Jahrgang 2011
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Brühler Bilderbogen März 2011

Liebe Leser,

haben wir den Winter jetzt hinter uns? So langsam steigen die Temperaturen, die Wetterprognose für die tollen Tage ist auch nicht so schlecht und der Frühling streckt so ganz vorsichtig seine ersten Fühler aus. Es wäre ja zu schön, um wahr zu sein, wenn nach drei Monaten strengem Wetter endlich der Frühling kommen würde. Mit der wärmeren Jahreszeit steigt auch automatisch die „Kundschaft“ des Vereins „Tiere in Not in Brühl und Umgebung“. Denn wenn die „Frühlingskatzen“ zur Welt kommen, haben die Tierfreunde um Martin Hilgers und Monika Kemp erfahrungsgemäß wieder viel zu tun. Dann kümmern sie sich um die Tiere, die mal ausgesetzt werden, mal aber auch ganz normal bei ihnen laden, und vermitteln sie weiter. Wenn dann der Sommer naht, kommt die nächste Welle. Haustiere können ja sehr störend sein, wenn die „Herr-chen“ unbeschwert in Urlaub fahren wollen. Oftmals werden die lästigen Vierbeiner dann kurzerhand irgendwo ausgesetzt und sich selbst überlassen. Zum Glück gibt es engagierte Menschen, die sich dann der armen Kreaturen annehmen.

Wir haben mit die Tierfreunde besucht und mit ihnen gesprochen.

 

Anfangs war sie hochumstritten und sogar ein Wahlkampfthema. In diesem Jahr feiert sie ihren fünften Geburtstag. Die Giesler-Galerie hat sich inzwischen in Brühl etabliert. Aber wurden die Erwartungen an das Fachmarktzentrum auch erfüllt? Wir haben uns in der Innenstadt einmal umgehört und dabei erfahren, dass die Gielser-Galerie inzwischen allgemein akzeptiert ist. Ihre Vorzüge sind das große Parkplatzangebot sowie die beiden Lebensmittelgeschäfte und der Elektromarkt. Die übrigen Geschäfte werden kaum genannt. Da gibt es also noch viel zu verbessern.

 


 

Julia Collard mit den Töchtern Lena und Madita:
Ich war schon öfter da und bin zufrieden. Ich gehe öfter in die Lebensmittelgeschäfte und zum Papierwarenladen. Die anderen Geschäfte nutze ich eher nicht, die Textilanbieter gefallen mir überhaupt nicht. Wenn ich da etwas brauche, fahre ich nach Köln. Super sind die vielen Parkplätze und die gute Anbindung zur Innenstadt.

 


 

 

Die Bundesfinanzakademie zeigt vom 21. März bis 29. April die Ausstellung „Von 50… bis 53… – Stadtansichten“ der Brühler Künstlerin Antje Cibura. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 Uhr bis 19 Uhr in der Rotunde der Akademie zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am Sonntag, dem 20. März , um 15 Uhr eröffnet der Präsident der Bundesfinanzakademie Karl Wilhelm Christmann die Ausstellung. Kalle Pchalek vom Kleinen Theater Brühl führt in das Werk ein.

 

 

Im Jahr 2011 öffnen die Brühler Künstler ihre Ateliers zum dritten Mal für das interessierte Publikum. Am Samstag, 7. Mai von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 8. Mai von 11 bis 18 Uhr können Interessierte einen Blick in die Arbeits- oder auch Wohnbereiche der Kunstschaffenden werfen.

 

Bei der Siegerehrung der fotografischen Arbeitsgemeinschaft Brühl (fab) wurden die Vereinsmeister des Jahres 2010 in den Disziplinen „Papierbild“ und „Dia/Beamer“ ausgezeichnet. In beiden Kategorien belegte Jürgen Waffenschmidt den ersten Platz. Bei den Papierbildern folgten auf Rang zwei Rolf Dobner, auf Rang drei Oliver Rindelaub. Bei den Beamerbildern errang Norbert Wallrath den zweiten Platz und nochmals Oliver Rindelaub den dritten Platz.

