Jahrgang 2013
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Brühler Bilderbogen Mai 2013

Liebe Leser,
wünschen Sie sich auch, irgendwann in der Bayrischen Politik hauptberuflich tätig zu sein? Besonders, wenn Sie schon immer über einen christlich-sozialen Hintergrund und gleichzeitig großen Familienanhang verfügen. Selbst wenn es jetzt reumütige Zurückzahlungen von Ehefrauen- und Verwandten-Gehältern gibt, so scheint eines doch klar: Es gibt auch in unserem Land immer wieder Staatsbedienstete, die gern mit Selbtbedienungsmentalität durch das Berufsleben schreiten. Ganz klar, so schlimm wie in Italien oder Afghanistan ist es bei uns nicht, aber haben Sie nicht auch langsam von derartigen Argumenten genug? Unser Alltag zeigt gegenwärtig, dass auch ein deutscher Topmanager als Präsident eines der besten europäischen Fußballclubs nicht unbedingt zurücktreten muss, auch wenn er mit einer 5-Millionen-Kaution nur knapp einer Untersuchungshaft  als Steuersünder entronnen ist. Ja, das liebe Geld und die bösen Steuern, die unseren Staat am Leben erhalten.

Spät ist der Frühling gekommen, aber jetzt ist er ja da. Es macht wieder Spaß, seine Freizeitaktivitäten bei angenehmen Temperaturen ins Freie zu verlegen. Der eine oder andere hat sicher auch den großen Frühjahrsputz schon hinter sich und sein Heim auf Vordermann gebracht. Dann fühlt man sich doch gleich viel wohler. Wo müsste eigentlich in Brühl noch ein wenig Hand angelegt werden, wo ist es jetzt schon besonders schön? Wir haben uns in der Innenstadt umgehört.

Anke Blansch mit den Söhnen Timo und Luis:

Wir mögen die Fußgängerzone in der Innenstadt. Besonders schön ist auch der Kinderspielplatz am Heider Bergsee. Auch auf der Maiglerwiese gibt es einen schönen. Etwas getan werden müsste auf dem Gelände um die neue BTV-Halle. Die könnte sicherlich noch schöner gestaltet werden. Da fehlt zum Beispiel ein Kinderspielplatz.


Nicht nur Steven Spielberg, Christoph Waltz und Nicole Kidman werden vom 15. bis 26. Mai in der Jury des berühmten Filmfestivals in Cannes sitzen, sondern auch in einer weiteren Jury-Reihe der Brühler Thorsten Kleinschmidt. Dem Brühler ZOOM Kino wurde ein Juryplatz in einer der wichtigsten Nebenreihen, der „Quinzaine des Réalisateurs”, angeboten, den Vorstandsmitglied Kleinschmidt gern angenommen hat. Die Quinzaine existiert bereits seit 1969 und zeichnet Filmemacher für besonders mutige Projekte aus. So erhielt z.B. im letzten Jahr Pablo Larrain die Auszeichnung für seinen Film „No!”, der nun aktuell in den deutschen Kinos zu sehen ist. Thorsten Kleinschmidt wird zusammen mit seinen Jurykollegen aus Frankreich und Polen die gesamte Zeit vor Ort sein, am Festivalbetrieb teilnehmen und top-aktuell von dort berichten. Er freut sich auf aufregende Tage und einen Austausch mit anderen Filmemachern.

Müde, aber glücklich und voller Eindrücke und mit Tausenden von Fotos sind die Sänger von Eufonia von ihrer fast zweiwöchigen Tournee durch Namibia nach Brühl zurückgekehrt. „Alle Tourziele sind bei weitem übertroffen worden”, sagt Geschäftsführer Klaus Kröhne: „Wir hatten drei phantastische Konzerte, haben dem Publikum riesige Freude gemacht. Und wir hatten wahnsinnigen Spaß in der Gruppe, eine sehr positive Grundhaltung, auch wenn das Eine oder Andere einmal nicht geklappt hat. Es ist niemand überfallen worden. Alle sind gesund, wir haben alle Orte, die wir erreichen wollten, erreicht. Ich bin höchst zufrieden.”

