Jahrgang 2013
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Brühler Bilderbogen Oktober 2013

Liebe Leser,

wie Sie vielleicht schon wissen, schloss die die galerie.bruehl von Nicole Ritter jetzt nach den Wahlen für immer ihre Tore.

Im beiderseitigen Einvernehmen wurde der Pachtvertrag mit dem Eigentümer der attraktiven Immobilie in der Uhlstraße 2, der Stadt Brühl, nach nun sechs Jahren aufgelöst.

An dieser Stelle gilt es, Nicole Ritter für ihr großes Engagement für Ausstellungs- und Kunstfördertätigkeit in der Brühler Innenstadt zu würdigen. Leider trug ihr Galerie-Konzept finanziell nicht die Früchte, die sie erhofft hatte. Somit verschwindet jetzt die letzte Örtlichkeit für Kunst in einer Stadt, die nach außen hin immer stolz propagiert, Geburtsstadt von Max Ernst zu sein. Was nun?

Unsere Redaktion erinnert sich noch wehmütig an die alte Zeit der Rathaus-Galerie, die an gleicher Stelle existierte. Ihr Betrieb wurde damals von der Stadt Brühl finanziert und ihre Schließung seinerzeit wurde mit nötigen Sparmaßnahmen begründet.

In erster Linie ging es dabei um Einsparung von Personalkosten seitens der Stadtverwaltung, in zweiter Linie hoffte man auf Mieteinnahmen für diese attraktive Immobilie.

Die Rathaus-Galerie war seinerzeit für eine bunte Mischung und große Vielfalt von Veranstaltungen bekannt. Hier wurde nicht nur Kunst präsentiert, sondern es gab die Möglichkeit für Brühler Vereine und Institutionen sich der Öffentlichkeit zu präsentieren: Kunst, Kultur, Wohltätigkeit und Brauchtum.

 

Die Frankfurter Buchmesse steht wieder vor der Tür. Vom 9. bis 13. Oktober werden rund 7.000 Aussteller die Messe zur weltweit größten ihrer Art machen. Auch viele Brühler werden sich wieder auf den Weg in die hessische Metropole begeben. Aber wie ist es in den Tagen von Smartphone, Tablet und E-Books eigentlich um die klassische Buchform in Papier bestellt?

Ändern sich die Lesegewohnheiten, hat das gute, alte Buch in gedruckter und gebundener Form bald ausgedient? Immerhin deuten die Entwicklungen auf dem Zeitungsmarkt in diese Richtung. Die Auflagen der Printmedien sinken seit Jahren, die großen Verlage setzen vermehrt auf umfassende Online-Angebote. Wir haben uns in der Brühler Innenstadt einmal umgehört und die Bürger nach ihren ganz persönlichen Lesegewohnheiten befragt.


Daniel Gümüs mit Sohn Luis:

Ich bevorzuge Bücher ganz klassisch in der Papiervariante. Abends vor dem Einschlafen lese gerne ganz gemütlich noch in einem Buch. Wenn ich dann müde bin, kommt das Lesezeichen rein und weiter geht’s am nächsten Tag. Wenn ich viel unterwegs wäre, wäre ein E-Bookreader ganz komfortabel, weil ich dann nicht so viel mit mir herumschleppen müsste. Das wäre dann praktischer. Aber so bleibe ich beim Buch. An den Kindern sehe ich aber, dass sie sehr schnell und gut mit dem iPad umgehen können.


„Alle Sinne werden garantiert geweckt“

(tg) Augen, Ohren, Geist – bei der Reihe „Musik verbindet“ werden garantiert alle Sinne geweckt. Seit 2011 existiert die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Förderkreis der Musikschule Stadt Brühl e.V. und dem ZOOM Kino, die in diesem Jahr in die dritte Runde geht.

im großen Veranstaltungssaal der Badorfer Gaststätte Kuhl

Die traditionelle Brühler Rocknacht, die von der Band Crafted ins Leben gerufen wurde, jährt sich in diesem Jahr zum sechsten Mal. Laut Vorankündigung handelt es sich diesmal um ein ganz besonderes Event, das sich von den vorherigen Konzerten absetzten soll. Aber was ist andersals in den Jahren zuvor?

Beim traditionellen Jahreskonzert der „Donie Band” dürfen sich die Zuschauer am Samstag, 16. November um 20 Uhr im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums in der achten Auflage auf eine Mischung aus Vocal Swing und Bigband-Sound freuen. Als Special Guests präsentiert die Donie Band die „Summerville Sisters“, ein aufstrebendes  professionelles Gesangstrio. Die singenden Titelheldinnen April, Maye und June sind auf dem Weg nach Summerville, dem schönsten Ort der Welt.

Dabei wandeln sie mit ihren swingenden Harmonien der Dreißiger auf den Spuren der Boswell und Andrew Sisters, und die Darbietungen der reizenden Ladies mit „Swingin´Shepard Blues“, „Begin The Beguine“, „Shoo-Shoo Baby“ u.a. werden wie gewohnt durch allerlei Bigband-Leckereien unterschiedlicher Stilrichtungen, wie  „High Maintenance“, „Gonna Fly Now“,  „Okay With Jay“ aufgemischt.
Erleben Sie unter der Leitung von Dr. Rainer Merkt einen stilvollen Bigband-Abend mit erfrischend jungen Stimmen, einem Hauch von Nostalgie und ganz viel Swing. Karten gibt es zum Preis von 18 Euro/ermäßigt 12 Euro im brühl-info, Uhlstraße 1.

