Jahrgang 2013
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Am 22. September findet nicht nur die Bundestagswahl statt. Im Rhein-Erftkreis wird auch ein neuer Landrat gewählt. Aussichtsreicher Kandidat ist der Brühler Bürgermeister Michael Kreuzberg (CDU). Er wirbt mit dem nichtssagenden Slogan „Stark. Sozial. Rhein-Erft.” um die Wählerstimmen.
Seit 14 Jahren steht der 56-jährige frühere Studienrat als hauptamtlicher Bürgerneister an der Spitze der Brühler Stadtverwaltung. Vieles hat er in dieser Zeit bewirken können und erreicht, in den letzten Jahren allerdings gab es aber auch einige Male Anlass zu Kritik. Wir wollten von den Brühler Bürgern erfahren, welche Aufgaben bislang unerledigt blieben.




Jennifer Flecken und Benjamin Sekic:

Es ist schade, dass so viele Geschäfte zumachen und von 1-Euro-Shops abgelöst werden. Es war auch mehr Leben auf den Straßen.




Michael Stinsky:

Die Verbindung des Balthasar-Neumann-Platzes zur Fußgängerzone halte ich für nicht so gelungen. Ich würde mir auch wünschen, dass die Brühler Kultur wie z.B. die Amateurtheatergruppen mehr unterstützt wird. Im Gespräch hat mir Herr Kreuzberg gesagt, dass er froh über die Brühler Theatergruppen ist, auch weil externe so teuer geworden sind. Aber auch für die Brühler Gruppen ist alles teurer geworden, alles kostet Geld. Wenn Brühl den Anspruch hat, eine Kulturstadt zu sein, müsste ein größeres finanzielles Entgegenkommen und ein größerer Bonus sichtbarer werden.




Richard K. Wiese:

Michael Kreuzberg hat den Fahrradverkehr total vernachlässigt. Seit Rot-grün wurde nichts mehr für die Pflege und den Ausbau der Radwege gemacht. Außerdem arbeitet die Stadtverwaltung meiner Meinung nach total ineffektiv. Die Mitarbeiter werden nicht gefördert, ihr Potenzial nicht ausgenutzt. Das hat negative Auswirkungen auf die Stadt. Mich störlt auch, dass die Bewohner der umliegenden Stadtteile wie Heide, Badorf oder Schwadorf an Sonntagen nicht mit dem Bus in die Stadt fahren können. Vor allem für Jugendliche und ältere Mitbürger ist das schlecht.




Dr. Hans-Hermann Remagen:

Der Teilneubau des Rathauses, der dann auch behindertengerecht wäre und in dem auch das Servicecenter und die Stadtbücherei untergebracht wären. Ich bedaure sehr, dass dieses Projekt an dubiosen Darstellungen gescheitert ist. Auch die Probleme der Kölnstraße sind nicht gelöst, während die südliche Innenstadt durch die Giesler-Galerie aufgewertet wurde und nicht mehr so viel Kaufkraft nach Hürth abwandert.




Christel und Ralf Bürger:

Die Parkplatzmöglichkeiten sind sehr kostspielig geworden. Wir wohnen in Heide, da können wir dann auch nach Hürth fahren, das ist weder von der Zeit noch von der Entfernung ein großer Unterschied. Außerdem ist uns aufgefallen, dass der große Spielplatz an der Grubenstraße früher viel schöner war. Die Geräte sind für kleine Kinder ungeeignet, die Mülleimer werden kaum geleert, die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Geärgert hat uns vor allem, dass ein Glascontainer an einen neuen Standort gestellt wurde, der alte aber überhaupt nicht gesäubert wurde. Da erwarten wir mehr Pflege.




Hellmut Kröhne:

Der Janshof und die Pingsdorfer Straße, die immer noch wie nach dem zweiten Weltkrieg aussehen. Da wurde nichts gemacht. Auch die Uhlstraße/ Ecke Liblarer Straße ist architektonisch immer noch eine Katastrophe. Die Verkehrssituation auf der Römerstraße ist unbefriedigend, da fehlen viele Kreisel. Der gescheiterte Rathausneubau und vor allem die Begründung dafür waren ein Flop.




Udo Schmitt:

Mich stört das kollektive Radfahrverbot in der Innenstadt. Das sollte aufgehoben werden. Ansonsten finde ich, dass Herr Kreuzberg gar keinen so schlechten Job gemacht hat, abgesehen von der peinlichen Sache mit dem Rathausneubau. Aber der Wähler vergisst wieder. Die Pflasterung des Steinwegs muss nachgebessert, die Geldverschwendung auf der Carl-Schurz-Straße verhindert werden. Und ein Dreigestirn fehlt meines Wissens noch in Brühl.

 


Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos)