes keine Wahl durchführen. Wortführer war der Maler Peter Abelen, der die allgemeine Unzufriedenheit über die Zusammensetzung des Hauptausschusses zum Ausdruck brachte.

(tg) Andreas Krohm wurde 1962 in Köln geboren. Von seiner Mutter, die Modezeichnungen und Postkarten anfertigte, hat er sein künstlerisches Talent geerbt. Nach der mittleren Reife erlernte er den Beruf des Krankenpflegers. 1987 zog er nach Brühl, nachdem er im Seniorenwohnheim Wetterstein eine Anstellung als Beschäftigungs-Altentherapeut gefunden hatte. Seitdem lebt und arbeitet er in Brühl.

Liebe Leser,

vor wenigen Tagen besuchte eine Delegation aus Madagaskar die Bundesfinanzakademie. Für das Mittagessen war ein Tisch in einem Innenstadtlokal reserviert. Vor der Abfahrt der Delegation erkundigte sich der Busfahrer bei der Empfangsdame der BFA nach einer geeigneten Parkmöglichkeit in der Brühler City. Der Frau fiel keine ein, also rief sie im brühl-info an. Auch dort war man ratlos und verwies auf die Stadtwerke. Und die wiederum empfahlen nach einigen Rücksprachen, das große Gefährt doch auf dem Parkplatz am Brühler Schloss abzustellen. Jetzt fragen wir uns doch, gibt es in ganz Brühl wirklich keinen ausgewiesenen Busparkplatz? Das wäre doch für eine Stadt, die verstärkt auf den Tourismus setzt, sicher eine sinnvolle Sache.