Jahrgang 2012
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

Brühler Bilderbogen Juni 2012

Liebe Leser,

auf unserem Titelbild zeigt uns Bernhard F. Schoch, langjähriger Leiter der Kunst- und Musikschule Brühl (kurz KuMS) und somit auch „kulturelles Brühler Urgestein“, seinen letzten offiziellen Arbeitstag. Mit Bernhard Schoch verbindet uns und der Brühler Bilderbogen sehr viel. Als wir im Jahr 2002 planten, den Brühler Bilderbogen unter der neuen Flagge „Kulturmagazin für Brühl“ wieder zu veröffentlichen, war es neben anderen Personen auch Bernhard Schoch, den wir vorab um seinen diskreten, klugen Rat baten: „Geht das, ein Kulturmagazin für Brühl?“ Er antwortete damals in seiner humorvollen Art und mit seinem weisen Lächeln: „Prinzipiell ja, aber...“


Seit ein paar Tagen läuft die EM 2012 in Polen und der Ukraine. Die ersten Überraschungen hat es schon gegeben. Die deutsche Mannschaft war davon nicht betroffen und wurde mit einem mühsamen 1:0-Sieg gegen Portugal ihrer Favoritenrolle gerecht. Ist das Deutschland stark genug für den Titel? Wer kommt noch in Frage? Wir haben uns in der Brühler Innenstadt umgehört.

Klaus Kröhne:

Nach der herausragenden Qualifikation spricht vieles für Deutschland. Ich würde es Herrn Löw aufgrund seiner sympathischen und kompetenten Art auch gönnen, den Titel zu gewinnen. Die junge Mannschaft überzeugt mich. Und falls es sonst keiner sagt: Deutschland ist eine Turniermannschaft.

 


„Die schulische Bildung der Kinder ist uns sehr wichtig“

Im vergangenen Jahr wurde die „Sportschule Kahramanlar“ von Stadtsportverband für die beste Jugendarbeit in Brühl ausgezeichnet. Mit Stolz nahm Fatih Türk, der 1. Vorsitzende des Vereins, den Wanderpokal entgegen. Denn damit wurde das bemerkenswerte Engagement des Vereins gewürdigt, der es sich zur wesentlichen Aufgabe gemacht hat, in Brühl einen wichtigen Beitrag zur Integration ausländischer Jugendlicher beizutragen.

Die Fotoausstellung „schwarzweiß ist Farbe genug” wurde vor wenigen Tagen im Brühler Kunstverein erfolgreich eröffnet. Die Mitgliederschau im Rahmen der Interim, die 2012 dem 40-jährigen Vereinsjubiläum gewidmet ist, hat ein gemischtes Publikum in die Alte Schlosserei des Marienhospitals gelockt, zu dem auch zahlreiche Nicht-Mitglieder zählten. Die Gruppenausstellung ist bis zum 24. Juni während der verlängerten Öffnungszeiten (Mi.-Fr. 15 bis 17 Uhr, Sa. und So. 13 bis 17 Uhr) zu sehen.

Zur Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Bundesliga wird der 1. FC Köln ein Testspiel gegen den SC Brühl austragen.

Das Spiel findet am Donnerstag, 28. Juni um 17.30 Uhr, im Schlossparkstadion statt.


„Ich fühle mich in Brühl sicher”

Einbruch in ein Autohaus, Einbruch bei einem Juwelier auf der Uhlstraße, Einbruch in der Giesler-Galerie, Überfall auf eine Tankstelle. Die Meldungen der letzten Wochen ließen aufhorchen. Dazu kommen die vielen kleineren und garößeren Delikte, gegenwärtig vor allem auch Fahrraddiebstähle. Täuscht der Eindruck oder häufen sich in letzter Zeit die Negativschlagzeilen? Ist es in Brühl eigentlich noch sicher?

 

Die alten Römer gaben sich nicht mit dem trüben Rheinwässerchen zufrieden. Nein, bei ihnen kamen in „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ (Köln) nur das kristallklare Quellwasser direkt aus der Eifel auf den Tisch. Hierzu schufen sie eine Wasserleitung von Nettersheim bis in ihre Stadt – eine wahre Meisterleistung der Ingenieurskunst und ein Fest für Archäologen. Schon viele Jahre konnten Wanderfreunde entlang der historischen Strecke Natur und Architektur genießen. Nun wurde die geniale Symbiose aus Historie und Natur nach umfangreichen Neubeschilderungsmaßnahmen wieder für das wandernde Volk freigegeben,der neue Römerkanal-Wanderweg eröffnet und zugleich auch die touristische Inwertsetzung des Weges gefeiert. Hierzu gehören ein neu gestalteter attraktiver Internetauftritt, ein neu aufgelegter Wanderführer im Taschenbuchformat sowie zahlreiche buchbare Angebote für Mehrtageswanderer.

