Jahrgang 2010
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Brühler Bilderbogen September 2010

Liebe Leser,
so langsam geht dieser merkwürdige Sommer, der erst gar richtig nicht kommen wollte, uns dann wochenlang eine Affenhitze bescherte und zuletzt nur noch durch Dauer
regen nervte, zu Ende. Ein paar Straßenfeste und Märkte stehen noch an, doch schon bald verlagern sich die meisten kulturellen Programme wieder eher in die bewährten Brühler Veranstaltungssäle.

Die Ferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen. Viele Kinder kommen jetzt neu in die Schule oder die Kindergärten. Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor. Auch für die Eltern, die vieles organisieren und sich um einen Platz in Schule oder KiTa kümmern mussten. Welche Erfahrungen sie dabei und bei anderen Anlässen in Brühl machten, verrieten sie uns in unserer Umfrage.


Claudia Gerkum mit Ehemann mit Rolf und Tochter Julia:

Mein erster Eindruck ist, dass etwas für Kinder getan wird. Brühl ist im Vergleich zu anderen Städten eine sehr fahrradfreundliche Stadt. Das kommt auch den Kindern zugute. In der Innenstadt gibt es einige Spielgeräte, die in einem guten Zustand sind. Wir kommen aus Bornheim und immer wieder gerne nach Brühl.


 

 „Wir werden eine Jazzclubatmosphäre in die Galerie am Schloss bringen”

Am 24. September gastiert um 20 Uhr die vor gut einem Jahr gegründete Brühler Band „Hochhäuser“ mit ihrem ersten abendfüllenden Jazzprogramm in der Galerie am Schloss. Dann werden die vier Musiker ihr selbstgewähltes Motto „Weit sehen. Klare Linien ziehen. Fahrstuhl fahren. Große Flächen gestalten. Viele Grooves unter einem Dach versammeln“ in die Tat umsetzen. Der Brühler Bilderbogen hat sie bei den Proben besucht.

Vielfältige Projekte und Mitmach-Aktionen bis zum 30. Oktober

Die Stadt Brühl hat in diesem Jahr zum wiederholten Mal den Stadtmarketingförderpreis „Ab in die Mitte“ des Landes NRW gewonnen, der diesmal unter dem Motto „Stadt:Kern:Gesund“ steht. Hierfür wurde mit Unterstützung einer bekannten Agentur ein spezielles Logo entwickelt. Dieses wird sich auch auf den städtischen Dienst- und Einsatzfahrzeugen wiederfinden.

Am Freitag, den 10. September, eröffnet der Brühler Kunstverein eine Ausstellung der Kölner Malerin Maren März in der Alten Schlosserei des Marienhospitals, Clemens-August-Straße 24. Gezeigt werden neue Aquarelle.

Das Brühler ZOOM-Kino startet im September wieder durch und präsentiert sich nach der Open Air Saison im neuen Glanz. Während der Sommerwochen wurde das Foyer der Spielstätte komplett renoviert und lädt nun zu überraschenden Blicken ein. Passend dazu ist die neue Website bereits online. Und passend dazu gibt es natürlich wieder viele neue Filme. Unter dem Motto „Musik verbindet“ steht eine Reihe im September, die das ZOOM Kino in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis der Musikschule Brühl präsentiert. So unterschiedlich die Filme, so vielfältig ist auch das Thema.

Am Samstag, den 11. September von 10 bis 16 Uhr heißt es wieder einmal Zukunftsfähigkeit am konkreten Beispiel erleben. Unter dem Leitspruch „global denken und lokal handeln“ präsentieren sich Vereine, Initiativen, Agenda-Gruppen, die Stadt Brühl und auch Wirtschaftsbetriebe mit zahlreichen Projekten, die ökologische, soziale und entwicklungspolitische Zielsetzungen verfolgen. Auch in diesem Jahr ist der Solarmarkt Bestandteil des Agenda-Marktes. Zum Thema „Ökonomie und Ökologie – Klimaschutz durch Energiesparen, regenerative Energien und Solartechnik” präsentieren sich Unternehmen aus Brühl und dem Umland.

Zum zehnjährigen Jubiläum der Will Küpper Sammlung der Stadt Brühl präsentiert sich eine Brühler Privatsammlung vom 15. bis 25. September in der Galerie Brühl, Uhlstraße 2, mit Werken des in Brühl geborenen Rheinischen Expressionisten. Die Sammlung Bröhl existiert seit den frühen 1920er Jahren.

„Wenn Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter! Gebt mir volles Maß!“ So lässt Shakespeare seinen Herzog in „Was ihr wollt“ sagen. Für das diesjährige Sommerliche Musikfest, das am Samstag, dem 11. September, um 19.30 Uhr in der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Willy-Brandt-Straße 1, stattfindet, ist dieses Zitat richtungsgebend, und Shakespeare spielt eine wichtige Rolle.

Bunt gemischt wie das bald fallende Herbstlaub ist auch das kommende Kulturprogramm in Brühl, das am Sonntag, 12. September im Rahmen des „LiteraturHerbst Rhein-Erft“ mit dem „Hohenloher Figurentheater“ startet. In der Galerie am Schloss in Brühl präsentiert es um 17 Uhr ein Meisterstück der Weltliteratur: den „Jedermann“ nach Hugo von Hofmannsthal in einer eigenen Inszenierung mit ausdrucksstarken, großen Marionetten.

„Das margaretaS wird Schnittpunkt zwischen Kirche und Welt”

Fast drei Jahre wurde gebaut. Jetzt ist das neue Begegnungszentrum „margaretaS“ in der Wallstraße fertig gestellt. Der feierlichen Eröffnung am 11. September folgt eine Festwoche mit einem attraktiven Programm vom 19. bis 26. September.

Wir haben uns mit dem Pastoralreferenten Markus Dörstel und Paul Berger von der Konzeptgruppe Begegnungszentrum  im margaretaS getroffen.

 

(tg) Burcu Öztürk wurde 1990 in Brühl geboren und gehört der dritten Generation türkischer Zuwanderer an. Sie lebt mit ihrer Mutter in der Brühler Innenstadt. 2007 machte sie an der Clemens-August-Schule ihren Hauptschulabschluss, ein Jahr später am Karl-Schiller-Berufskolleg auch ihren Realschulabschluss. Seit dem Jahr 2008 besucht sie die Europaschule am Kölner Chlodwigplatz, an der sie im nächsten Jahr ihr Fachabitur bestehen will. Danach möchte sie sich entweder um einen Ausbildungsplatz in der Medienwirtschaft bemühen oder ein Studium beginnen.

Noch während ihrer Schulzeit an der Clemens-August-Schule trat Burcu Öztürk vor vier Jahren in den Jugendgemeinderat (JGR) ein, nachdem der damalige Vorstand um Tim Starzonek in der Schule die Arbeit des JGR vorstellte. „Ich finde es wichtig, sich zu engagieren“, sagt sie. „Leider machen nicht so viele Türken mit. Ich bin dann mit meiner Freundin Evelin Ortlieb zum JGR gegangen, um mitzuhelfen.“ Bis heute ist sie dabei geblieben, kürzlich wurde sie sogar für zwei Jahre zur neuen Vorsitzenden gewählt.