 

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr präsentiert das ZOOM Kino auch 2011 in der aktuellen Mittwochsreihe Reisefilme. Die ausgesuchten Dokumentationen in besonderer Bildqualität zeigen dem Zuschauer faszinierende Plätze der Erde.

„Der Arsch ist immer am oberen Ende der Leine”

Sie sind eine große Familie. Sogar eine sehr große. Denn die Bewohner des Hauses an der Pehler Hülle bewegen sich nicht nur auf zwei Beinen durch die Welt, sondern in der Mehrheit auch auf vier. Die Familie Hilgers-Schillings wohnt hier, und dazu gesellen sich noch jede Menge Haustiere, die nicht nur in artgerechten Gehegen auf dem Grundstück gehalten werden, sondern auch immer einmal wieder in den vier Wänden der Tierfreunde. Tiere in Not finden hier vorübergehend ein Zuhause. Sie werden hier wieder aufgepeppelt und fit gemacht für ein neues Leben bei Menschen, die es besser mit ihnen meinen als ihre Vorbesitzer.

Wobei das wiederum nicht ganz richtig ist. Denn Tiere geraten nicht nur in Not, wenn sie von gewissenlosen Menschen irgendwo ausgesetzt oder an der Laterne eines Autobahnrastplatzes angebunden werden. Manchmal werden sie auch aus ihrer behaglichen Umgebung gerissen, etwa wenn ihre „Herrchen“ überraschend versterben und sich niemand findet, der sich um sie kümmern kann. Auch das passiert selbstverständlich, öfter als man vermuten würde.

 

 

In seinem Wettbewerb „Die gute Tat des Jahres“ ruft der Lions-Club Brühl seit einigen Jahren die Brühler Bevölkerung auf, dem Club für Preisverleihungen besonderes soziales Engagement von Brühler Jugendlichen vorzuschlagen. Prämiert wird u.a. ein besonderer Einsatz für hilfsbedürftige Mitbürger, für benachteiligte Mitschüler, für den Tierschutz oder für die Umwelt. In diesem Jahr hat der Club den ersten Preis an Marina Kucken von der Elisabeth-von-Thüringen-Schule verliehen, weil sie seit mehreren Jahren regelmäßig sonntags in einem Waisenhaus für körperlich und geistig behinderte Kinder Betreuungsarbeit leistet.

 

Der Brühler Kunstverein zeigt vom 13. März bis 2. April in der alten Schlosserei des Marienhospitals die Ausstellung „Engadin, Zeichnungen auf Papier und Karton”, der in Köln lebenden Künstlerin Annette Hurst. Ihre Collagen, Zeichnungen und Objekte sind aus Papier und Pappe sowie Schachteln und Kartons gearbeitet. Die 48-Jährige verwendet hauptsächlich Tusche, Kohle und Pastellkreiden, hin und wieder Acrylfarben. Oft sind es malerische Zeichnungen, überwiegend im Schwarz-Weiß-Bereich, die ihre Form in einem plastischen Gebilde an der Wand und frei im Raum finden.

 

In einer kürzlich abgehaltenen Sitzung hat der Landschaftsausschuss des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) unter dem Vorsitz von Jürgen Wilhelm beschlossen, das Max-Ernst-Geburtshaus in Brühl mit einem noch zu errichtenden Anbau von den Provinzial-Versicherungen Düsseldorf anzumieten. Darin wird das Phantasielabor eingerichtet, ein ca. 100 Quadratmeter großer Raum für museumspädagogische Angebote für Schulkinder und junge Erwachsene sowie Büroräume, nur wenige Minuten vom Max Ernst Museum Brühl entfernt.