Auch die Stadt Brühl, die sich zusammen mit den12 Anrainergemeinden an diesem Tag in einer Charta zur dauerhaften Sicherung des mit 100.000 EUR sanierten Weges verpflichtete, zeigte sich stolz und freut sich nun auf die zahlreichen Wanderfreunde, die auf dem Weg in Brühl Station machen werden. 116 km von Nettersheim nach Köln die sich lohnen und die, kurz vor dem Ziel, durch unser schönes Brühl führen.

Die Dorfgemeinschaft Schwadorf feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Dies wird u.a. mit dem traditionellen Dorffest auf dem Spielplatz Weiherhofstraße am Sonntag, den 1. Juli gefeiert. Nach der Hl. Messe. (10.30 Uhr) gibt es viele Mitmachaktionen und ein Bühnenprogramm mit dem Chor Aufbruch, den Jagdhornbläsern und den Bömmelöms sowie weiteren Darbietungen für Groß und Klein.

Als Schenkung aus dem Nachlass der Familie Oberle erhielt die Stiftung Max Ernst kürzlich ein frühes, 31,5 x 22 cm großes Ölgemälde von Max Ernst, das nun die „Schausammlung im Wechsel“ des Max Ernst Museums Brühl des LVR bereichert. Damit wird die Präsentation mit einem weiteren, für die frühe Zeit des Künstlers charakteristischen Werk dauerhaft erweitert.

 

Der Dokumentarfilm ist für viele Filmemacher immer wieder eine besondere Herausforderung, Geschichten auf den Punkt zu bringen. Auf ausgewählte Arbeiten dürfen sich Fans erneutim Brühler ZOOM Kino im Juni freuen. In einer Doku-Woche haben die Macher an sechs aufeinanderfolgenden Tagen  ganz unterschiedliche aktuelle Filme für ihr Publikum ausgesucht.

Los geht es am Donnerstag, den 14. Juni, ab 18 und 20.15 Uhr mit „John Irving und wie er die Welt sieht“. Am Freitag, den 15. Juni, folgt ab 13.45, 18 und 20.15 Uhr „6 x Venedig“. Am Samstag, den 16. Juni, läuft ab 18 und 20.15 Uhr der Film „Sing Your Song“. Am Sonntag, den 17. Juni, sind ab 18 und 20.15 Uhr der Mittelpunkt „Die Thomaner“. Am Montag, den 18. Juni, heißt ab 18 und 20 Uhr die Überschrift auf der Leinwand

„Work hard – play hard“. Am Dienstag, den 19. Juni, läuft zum Abschluss ab 18 und 20 Uhr „100 Porsches and Me“.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst unter der Kuppel“ findet in der Gesamtschule Brühl – Europaschule in NRW – am 13. Juni die Buchpräsentation eines durch das NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ geförderten Literatur-Kunst-Projektes statt. Betreut durch den Schriftsteller Sascha Pranschke und den Kunstlehrer Daniel Artner haben Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe biblische und mythologische Motive aus Bildern des Wallraf-Richartz-Museums in Köln durch Kurzgeschichten und Illustrationen neu interpretiert. Die entstandenen Bilder und das Buch werden bis zum6. Juli in der Gesamtschule Brühl ausgestellt. Sascha Pranschke, 1974 in Hannover geboren, ist Autor und Dozent für Kreatives Schreiben. In Köln arbeitete er als Journalist und Texter und leitete das Junge Literaturhaus Köln. Mehr Infos unter  www.pranschke-schreibt.com.

(tg) Bernhard F. Schoch wurde 1951 in Homberg geboren, das jetzt zu Duisburg gehört. Der Vater war Mediziner, die Mutter Hausfrau. Zusammen mit vier Geschwistern wuchs er auf und begann mit acht Jahren auf Geheiß seines Vaters Klavier zu spielen. „Es hat mir aber von Anfang an Spaß gemacht“, erinnert sich Bernhard Schoch. „Ich fühle mich vom Schicksal begünstigt und privilegiert, in der Musik versinken zu können. Innerhalb von Sekunden ist dann die Seele frei, das Herz offen, die Sonne scheint.“

 

Mit einer lustigen Idee überraschte kürzlich Harry Hupp, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative „Rathausanbau Steinweg bleibt“, um den mittlerweile beendeten Rechtsstreit der Initiative gegen die Stadt Brühl zu refinanzieren. Dieserwurde von den Initiatoren zunächst aus eigener Tasche und in einer Höhe von ca. 5.000 Euro vorfinanziert. Nun gilt es, auch die letzten ca. 1.000 Euro Verfahrenskosten mit Spenden von Brühler Bürgern refinanzieren zu können. Ab sofort gibt es für jeden Spender, der 50 oder 100 Euro spendet, ein gestaltetes „Zertifikat Demokratiespende“ sowie auf Wunsch natürlich auch eine Spendenquittung. Am 22. Juni wird Harry Hupp ab 14 Uhr das „Zertifikat” im Rahmen einer Live-Musik-Veranstaltung im Café Duett, Janshof 2, der Öffentlichkeit präsentieren.