Beim ersten Konzert in Windhoek am Ostersamstag begrüsste der Botschafter Onno Hückmann das Publikum und Eufonia mit den Worten: „So eine Tournee wie die von Eufonia gereicht Deutschland zur Ehre, verbessert unser Standing hier in Namibia. Wir freuen uns sehr über Euren Auftritt!“
Das Publikum hat Eufonia begeistert aufgenommen, es gab wiederholt Standing Ovations. Was die Eufonisten besonders gefreut hat: Eufonia konnte bei mehreren Gelegenheiten zusammen mit den Einheimischen musizieren – nicht nur mit dem befreundeten Swakopmunder Männergesangverein, sondern auch mit dem Sextett „Vocal Galore”, bestehend farbigen afrikanischen Sängern.
Neben den Konzerten und den endlos langen Busfahrten – Namibia ist doppelt so groß wie Deutschland und die Straßen sind zum größten Teil Schotterpisten – gab es immer noch Zeit, die grandiose Natur des Landes zu erleben: Auf einer Wildfarm fuhren die Eufonisten in offenen Wagen quer durch das Gehege mit wilden Geparden und Leoparden, wobei die Geparden fast ins Auto sprangen, um an das mitgebrachte Fleisch zu kommen.
Auf den höchsten Dünen der Welt war Eufonia, in Swakopmund an der Atlantikküste, außerdem im ausgetrockneten Bett des Swakop-Flusses zu einem stimmungsvollen Grillfest.

Im Rahmen des „brühlermarktes” wird Eufonia am 20. Juli im Rathaus-Innenhof eine exklusive musikalische Verarbeitung der Namibia-Erlebnisse bieten. Ein ganz neues Eufonia-Programm für den Herbst 2013 ist schon in Vorbereitung.

Durch die Natur wandern, im Grünen an der frischen Luft, was gibt es Besseres für Körper und Seele. Der Brühler Eifelverein  organisiert im Mai zahlreiche Wanderungen. Eine anspruchsvolle Wanderung führt am 12. Mai von Hückeswagen, Dahlhauser Schweiz bis Wuppertal. Wanderführer ist Wilhelm Sechtem.

Weiter geht es mit Doris Pfeiffer am 20. Mai zu den Orchideen im Eschweiler Tal nach Wadendorf (ca.15 km). Am 22. Mai folgt eine 18 km lange Wanderung „über den Pingenweg“ von Kall nach Urft und Eifelsteig mit Rainer Wirth. Am Sonntag den 26. Mai gibt es eine Wanderung für Großeltern mit Enkelkindern. Weitere Infos gibt es unter www.eifelverein-bruehl.de oder unter Telefon 02232/949530.

(BM) Die Erste Heilige Kommunion 2013 ist inzwischen in allen Brühler Pfarreien gefeiert worden. Weil das große Fest der Erstkommunion nicht zugleich auch den Abschluss der Kommunionvorbereitung des vergangenen halben Jahres darstellen sollte, unternahmen die Kinder des Brühler Süden (der Pfarrgemeinden St. Severin Schwadorf, St. Pantaleon Badorf und St. Pantaleon Pingsdorf) gemeinsam mit ihren Katechetinnen und Katecheten eine Abschlussfahrt zum Kölner Dom.

Begleitet von Gemeindeassistentin Tanja Limmer nahmen sie an einer Kinderführung durch Kölns Wahrzeichen teil. Hier standen natürlich der Dreikönigsschrein mit seiner Geschichte und die Geschichten rund um den Dom und die Kölner im Mittelpunkt. Reges Interesse fand auch das neugestaltete Domfenster von Gerhard Richter, das die unterschiedlichsten Fantasien wecken konnte. Einen gemütlichen Abschluss nahm der Ausflug dann bei einem gemeinsamen Picknick im DomForum, bevor es in der überfüllten Linie 18 wieder zurück nach Brühl ging.

