Jahrgang 2011
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Bühler Bilderbogen Juli 2011

Liebe Leser,

nach der Hitzewelle im Frühling schockt uns nun der Sommer mit typischem Aprilwetter. Völlig gegensätzlich zum Wetter verhält es sich in den letzten Wochen in der Brühler Kommunalpolitik. Hier geht es seit Monaten sehr hitzig zu. Und das liegt auch an den Themen, die die Gemüter der Brühler Bürger in Wallungen bringen. Nach der ruhmlosen „Ökostrom/Grünstrom-Kampagne“ des Bürgermeisters Kreuzberg und der Stadtwerke Brühl GmbH (wir berichteten, siehe auch unter www.inbruehl.com), werden jetzt auch andere, bereits realisierte Projekte der Stadt Brühl und der Brühler Politik wie das kostspielige, aber mangelhafte „Millionen-Euro-Grab“ Brühler Parkleitsystem in das mediale Licht der Brühler Lokalpresse gerückt. Der Bürger, dem von der Politik täglich „das Sparen“ aufs Butterbrot geschmiert wird, fragt sich angesichts dieser sinnlosen Verschwendung von öffentlichen Geldern, wozu das alles noch führen wird und wo er als Bürger dabei am Schluss bleibt. Wird auf der einen Seite für Nötiges zu Tode gespart und anderseits Geld für Unnötiges verpulvert?


Das Thema erhitzt im Moment die Gemüter in Brühl. Die Mehrheit das Brühler Rates hat mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD entschieden, dass der Anbau am Rathaus im Steinweg abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Kosten in Höhe von rund 10 Millionen wurden dafür veranschlagt. Doch Widerstand gegen das Projekt formiert sich. Wir haben uns daher in Brühl einmal umgehört.


David Hemmerlein mit Melanie Klütsch:
Die Frage ist, welche Vorteile ein Neubau bringt. Wir haben doch schon zwei Rathäuser und genug Platz. Ich weiß nicht, ob es nötig ist und ob es sein muss. Ich bin eher skeptisch. Bisher hat ja auch alles funktioniert und das Rathaus im Steinweg ist ja noch relativ neu.


„Alleine kann ich die Dinge nicht verändern”

In Vochem tut sich etwas. Seit dem 1. Mai ist die Stelle der Stadtteilmanagerin wieder besetzt. Isabel Vela Sanchez hat die Aufgabe übernommen und sich bereits mit Feuereifer in ihren neuen Job gestürzt. Wir haben uns mit der 44-Jährigen im neuen Stadtteilbüro am Thüringer Platz 10 zum persönlichen Gespräch getroffen.


Vor einem halben Jahr hat das Kleine Theater Brühl neue Räumlichkeiten bezogen. Nachdem die Theaterleute fünf Jahre im Brühler Jugendzentrum eine provisorische Bleibe gefunden hatten, zogen sie nun in das in der Villestraße gelegene Gebäude der alten Schule in Brühl-Heide ein. Dort haben sie nun ihre Probenräume und Platz für ihren Fundus. Allerdings mussten die Räumlichkeiten erst noch gründlich renoviert werden. Und das kostet Geld.

Da kam der Zuschuss über 800 Euro der Brühler Kulturstiftung gerade recht, den Andreas Brandt (li.), Heinz Berenbrok (3.vl.) und Markus Bärenfänger (re.) an Marco Reinhardt, Kalle Pchallek und Minka Mönch überreichten (unser Bild). Im Oktober gibt es die neue Produktion. Unter der Regie von Martina Reichenberger feiert „Urmel aus dem Eis” bald seine Premiere.

Im Zusammenhang mit ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag hat die Brühler Bank eG 1.000 Euro an den Lions Förderverein Brühl gespendet. Vorstandsmitglied Sven Verheugen überreichte den Spendenscheck im Rahmen der Lions-Prä-sidentschaftsübergabe an den neuen Präsidenten Frank Simpson. Mit ihnen freuten sich der scheidende Präsident Rolf Lublinsky sowie Berhard F. Schoch, der Leiter der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl.


