Jahrgang 2010
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Brühler Bilderbogen November 2010

Liebe Leser,
da ist er wieder, der November. Dunkel ist er, trist, kalt, nass, kahl. Einfach ungemütlich. Und trotzdem verbinden wir Macher des Brühler Bilderbogens sehr positive Gefühle mit dem November. Denn acht Jahre ist es nun inzwischen her, dass wir im November 2002 mit dem neuen Bilderbogen an den Start gegangen sind. Mit neuer Aufmachung, neuen Themenschwerpunkten und neuem Schwung. Vor ein paar Jahren haben wir dann auch unseren Online-Auftritt präsentiert. Dort finden Sie auch alle Texte der aktuellen und der vorherigen Ausgaben des Bilderbogen im Internet unter www.inbruehl.com.

 

Der Bürgermeister der Stadt Brühl ist nicht nur der oberste Repräsentant der Stadt, sondern auch der Chef der Brühler Stadtverwaltung und damit ein Mann mit viel Einfluss und Gestaltungsmöglichkeiten. Sicher sind auch ihm Grenzen gesetzt, aber die eine oder andere wichtige Entscheidung kann er schon treffen oder, wie man so schön sagt, zur „Chefsache“ machen.

So manche Projekte wären in Brühl ohne das Engagement des Bürgermeisters ganz sicher anders gelaufen, man denke nur an die nicht unumstrittenen Großprojekte der Vergangenheit wie Max Ernst Museum oder Gielser-Galerie. Und wenn jetzt Sie, liebe Leser, einmal etwas „zu sagen“ hätten? Was würden Sie als Erstes anpacken? Wo drückt der Schuh, was kann verbessert werden? Lesen Sie selbst.



Birgit Cremers:

Ich würde die Straßenführung verändern. Ich finde sie z.B. im Bereich der Giesler-Galerie am Stern nicht gut. Das ist idiotisch und gefährlich. Man kann sich seines Lebens nicht mehr sicher sein. Ich wäre wieder für einen Kreisverkehr, wie es ihn früher dort gab. Außerdem würde ich die Politessen mehr in die Stadtteile schicken.

Gala-Abend mit Tanzturnier, Modenschau und tollem Programm”

Am Samstag, den 13. November, veranstaltet der Tanz Sport Club Brühl ab 19 Uhr seinen diesjährigen Gala-Abend. Zum bereits 30. Mal in seiner langen, erfolgreichen Geschichte treffen sich im Tanzsportzentrum an der Bonnstraße Besucher und Topsportler zu einem gesellschaftlichen Ereignis in Brühl, das auch mit einem abwechslungsreichen Programm aufwartet. Wir haben mit den Verantwortlichen gesprochen, mit der Cheforganisatorin Petra Kuhl und mit Werner Schaefer, dem Pressewart des Tanz Sport Club Brühl.

 

„Es wird viel kritisiert, aber nichts kreiert”

Seit Monaten diskutiert Deutschland kontrovers über das Thema Integration. Wir haben drei kompetente Brühler Persönlichkeiten an einen Tisch gesetzt und mit ihnen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Ansichten diskutiert.

Mit dabei waren Peter Boos, der Vorsitzende der Brühler Initiative für Völkerverständigung, die auch in diesem Jahr wieder am 9. November anlässlich der Reichspogromnacht im Jahre 1938 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus, Terror und Gewalt“ den Schweigegang durch die Brühler Innenstadt durchführte sowie Nilgün Özcelik, die im Integrationsausschuss der Stadt Brühl vertreten ist, und ihre Stellverteterin Vida Rashid.


WDR 5 liest vor – Denn Vorlesen ist Kult.“ Unter diesem Motto hat WDR 5 die kreativsten Vorschläge für Orte ausgewählt, an denen vorgelesen wird. NRW freut sich auf spannende Lesungen: im Kreißsaal, im Museum für Badekultur, im Planetarium, auf einem Segelschiff – und im Brühler ZOOM-Kino.