 

„Un wenn dat Trömmelche jeht, Fritz Neff – Karneval in Brühl 1934/1935“, so lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis Mitte März in den Schaufenstern der Stadtbücherei, Carl-Schurz-Straße 24, zu sehen ist. Karneval wurde vor mehr als 70 Jahren in der Schlossstadt so gefeiert: Kostüme selbst genäht mit viel Fantasie, Hüte, Nasen und Pritschen aus bunter Pappe und selbst gebaute Wagen aus Traktoranhängern, Handkarren oder Kinderwagen. Der 1907 in Bonn geborene Fotograf Fritz Neff fing diese Momentaufnahmen ein, die mittlerweile zu historischen Zeugnissen geworden sind. Einige dieser Fotografien wurden nun vom Neff-Archiv der Stadt Brühl ausgewählt und zu einer Ausstellung zusammen gestellt.

 

Die Kolpingsfamilie Brühl 1870 e.V. bietet auch im ersten Halbjahr 2011 wieder Vorträge, Exkursionen und Bildungsreisen für Mitglieder und interessierte Bürger an. Am 13. März gibt es eine Wallfahrt zum Grab Adolph Kolpings in der Minoritenkirche zu Köln und anschließend eine Halbtagsexkursion zum neugestalteten Schnütgen Museum in Köln. Am 15. März bringt sich Dechant Jochen Thull, neugewählter Präses, in einem Vortrag zum Thema „Judas – von Gott Gestrafter oder von Gott Erwählter“ in die Bildungsarbeit der Kolpingsfamilie ein. Am 29. März findet Mitgliederversammlung statt. Außerdem sind für die achttägige Bildungsreise nach Südtirol vom 11. bis 18. September noch einige Plätze frei. Infos unter: 02232/152829.

 

Nach dem Motto „Brühler Karnevalisten, die Wissen schaffen“ Brühler Karnevalisten das aktuelle und vergangene Geschehen im Brühler Karneval in einem online Nachschlagewerk zusammenzufassen. Dazu haben sie ein Wiki für den Brühler Karneval eingerichtet. Unter der Adresse http://karnevalswiki-bruehl.de werden wissenswerte Informationen gesammelt und Entwicklungen aufgezeigt, die auf andere Weise nicht oder nur verstreut zur Verfügung stehen.

Die Giesler-Galerie als sogenanntes „Fachmarktzentrum“ ist heute aus dem Brühler Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Nach wie vor scheiden sich aber die Geister, wenn es darum geht, die Giesler-Galerie als erfolgreichen Brühler Einkaufsmagneten und als Bereicherung für den Brühler Einzelhandel zu bewerten.

Man befürchtete anfangs, dass das Fachmarktzentrum zu den Haupteinkaufszeiten ein Verkehrschaos in der City auslösen könnte. Dieser Befürchtung lagen damals geschätzte Besucherzahlen zu Grunde. Aber die Befürchtung trat nicht ein. Hat man sich in Bezug auf das Einzugsgebiet und die Besucherzahlen einfach nur verschätzt? Fakt ist, dass man fast jederzeit und allzu bequem einen Parkplatz auf dem Parkdeck der Giesler-Galerie bekommt: Ein Brühler Luxus, wenn man sich etwa die Parksituation in umliegenden Einkaufscentern ansieht. Auch das Einkaufen in der Galerie geht flott. Selten hat man längere Schlangen an den Kassen der Geschäfte, an den Aufzügen oder an den Parkautomaten. Alles vermeintliche Vorteile, die die Brühler auch dankend angenommen haben. Denn fast jeder kann sich noch an die hässliche Industriebrache Giesler Brauerei erinnern. „Alles ist heute besser als vorher“, meint der Mann auf der Straße. Recht hat er, denn schlimmer hätte es auch nicht mehr werden können.

 

Nach drei Turnieren steht die Lateinformation des Tanzsportclubs Brühl unangefochten auf dem ersten Platz der 2. Bundesliga. Zwei erste Plätze und ein zweiter Platz in den drei Turnieren der laufenden Saison setzen die Tanzsportwelt in Erstaunen.

 

Kürzlich machten sich insgesamt 36 Athleten des Brühler TV auf die Reise nach Sceaux und leisten damit wiederum einen gelungenen Beitrag zu Brühls Partnerstädtepflege. Der Anlass war abermals die Teilnahme am „Cross de Sceaux“, dem alljährlichen traditionsträchtigen Schlossparklauf, der in diesem Jahr bereits seine 36. Austragung erfuhr.