„Die Qualität der Arbeiten zählt”

(tg) In der Ausstellungsreihe „Interim“ zeigen auch in diesem Jahr wieder vier Künstler des Brühler Kunstvereins ihre Werke. Günther Frerker, Apollonia Harwarth, Hannelore Klugiewicz und Günter Wagner präsentieren in der Alten Schlosserei des Marienhospitals in Brühl vom 10. bis zum 24. Juli Malerei, Grafik und Fotografie.


Unter diesem Titel sind vom 14. bis 24. Juli neue Arbeiten aus den Bereichen Objekt-Kunst und Material-Bilder von Frank Oehlmann in der Orangerie, Schloss Augustusburg Brühl zu sehen. Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 14. Juli von 19 bis 21 Uhr statt.


Mit der Unterstützung des Architekten Andreas Mezey laden zwei Künstler aus Siebenbürgen/Rumänien, Dènes und Botond Kuti, in Zusammenarbeit mit dem im Rheinland bekannten Skulpturenbildner Karl Ulrich Schönemeyer nach Brühl ein und stellen ab dem 28. Juli ihre ausdrucksstarken Gemälde und Skulpturen aus.

Das Brühler ZOOM Kino macht in den kommenden Wochen Sommerpause. Aber bereits ab Mitte Juli (am 15. Juli.) erscheint das Programm zum OPEN AIR. Der Vorverkauf für die beliebten Filmnächte ist am 23. und 30. Juli von 10 bis 13 Uhr vor dem Rathaus. Am 4./5./6. und 11./12./13. sowie 18./19./20. August flimmern dann wieder im Rathausinnenhof ausgewählte Filme über die Großleinwand. Sie beginnen bei ausreichender Dunkelheit.

Im Rahmen des brühlermakt kommen am Mittwoch, 13. Juli um 20 Uhr Phil Collins Fans im Rathaus-Innenhof auf ihre Kosten. Die zehnköpfige Tribute Band „Invisible Touch“ um Sänger Jürgen Kaselowsky widmet sich in einer spannenden Live-Performance dem überaus vielfältigen Werk Phil Collins’ und Genesis von den siebziger Jahren bis heute.

(tg) Petra Lentes-Meyer wurde 1964 in Brühl geboren. Sie wuchs mitten in der Innenstadt in der Mühlenstraße auf und besuchte das St.-Ursula-Gymnasium. Schon als Kind lauschte sie gerne, auf den Stufen im familieneigenen Blumenladen sitzend, den Brühler Geschichten, die sich die Erwachsenen erzählten. „Ich habe das mit der Muttermilch aufgesogen“, lacht sie. Nach dem Abitur studierte sie in Bonn und Köln Kunstgeschichte, Geschichte und Französisch. „Als ich später Praktika in verschiedenen Museen gemacht habe, merkte ich aber, dass mir die reine Wissenschaft zu trocken ist“, fand sie heraus.


Täglich gehen viele Grundschüler ohne Frühstück im Ranzen zur Schule. Der gemeinnützige Verein breakfast4kids sorgt dafür, dass viele dieser Kinder morgens ein nahrhaftes Brötchen bekommen. So werden seit November letzten Jahres täglich auch 40 Kinder an einer Brühler Grundschule versorgt. Eine Kunstauktion am 10. Juli, bei der rund 60 Werke versteigert werden, soll die Finanzierung der Aktion sichern.

Rolf Lublinsky, Präsident des Lions Club Brühl 2010/2011, übergab mit einem feierlichen Festakt sein Präsidentenamt an seinen Nachfolger, Frank Simpson, 58. Der neue Präsident verleiht dem Lions Club Brühl einen feinen, britisch–diplomatisch geprägten Akzent, war er doch ehemaliger britischer Luftwaffen-Attaché in Berlin. Der Lions Club Brühl ist Teil der weltweiten Lions-Bewegung, die für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft eintritt. Im letzten Jahr wurden seitens des Lions Club für insgesamt 30.300 Euro soziale und kulturelle Belange hauptsächlich in Brühl gefördert.