Jahrgang 2013
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Die Frankfurter Buchmesse steht wieder vor der Tür. Vom 9. bis 13. Oktober werden rund 7.000 Aussteller die Messe zur weltweit größten ihrer Art machen. Auch viele Brühler werden sich wieder auf den Weg in die hessische Metropole begeben. Aber wie ist es in den Tagen von Smartphone, Tablet und E-Books eigentlich um die klassische Buchform in Papier bestellt?

Ändern sich die Lesegewohnheiten, hat das gute, alte Buch in gedruckter und gebundener Form bald ausgedient? Immerhin deuten die Entwicklungen auf dem Zeitungsmarkt in diese Richtung. Die Auflagen der Printmedien sinken seit Jahren, die großen Verlage setzen vermehrt auf umfassende Online-Angebote. Wir haben uns in der Brühler Innenstadt einmal umgehört und die Bürger nach ihren ganz persönlichen Lesegewohnheiten befragt.


Daniel Gümüs mit Sohn Luis:

Ich bevorzuge Bücher ganz klassisch in der Papiervariante. Abends vor dem Einschlafen lese gerne ganz gemütlich noch in einem Buch. Wenn ich dann müde bin, kommt das Lesezeichen rein und weiter geht’s am nächsten Tag. Wenn ich viel unterwegs wäre, wäre ein E-Bookreader ganz komfortabel, weil ich dann nicht so viel mit mir herumschleppen müsste. Das wäre dann praktischer. Aber so bleibe ich beim Buch. An den Kindern sehe ich aber, dass sie sehr schnell und gut mit dem iPad umgehen können.


Jakob Münch:

Ich lese am liebsten E-Books, denn dabei kann ich die Schrift größer machen, dann ist es einfacher. Ich habe zur Kommunion im April einen Tolino geschenkt bekommen und lese gerne darauf. Zuletzt habe ich eine Rittergeschichte gelesen. Aber ich lese auch echte Bücher: gerade bin ich mit „Wir Kinder von der Brunnengasse“ fertig geworden und habe mit „Mein genialer Bruder und ich“ angefangen. Das handelt von den drei Geschwistern, die sich öfters schöne Streiche ausdenken.


Sebastian Schwingler:

Mein letztes Buch habe ich in Papierform gelesen. Ich habe überhaupt erst einmal ein E-Book gelesen. Das hat mir nicht so gut gefallen. Ich blättere lieber in einem Buch, das macht einfach mehr Spaß. Mit einem Buch kann man sich auch ins Bett legen. Und bei mir bleibt das Bett technikfrei. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war „Zivilcourage“ von John F. Kennedy.


André Hess:

Bücher lese ich in Papierform, außerdem kann ich dann darin rummalen. Zeitungen lese ich auf dem Tablet, das finde ich ganz angenehm. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war „Er ist wieder da“ von Timur Vermes.


Michael Müller:

Ich habe noch nie ein E-Book gelesen und bevorzuge die Papierform. Ich habe lieber etwas aus Papier in der Hand, in dem ich blättern kann. Ich lese viel, vor allem Zeitungen, die lokale Presse und die Zeit. Und im Urlaub lese ich auch gerne ein Buch, zuletzt einen englischen Krimi und „Limit“, das letzte Buch von Frank Schätzling.


Sven Verheugen:

Ich lese Bücher aus Überzeugung nur auf Papier. Ich lese auch meine Korrespondenz nicht gerne auf dem Bildschirm, sondern drucke fast alles aus. Dann kann man auch kreativ sein und im Text Anmerkungen schreiben. Meine Familie versucht im Privatleben so analog wie möglich zu leben. Im Urlaub lese ich gerne auch einmal einen „Reißer“ wie zuletzt „The Forgotten“ vom amerikanischen Autoren David Baldacci.


Luc von Danwitz:

Aus Papier, ich besitze gar keinen E-Bookreader. Ich mag es, in Büchern zu blättern. Mit einem Buch kann man es sich schön gemütlich machen. Die Buchhandlungen sollen auch nicht bankrott gehen. Man sollte sie unterstützen. Zuletzt habe ich das Buch „Herr Lehmann“ von Sven Regener gelesen.


Veronika Kirch:

Papier. Aus Gewohnheit. Ich habe noch nie ein E-Book gelesen. Am Bildschirm lesen, verbinde ich mit Arbeit. Da lese ich schon genug. Mein letztes Buch war „Das Salz der Erde“ von Daniel Wolf.


Eine Umfrage von
Tobias Gonscherowski (Text)
und Bernhard Münch (Fotos)