 

„Haydn unter Strom und Bach im Winter”

Auch in diesem Jahr kommen die Freunde der klassischen Musik in Brühl wieder voll auf ihre Kosten. Zum 54. Mal finden in der Zeit vom 7. Mai bis 6. November die Brühler Schlosskonzerte statt. Wir haben mit den Machern der Brühler Schlosskonzerte gesprochen, mit Hans-Peter Krämer, dem Vorsitzenden des Vereins Brühler Schlosskonzerte, mit dem Künstlerischen Leiter Andreas Spering und mit der Geschäftsführerin Lena Hug.

Das Brühler TheaterTeam zeigt am Wochenende 19./20. März in der Galerie am Schloss in seiner Produktion Szenen aus dem Bühnenstück „Witwendramen“ des Nürnberger Schriftstellers Fitzgerald Kusz. Erleben Sie eine Szenensammlung im besten Sinne, in denen sieben Witwen unterschiedlichen Alters zwischen Komik und Tragik pendeln: ob auf dem Friedhof, der Parkbank oder im Café – die „wilden“ Witwen rechnen mit ihren verblichenen Ehemännern ab. In allen Szenen zeigt Kusz, dass Leben Überleben heißt. Komme, was da wolle. Skurril, makaber, nachdenklich, traurig und heiter sind die Geschehnisse. „Trauer ist ebenso Arbeit“ wie auch „das Leben zu schön ist, um durch den Tod beendet zu werden“. Regie führt Leokadia Thiess. Karten gibt’s im brühl-info, Uhlstraße zum Preis von 12 Euro. Die Vorstellungen beginnen am 19. März um 20 Uhr und am 20. März um 18 Uhr.

Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens gibt der über Brühls Grenzen hinaus bekannte Blockflötenchor Coro-Monte-Zavelli ein besonderes Konzert mit Musik des 17. bis 21. Jahrhunderts. Unter der Leitung von Hildegard Zavelberg findet das Jubiläumskonzert am Sonntag, dem 27. März um 17 Uhr in der Galerie am Schloss statt, der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen: www.coro-monte-zavelli.de

 

In diesem Jahr veranstaltet der Elternbeirat der städtischen Tageseinrichtung „Im alten Forsthaus“, Kaiserstraße 29, den traditionellen Frühlingsflohmarkt am Samstag, den 19. März von 10 bis 13 Uhr. Wie in jedem Jahr werden preiswert viele gut erhaltene Sachen angeboten. Während die Großen stöbern, lockt die Cafeteria mit aromatischem Kaffee, köstlichem Kuchen, deftiger Wurst mit knusprigen Brötchen und erfrischenden Getränken. Der Reinerlös kommt den Kindern der Einrichtung zu Gute.

 

Seit 1955 verleihen der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Stadt Krefeld den Albert-Steeger-Preis an Nachwuchsforscher, die wesentliche Beiträge für die Erforschung und Entwicklung der rheinischen Landes- und Volkskunde geleistet haben. In diesem Jahr geht die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an Dr. Tobias Vogelfänger. Der 1977 in Brühl geborene Vogelfänger hat in Bonn von 1997 bis 2003 Geographie und Germanistik studiert, danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Rheinische Sprachforschung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität gearbeitet und 2008 promoviert.

 

(tg) Ursula Hensle wurde 1961 in Bielefeld geboren und wuchs in Essen auf. Nach dem Abitur studierte sie in Bonn Germanistik, Anglistik und Kommunikationswissenschaften. 1987 schloss sie ihr Studium mit dem Magister erfolgreich ab. Anschließend fand sie in Bonn eine Anstellung in der Pressestelle des Bundesministeriums der Finanzen und später in der damals noch in Siegburg ansässigen Bundesfinanzakademie (BFA). Nach einer mehrjährigen Elternauszeit wegen der Geburt ihrer drei Töchter nahm sie ihre Tätigkeit bei der inzwischen nach Brühl umgezogenen BFA wieder auf.