 

Auch in diesem Jahr findet am 21. November von 11 bis 17 Uhr der beliebte Weihnachtsmarkt zugunsten der Jugendarbeit des Brühler Schwimmklubs im Vereinsheim am Volkspark statt. Im Angebot sind ausnahmslos liebevoll handgefertigte Artikel zum Verschenken oder selber Genießen (Patchwork, Schmuck, Seidenmalerei, etc.), zum Dekorieren (Adventskränze und Gestecke u.a.) oder Genießen (Likör, Marmelade, Gebäck) sowie Grußkarten.




Am Freitag, den 10. Dezember um 20 Uhr tritt Marc-Uwe Kling in der Kulturgarage Offizier, Kölnstraße 73, mit seinem Soloprogramm „Die Känguru Chroniken“ auf. Es gibt neue Lieder und Geschichten, spektakuläre Enthüllungen! Skandale! Intrigen! War das Känguru wirklich beim Vietcong? Ja. Spielt Marc-Uwe tatsächlich Fagott und singt dazu die Internationale? Nein. Wer hat dieses seltsame Gerücht in die Welt gesetzt? Niemand. Aber ist das Programm auch witzig? Tja. Das Känguru jedenfalls sagt, dass es komplett erlogen ist. Höchstens die halbe Wahrheit. Zumindest ein paar Faktenfehler. Zahlendreher. Oder sagen wir, es hapert am Satzbau. Manchmal.

 

Der Verein der Fagott Freunde e.V. hingegen kritisiert, dass in diesem Programm streckenweise zu wenig Fagott gespielt wird. „Es ist der Kontrast aus bitterböser Diagnose und verspielter Lässigkeit, die Klings Programm wohltuend vom traditionell oft sehr verbissenen Politkabarett hierzulande unterscheidet. Wo man bei anderen schon nach dem ersten Satz weiß, worauf der Gag hinausläuft, hat der Geschichtenerzähler mit der grünen Gitarre eine spitzbübische Freude daran, treffsicher an Pointen vorbeizuschrammen“, schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Die Jazzcombos der Kunst- & Musikschule der Stadt Brühl bringen unter dem Motto „Jazz in der Galerie“ am Freitag, 26. November um 20 Uhr in der Galerie am Schloss, Schlossstraße 25 auch die dunkle Jahreszeit zum Leuchten. Sie stellen ihr neues Programm vor. Es ist geprägt von jazzigen, rockigen und südamerikanischen Klängen, Grooves und Improvisationen. Die Jazz Alienz werden nicht nur ihr Wettbewerbsprogramm spielen, mit dem sie einige Tage vorher am Wettbewerb „Jugend Jazzt“ teilgenommen haben werden. Sie stellen auch ihre Qualitäten in den Bereichen Rap und Soul-Gesang unter Beweis. Die Blechlawine beschränkt sich nicht auf reinen Jazz, sondern unternimmt Ausflüge in südamerikanische und rockige Gefilde. Mit Getränkeausschank und Tischbestuhlung verwandelt sich die Galerie am Schloss in einen Jazzclub.

Der Verein „Hilfe für die Dritte Welt Brühl-Ville e.V.“ hat einen neuen Vorstand gewählt. Mechtild Dahmen ist seit der Jahresversammlung im Herbst die neue Vorsitzende. Zur Stellvertreterin wurde Vera Lüssem gewählt. Bei der Mitgliederversammlung informierte der Vorstand alle Mitglieder zudem über den aktuellen Stand der Hilfsprojekte in der Dominikanischen Republik und in Sri Lanka.

 

Zum ersten Mal in Deutschland stellt das Max Ernst Museum Brühl des LVR seit dem 7. November noch bis zum 30. Januar 2011 rund 65 Werke des französischen Künstlers Sam Szafran aus. Es ist dem Max Ernst Museum gelungen, zahlreiche Leihgaben aus Privatsammlungen aus den USA, Frankreich, Belgien, Italien, England und der Schweiz zusammenzustellen. Außerdem konnten Leihgaben aus dem Centre Pompidou, Paris, der Fondation Giannada, Martigny (Schweiz), der Fondation Maeght, Saint-Paul-de-Vence (Frankreich), und dem Musée Cantini, Marseille gewonnen werden. Die Werkauswahl umfasst Pastelle mit unübertrefflichem Raffinement, eindrucksvolle Aquarelle, Kohlezeichnungen sowie Mischtechniken, die in der Zurückgezogenheit seiner Ateliers zwischen 1966 und 2010 entstanden sind. Schwindelerregende Treppen, wuchernde Vegetationen und Atelieransichten sind die immer wiederkehrenden und obsessiven Themen seiner Kunst.