Im Paris der 1920er Jahre drehte Man Ray vier Kurzfilme, die den Geist des Dadaismus’ und des Surrealismus’ auf die Leinwand übertrugen und von Rays grenzenloser Experimentierlust zeugen. Bei der ersten Filmvorführung von „Emak Bakia” im Pariser Filmtheater „Au Vieux Colombier” (November 1926) ließ Man Ray den Phonographen populäre Jazzmelodien von Django Reinhardt spielen. Der Künstler schätzte besonders die ausgeklügelten Arrangements dieses Ausnahmemusikers. Aus diesem Grunde widmet das Max Ernst Museum im Rahmenprogramm seiner aktuellen Ausstellung „Man Ray – Fotograf im Paris der Surrealisten“ dem Gipsy Swing einen Abend.
In freundlicher Clubatmosphäre können die Gäste am 12. Oktober ein Programm mit Musik von Django Reinhardt und neuen Arrangements von Joscho Stephan erleben. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Um 18.30 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die Ausstellung „Man Ray – Fotograf im Paris der Surrealisten“ teilzunehmen.

Unter dem Titel „Zu zweit für sich” werden Birgit Brandt-Siefart und Bert Bollrath ihre eindrucksvollen Arbeiten im Kunst Depot in Brühl, Kürfürstenstr. 60 (Altes Silo) präsentieren.Die Vernissage, bei der beide Künstler persönlich anwesend sind, findet am Samstag, den 26. Oktober von 12 bis 18 Uhr statt und wird von Reiner Borowski vom Kunst Depot eröffnet. Die bekannte Brühler Künstlerin Birgit Brand-Siefert zeigt ihre neuesten Keramikskulpturen, und Bert Bollrath wird mit seinen ausdrucksstarken Farbholzschnitten die Gäste in seinen Bann ziehen.
Kunst Depot • Kurfürstenstraße 60 • Brühl
Vinissage: 23. November (12 – 17 Uhr)
Geöffnet: jeden Do./Fr. 16 – 19 Uhr,
Sa. 12 – 18 Uhr und nach Vereinbarung
unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Gruppe „2von3 & Band“ wandelt mit ihrer Musik auf den Spuren deutschen Chansons. Mehrstimmiger Gesang begleitet von Piano und Percussion bilden den musikalischen Mantel für ihre emotionalen und bildhaften Texte. Auf den Punkt gebracht: „Musik, die von Herzen kommt, die Seele berührt und den Geist anregt.“ Manchmal mit einem Augenzwinkern, Witz und Humor, dann wieder mit viel Gefühl und Gänsehaut.

Am 8. November gibt die Band um 20 Uhr in der Galerie am Schloss ein Konzert. Der Multiinstrumentalist und Sänger Stefan Güsgen begleitet durch den Abend und zeigt darüber hinaus meisterhafte Illusionskunst. Manch neue Lieder stehen auf dem Programm. Karten gibt’s im brühl-Info, Restkarten an der Abendkasse.
Die Besetzung von „2von3 & Band“ besteht aus den beiden Brüdern Stefan und Giovanni Güsgen, mit dem Kontrabassisten Eberhard Maldfeld und Armin Forke am Schlagwerk. Ihr Konzert im Vorjahr war in kurzer Zeit ausverkauft und sprach sich schnell als ein Sahnehäubchen der Kleinkunstszene herum.

Das Bistro im Keramikmuseum, Kempishofstraße 10, ist eine urige Gastwirtschaft mit einer ganz eigenen, gemütlichen Atmosphäre. Inhaberin Hanne Engels fördert örtliche Künstler. Die „Literatten“ treten hier zum ersten Mal auf. Gäste dürfen am 20. Oktober ab 20 Uhr einen „interaktiven“ Abend erwarten, bei dem die Wünsche des Publikums an erster Stelle stehen.

Die „Liederliche Lektüre“ ist eine literarisch-musikalische Zeitreise durch die Goldenen Zwanziger und danach. Es agieren Minka Mönch und Christoph Nix musikalisch begleitet von Stefan Pischl.

Das Brühler ZOOM Kino wartet im Oktober mit zwei besonderen Dokumentationen auf. Dem Zuschauer bieten sich neue faszinierende Welten aus Deutschland und Kanada. Am 10.und am 14. Oktober wird „Deutschlands wilde Vögel“, (Regie: Hans-Jürgen Zimmermann, Länge: 98 min., FSK: o.A.) gezeigt. Die zweite Dokumentation trägt den Titel „20.000 Orden für Alaska“ (Regie: Klaus Lüttgen, Länge: ca. 80 Min., FSK: o.A.). Sie wird am Montag, 14. Oktober im Beisein des Regisseurs nur um 20 Uhr gezeigt.

 

Hans Eberhard Maldfeld kam 1979 von Reinbek an den Rhein zum Studium in der Domstadt nachdem er zwei Jahre als Kontrabassist beim Heeresmusikkorps 6 und in der Hamburger Szene der historischen Aufführungspraxis gearbeitet hatte. Das Engagement im Orchester am Theater Aachen, im ECYO (London), die Arbeit mit großen Dirigenten, mit der Musica Antiqua Köln und dem ensemble recherche (Freiburg) waren wichtige Meilensteine. Die Pflege, sowohl der neuesten Entwicklungen in der Musik, wie auch der historischen Wurzeln waren und sind ihm nach wie vor wichtiger Bestandteil seiner musikalischen Arbeit und Forschung. Im August war Hans Eberhard Maldfeld mit der „Capella Cracoviensis“ im Ramen des Haydn-Festivals bei den Brühler Schlosskonzerten zu Gast. Seit über 20 Jahren ist er Solobassist in den Orchestern von Frieder Bernius in Stuttgart.