Jahrgang 2012
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Brühler Bilderbogen September 2012

Liebe Leser,
ein sehr durchwachsener Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen, die Sommerferien sind seit ein paar Tagen vorbei und in unserem kleines Städtchen Brühl beginnt wieder ein reges Treiben. Die aktuelle Herbstmode wird überall in den Schaufenstern präsentiert, und man kann endlich auch wieder Spekulatius-Plätzchen kaufen.


Der Saisonstart des 1. FC Köln in der 2. Liga ist gründlich misslungen. Nach dem großen Umbruch im Verein, einem neuen sportlichen Leiter, einem neuen Trainer und einer runderneuerten Mannschaft scheint es noch einige Zeit zu brauchen, bis der rheinische Traditionsverein höhere Tabellenregionen in Angriff nehmen kann. Oder geht es doch schneller sportlich wieder bergauf?
Wir haben uns in der Innenstadt einmal umgehört, zufällig am „Tag des Katastrophenschutzes“. Ob die Prognosen deshalb so zurückhaltend ausgefallen sind?

Sören Mauer: Ich glaube, der FC landet auf dem 5. Platz. Für mehr ist diese Mannschaft noch zu unerfahren. Aber der FC ist auf dem richtigen Weg. Sie haben jetzt eine Mannschaft mit Zukunft, die zusammenwächst. Das braucht noch etwas Zeit. Ich bin FC-Fan und gehe auch manchmal ins Stadion.

„Wir machen kein Gefälligkeitstheater“

Jahr für Jahr zählen die Premieren der neuesten Produktionen des Kleinen Theater Brühls (kurz KTB) zu den Höhepunkten des kulturellen Veranstaltungskalenders in Brühl. Am Samstag, den 15. September ist es um 20 Uhr in der Galerie am Schloss wieder so weit. Dann steht William Shakespeares „Wintermärchen“ auf dem Spielplan der Brühler Theaterfreunde. Weitere Aufführungen gibt es am 16. September (19 Uhr), 22. September (20 Uhr) und 23. September (19 Uhr) an gleicher Stelle.

Am Samstag, dem 8. September, findet um 19.30 Uhr das diesjährige Sommerliche Musikfest in der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Willy-Brandt-Straße 1, statt. Konstantin Werner, Klarinette, und sein Klavierbegleiter Bastian Pütz eröffnen das Programm mit einem Klarinettenkonzert von Bernhard Crusell. Sie haben beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert 2012” den dritten Preis erhalten.

In diesem Jahr feiert die Musikwelt den 150. Geburtstag von Claude Debussy, der als Begründer des Impressionismus gilt. Mit „Prélude à l' après-midi d'un faune für Querflöte und Kammerorchester” – Leitung: Karel Jockusch –  und mit „L'Isle Joyeuse für Klavier solo” – Michael Hänschke – stellen die an der Kunst- und Musikschule tätigen Künstler zwei Hauptwerke des französischen Komponisten vor.
Der durch sein Orchesterwerk Bolero weithin bekannt gewordene Maurice Ravel kommt als Landsmann Debussys mit seiner Introduktion und Allegro für Harfe und Kammerensemble zu Gehör.
Nach der Pause erklingt eine Welturaufführung des Brühler Komponisten und Dozenten an der Kunst- und Musikschule Matthias Petzold: Sonett to the dark Lady für Saxophon-Quartett. Das Curuba-Jazzorchester der Kunst- und Musikschule unter der Leitung von Elmar Frey beendet das Konzertprogramm im Auditorium Maximum der FH-Bund.
Im Anschluss erklingt zu kulinarischen Spezialitäten der Fachhochschul-Gastronomie der mitreißende Swing des Sinfonischen Blasorchesters THE LOPE und der Jazz-Combo Blechlawine der Kunst- und Musikschule. Als Mitternachts-Spitze glänzt Thomas Müller am Klavier mit Barmusik und Jazzimprovisationen.
Das Sommerliche Musikfest ist eine Benefizveranstaltung, initiiert vom Lions Club Brühl, der gemeinsam mit dem Förderkreis Musikschule Brühl e.V. und der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung seit 18 Jahren das Sommerliche Musikfest organisiert. Unterstützung erfährt der Lions Club von großzügigen Spendern wie der Brühler Bank eG. In diesem Jahr spendete die Bank im Zusammenhang mit ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag 1.000 Euro. Vorstandsmitglied Sven Verheugen überreichte den Spendenscheck an den Präsidenten Dr. Heinz Dahlmann. Der Erlös kommt der Arbeit der Kunst- und Musikschule und Kindern aus einem schwachen sozialen Umfeld sowie Menschen mit Behinderung zugute, ferner auch dem Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JEKI), das die Musikschule in Kooperation mit den Schulen der Stadt Brühl seit einigen Jahren durchführt.
Karten zum Preis von 10 bzw. 22,50 Euro gibt es im brühl-info, Uhlstraße 1 oder im Sekretariat der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl, Liblarer Straße 12-14.