 

Die „Donie Band“ gastiert mit ihrem traditionellen Jahreskonzert am Samstag, dem 13. November, 19.30 Uhr, im Dorothea-Tanning-Saal des Max Ernst-Museums. Auch in der fünften Auflage des alljährlichen Konzertes dürfen Sie sich über internationale Solisten und einen Streifzug durch die Genres des Jazz freuen. Als Special Guest präsentiert die „Donie Band“ Karl Frierson, international bekannter Leadsänger, Songwriter und Frontmann der Gruppe „De-phazz“, sowie die WDR-Bigband-Musiker Andy Haderer (Trompete) und Ludwig Nuss (Posaune).

 

Der Sympathieträger aus Berlin mit Strohhut auf dem Kopf und mit Kippe und Kaffee bestückt, lädt zu einem gemütlichen Stammtisch ein. Am Mittwoch, 17. November, um 20 Uhr, sind alle eingeladen, die eine fantastische Mischung aus Lesung, Musik und Wortwitz nicht verpassen wollen.

 

In der Galerie am Schloss, Schloßstraße 25, können Sie sich von Toni Mahoni zu einem besonderen Highlight hinreißen lassen und erleben, wie das Ausnahme-Entertainment-Talent mit ausgeklügeltem Witz und dem Gefühl für das richtige Wort zur richtigen Zeit sein Publikum begeistert. Karten gibt es im brühl-info zum Preis von 18 Euro/erm. 12 Euro.



Das nächste Konzert des Oratorienchores Brühl findet am Freitag, den 26. November um 20 Uhr in St. Margareta in Brühl statt. Unter dem Titel „Mache dich auf, werde Licht“ werden Kompositionen von Mendelssohn Bartholdy, J.S. Bach, Palestrina, Händel, Pachelbel und Brahms gesungen, die den Zyklus des Kirchenjahres aufgreifen und widerspiegeln. Karten sind zum Preis von 15 Euro (Schüler und Studenten 10 Euro) im Brühl-Info/Uhlstraße 1 und der Buchhandlung Karola Brockmann/ Uhlstraße 82 erhältlich.



Der Lions Club Brühl unterstützt mit großem Erfolg seit vielen Jahren und Jahrzehnten karitativ wirkende Vereine und Einrichtungen. Um diese sozial wichtige Hilfe leisten zu können, entwickelt der Lions Club Brühl seit langem kreative Ideen, um die benötigten Geldmittel zu beschaffen.

 

Am Samstag, dem 13. November, heißt es im Jugendkulturhaus CULTRA: „Anzieh’n, ausgeh’n, abdreh’n – wir bringen dich durch die Nacht!“ Ab 21 Uhr steigt einer der spektakulärsten Partyevents in diesem Jahr: Zum ersten Mal gastiert der Radiosender bigFM mit seinen Urban Club Beats in Brühl.

 

Im Rahmen des „Kunstachse NRW-Projektes“ zeigt der Brühler Kunstverein in diesem Jahr die Ausstellung „Legato“ der Hagener Künstlerin Verena Baltes. Zu sehen sind die Wandobjekte und Installation vom 21. November bis 11. Dezember in der Alten Schlosserein des Marienhospitals Brühl, Clemens-August-Straße 24.

 

Liebe, Drama und Sehnsucht – im Kulturprogramm des Marienhospitals steht am 18. November alles im Zeichen der Renaissance. Die Brühler Kunst- und Musikschule präsentiert ab 17 Uhr in der Kapelle des Krankenhauses Stücke italienischer, französischer, englischer und niederländischer Komponisten der Renaissance.

(tg) Klaus Kröhne wurde 1978 in Köln geboren, wuchs aber in Brühl auf. Der Sohn der in Brühl bestens bekannten früheren Musiklehrerin Christina Kröhne besuchte das Max Ernst Gymnasium und absolvierte nach dem Abitur 1998 seinen Zivildienst beim Arbeiter Samariter Bund in der individuellen Schwerstbehindertenbetreuung in Hürth.