„In der Kunst gehört die Auseinandersetzung dazu”
Der Brühler Kunstverein geht gut gerüstet und personell neu aufgestellt ins 41. Jahr seines Bestehens. Auf der Jahreshauptversammlung, die kürzlich stattfand, wurden Gaby Zimmermann zur neuen Vorsitzenden Ulrike Ullmann zur Stellvertreterin und Günter Wagner zum Schatzmeister gewählt. Verstärkt wird das Team durch einen vierköpfigen Beirat, dem Ute Remus, Kathrin Höhne, Karin Friedrich und Renate Schäfer-Jökel angehören. Wie der Vorstand die kommenden beiden Jahre gestalten will und wo er die Schwerpunkte setzt, verriet er uns im persönlichen Gespräch.

„Es macht Spaß, gemeinsam herumzutüfteln”
Die Idee der Repair-Cafés stammt aus den Niederlanden und kam vor etwa zwei Jahren auf. Nach und nach fand sie auch in Deutschland viele Anhänger. In Köln gibt es bereits zwei Repair-Cafés, in Brühl wird es ab dem Herbst eins geben. Wir haben uns von Jessica Reisner, Annette Blank und Louise Hasenhauer, die zu den Initiatoren des Brühler Repair-Cafés zählen, erklären lassen, was es mit der Idee auf sich hat.

BBB: Viele Menschen werden mit dem Begriff Repair-Café nicht so viel anfangen können. Welche Idee steckt dahinter?
Jessica Reisner:
Vereinfacht gesagt geht es darum, Defekte an Elektro-Kleingeräten und andere kleine Schäden an Gebrauchsgegenständen gemeinsam zu reparieren.

Zunächst einmal im Monat wird es ab dem Herbst das Repair-Café im Pfarrheim St. Margareta, Heinrich-Fetten-Platz, geben. Die Gruppe der ehrenamtlichen Organisatoren des Brühler Repair-Cafés suchen weiterhin nach Menschen jeden Alters, die in elektronischen und handwerklichen Fragen fit sind und vielleicht auch kleine Geräte wie Lötkolben, oder besondere Werkzeuge, die man für die Reparatur kleiner Geräte braucht, mitbringen können. Interessenten für die fachkundige Begleitung des Repair-Cafés melden sich bitte unter dieser E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Meldung ist selbstverständlich unverbindlich.
Neben der Reparatur von Elektro-Geräten können auch andere Gebrauchsgegenstände zum Reparieren oder Ausbessern mitgebracht werden, wofür z.B. eine Nähmaschine vorhanden sein wird. Auch Besucher, die mit anderen Handarbeiten oder einfach nur aus Interesse das Repair-Café besuchen möchten, sind dort herzlichst auf einen Kaffee willkommen.
Die Teilnahme am Brühler Repair-Café ist kostenlos. Es wird eine Spenden-Box geben, um langfristig eigenes Werkzeug für Reparaturen und Verbrauchsmaterialien wie Lötzinn finanzieren zu können. Auch der Verzehr von Kaffee und Kuchen und eine kleine Spende dafür erweiteren die Betätigungsmöglichkeiten der Tüftler. Weitere Informationen gibt es unter:
http://repaircafebruehl.wordpress.com/

(tg) Manfred Rudolf wurde 1952 in Brühl geboren, wo er bis heute – abgesehen von einer kurzen Unterbrechung in den achtziger Jahren – lebt. 1986 zog er zurück in die Schlossstadt. Er kaufte ein Haus an der Bergerstraße, dass er an einem Wochenende besichtigt hatte. „Wäre ich an einem normalen Wochentag da gewesen, hätte ich es wohl nicht erworben“, lacht er heute in Anspielung darauf, dass die Bergerstraße stark befahren wird. So engagierte er sich mit anderen Bewohnern in einem Bürgerantrag für verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen, die auch von Erfolg gekrönt waren.