Am 27. September ist es wieder so weit. Dann heißt es bereits zum 14. Mal Vorhang auf für Handpuppen und Marionetten aus ganz Deutschland und Europa – sowie deren begabte Puppenspielern. Seit 26 Jahren gehören die Internationalen FigurenTheaterTage fest in die Brühler Kulturlandschaft und haben sich zum umfangreichsten Genrefestival der Region entwickelt. An elf Tagen werden elf Theater insgesamt 13 Stücke in Brühl aufführen. Vom Kindertheater über Klassische Literatur und Kabarett bis hin zur skurrilen Neuinszenierung bekannter Stücke – für jeden Geschmack ist hier etwas zu finden.
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen der 14. Internationalen FigurenTheaterTage gibt es im ausliegenden Programmheft im brühl-info, den Rathäusern und an ausgewählten Orten zum Mitnehmen, sowie natürlich online unter www.bruehl.de. Tickets für die Veranstaltungen erhalten Sie für Euro 16/ 12 (ermäßigt) im brühl-info, Uhlstraße 1, 50321 Brühl, Telefon 02232 79-345

Eigentlich wollten sich Eva Heymann und ihr Mann am Freitag nur einen schönen Abend machen und den Film „The Artist” im ZOOM Open Air Kino im Brühler Rathaus Innenhof ansehen. Damit ihnen Plätze sicher waren, hatten sie ihre Eintrittskarten bereits im Vorverkauf erstanden und waren bei der Gelegenheit auch gleich ZOOM Mitglied geworden. Kurz vor Filmbeginn wurde sie dann überraschend als 1000. Vereinsmitglied begrüßt und geehrt und bekam nicht nur Blumen sondern auch eine lebenslange Freikarte für das ZOOM Kino überreicht.

Nach der Sommerpause, in der das ZOOM Kino auf den technisch modernsten Stand gebracht wurde, wird das attraktive Programm wie gewohnt auch durch Sonderveranstaltungen ergänzt. So läuft am 16. September der Buster Keaton Stummfilmklassiker „Trotz-Heirat”, zu dem der Komponist Frank Fröhlich eine neue Musik schuf. Er begleitet den Film live im Kino auf der Akustikgitarre.



„Von Angesicht zu Angesicht“: das Leitwort des ökumenischen Kirchentages  Brühl, der am 23. September stattfindet,  lässt die Dimensionen christlichen Glaubens, Lebens und Handelns in unserer Stadt deutlich werden. Verschiedene Veranstaltungen, Gottesdienste, Gespräche und Mitmachaktionen gestalten das Treffen, das an kirchlichen Orten der Innenstadt – St. Margareta, St. Maria von den Engeln, Hl. Johannes der Täufer, Christuskirche  – wie im öffentlichen Raum vom Markt Rathausvorplatz, Schlossstraße und Steinweg stattfindet.
Dieser 3. Ökumenischen Kirchentages in Brühl wird mit einem gemeinsamen Gebet eröffnet, zu dem  die Teilnehmenden, die von ihren jeweiligen Kirchen auf unterschiedlichen Wegen auf dem Rathausvorplatz zusammenkommen, wo ihnen  als verbindendes Zeichen das Kirchentagstuch umgehängt wird: „Von Angesicht zu Angesicht!“. Das Mittagsgebet um 12 Uhr und der Abschlussgottesdienst vor dem Rathaus um 17.30 Uhr bilden die Eckpunkte dieses Tages, der mit seinen Angeboten zur Erfahrung von Gemeinschaft, Verantwortung  und  Miteinander führen will: von Angesicht zu Angesicht.



„Die Segel sind gesetzt”



Ende Mai gründete sich in Brühl eine Crew der Piratenpartei. Neben den Crewkoordinatoren Harry Hupp und Sascha Ohlow gehören auch die Mitglieder Jannis Milios, Thomas Hoffmann, Dennis Voigt und Barbara Ritter zu den Brühler Piraten der ersten Stunde.
Wir haben uns mit ihnen getroffen, um etwas über ihre Beweggründe, ihre Motivation und ihre Ziele zu erfahren. Dabei waren auch die Wesselinger Piratin Barbara Richter und aus Erftstadt Bernhard Grosse-Frintop.

Drei Vorstandsmitglieder der Interessengemeinschaft Brühler Künstler begrüßten ihr 50. Mitglied im Atelier Uhltopf in der Uhlstraße. Die Malerin Karin Friedrich, die vor Kurzem mit ihrem Mann aus dem Süddeutschen nach Brühl gezogen ist, informierte sich über die örtliche Kunstszene in Brühl. Dabei stieß sie gleich auf die Künstlergruppe. Als Willkommensgeschenk überreichten der Vorsitzende Günter Wagner und seine Stellvertreter Judith Klein und Andreas Heim der Künstlerin, die noch ein Atelier sucht, einen Blumenstrauß, ein Gutscheinbuch für Kultureinrichtungen im Rhein-Erft-Kreis und einen Bildband über das Max Ernst Museum.

Peter J. Klasen, wurde 1965 in Ratingen geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er mit acht Jahren, Orgelunterricht mit 16. Er studierte katholische Kirchenmusik in Essen und erhielt 1988 das Examen. Nach seinem Zivildienst im Krankenhaus trat er seine erste Stelle als Kirchenmusiker in Bonn an. Ersten Kontakt mit St. Margareta hatte Klasen, als er 2000 bei einem großen Konzert mitsang. 2004 wurde er dann zum Seelsorgebereichskirchenmusiker in Brühl berufen. In dieser Funktion ist er für alle kirchenmusikalischen Belange der katholischen Kirche in Brühl verantwortlich.