Jahrgang 2014
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Brühler Bilderbogen Oktober 2014

Liebe Leser,
auf dem Balthasar-Neumann-Platz tut sich seit einigen Tagen viel. Die Arbeiten für den großangelegten Umbau der Unterführung haben begonnen. Sie soll freundlicher werden, weniger steil und damit behindertengerecht ausfallen. Die Maßnahme ist sicherlich zu begrüßen, schließlich wird sie durch Mittel des Landes finanziell unterstützt. Allerdings stellt sich die Frage, warum seit Jahren mit derartigen Baumaßnahmen erst zum Jahresende begonnen wird. Der Termin dafür ist wieder einmal unglücklich gewählt ist. Denn zum einen ist in der kalten Jahreszeit immer wieder mit wetterbedingten Verzögerungen zu rechnen. Und zum anderen fällt die Neugestaltung auch wieder mitten in das für die ansässigen Einzelhändler überlebensnotwendige Weihnachtsgeschäft. Schon im letzten Jahr hatte der Ende November begonnene Umbau der Uhlstraße an der Giesler-Galerie für Empörung und Unverständnis unter den Geschäftsinhabern gesorgt. „Eine Innenstadtbebauung in der Weihnachtszeit geht natürlich nicht. Ich kann mir diese Gedankenlosigkeit auch nicht erklären”, rätselte damals der designierte Bürgermeister Dieter Freytag im Interview mit dem Brühler Bilderbogen.

Seit nun drei Jahrzehnten gehören die Internationalen FigurenTheaterTage fest in die Brühler Kulturlandschaft und haben sich zum größten Genrefestival der Region entwickelt. An zwölf Tagen werden vom 23. Oktober bis 9. November 13 Theater insgesamt 15 Stücke in Brühl aufführen. Produktionen, die sich mit dem Stoff von Literatur- und Opernthemen sowie dem Grenzbereich von Figurentheater und Kabarett widmen. Die bunte Vielfalt reicht von „Orpheus in der Unterwelt” bis hin zur Grimmschen Märchenparodie „Der gestiefelte Kater”.

Das ausführliche Programm mit allen Terminen sowie Tickets zu sämtlichen Vorstellungen sind ab sofort im brühl-info, Uhlstraße 1, erhältlich.

In so mancher Landtagswahl der letzten Wochen und Monate spielte das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle. Auch in Brühl wurden in den letzten Wochen einige kontroverse Diskussionen geführt. So reagierten große Teile der Brühler Bevölkerung mit Unverständnis auf die Ablehnung einer Anfrage der Stadt Brühl durch den zuständigen Landrat Michael Kreuzberg. Der frühere Brühler Bürgermeister hatte das Ersuchen  seiners Nachfolgers Dieter Freytag, eine Videokamera in der Unterführung am Balthasar-Neumann-Platz anzubringen, abgewiesen, weil dort laut Polizeistatistiken keine größere Gefahr bestehe als an anderen Stellen in Brühl.
Das mag objektiv rechtlich in Ordnung sein, subjektiv gibt es in Brühl wohl fast niemanden der an besagter Stelle nach Einbruch der Dunkelheit nicht mit einem mulmigen Gefühl unterwegs ist. Zu diesen Ergebnis kam auch die Umfrage des Brühler Bilderbogens.

Dörte Völker:

Ich fühle mich sicher in Brühl. Es gibt sicher einige Bereiche, wo Jugendliche und komische Gestalten viel abhängen und trinken, wie etwa am Ende des Tunnels am Balthasar-Neumann-Platz oder auf dem Spielplatz am Donnerbach, der nicht beleuchtet ist. Abends ist es da unheimlich, weil es da stockduster ist. Ich fände Kameras nicht schlecht.


„Wir wollen die Filmkultur in Deutschland erhalten“

Jahr für Jahr räumt das Brühler ZOOM Kino Preise für sein herausragendes Kinoprogramm ab. Auf NRW-Landesebene, auf Bundesebene, immer und überall. Warum eigentlich? Was macht das gerade einmal 65 Personen Platz bietende Kino so einzigartig? Was bietet das ZOOM Kino, was andere Kinos nicht haben? Wir haben uns zusammen mit den ZOOM-Machern und -Vorstandsmitgliedern  Hans-Jörg Blondiau und Sarah Tauscher auf Spurensuche begeben.
Die ZOOM Macher sind in diesen Tagen wieder einmal glücklich über ihren erneuten großenErfolg. Bereits zum zweiten Mal in Folge gehört ihr Haus zu den Filmkunsttheatern in Deutschland, die beim bundesweiten Kinoprogrammpreis gleich in allen vier der möglichen Kategorien ausgezeichnet wurden. Kein Kino im Rheinland hat in 2013 so gut abgeschnitten.
Kürzlich würdigte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters in der Schlossberghalle Starnberg die Kinos, die sich bei der Verbreitung anspruchsvoller deutscher und anderer europäischer Filmkunst verdient gemacht haben. Sie erklärte dazu vor zahlreichen Vertretern der Branche: „Es sind die Betreiber kleiner Programmkinos und die Filmkunstverleiher, die uns immer wieder mit ihrem künstlerisch wertvollen Programm begeistern. Und nicht nur ein intellektuell anspruchsvolles Publikum freut sich, wenn damit so manchem Kunstwerk zum Erfolg verholfen wird. Man muss schon Überzeugungstäter sein, um dem Zeitgeist die Stirn und der Filmkunst eine Bühne – oder besser eine Leinwand – zu bieten! Ohne solche Enthusiasten wie Sie wäre es schlecht bestellt um die Vielfalt der Kino- und Filmlandschaft in Deutschland. Wir brauchen Sie mehr denn je. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass der Film nicht nur als Wirtschaftsgut, sondern vor allem als Kulturgut eine Zukunft hat!“

Im Oktober präsentiert ZOOM in seiner Mittwochsreihe „Raumwelten“ ausgesuchte Filme, die sich mit dem Thema Architektur beschäftigen. Am 15. Oktober läuft um 19 Uhr in 3D „Kathedralen der Kultur“ (156 Minuten). Sechs Regisseure (u.a. Wim Wenders, Robert Redford) porträtieren Orte der Kultur. Sie erforschen mit der 3D-Kamera Gebäude, die für die Kunst oder Wissenschaft entstanden und selbst Kunstwerke sind. Am Mittwoch, 22. Oktober, geht es ab 18 und 20.15 Uhr um die „Sagrada“ (Schweiz 2012, Regie: Stefan Haupt, 93 min., FSK: 12). Die Sagrada Familia ist ein Anachronismus aus Stein, ein monumentales Bauwerk, das jährlich Millionen von Touristen anlockt.
Außerdem zeigt ZOOM noch bis zum 14. Oktober im Rahmen einer Dokumentarfilm-Woche „Menschen, Landschaften und ihre Geschichte“. Zu sehen ist u.a. am Sonntag, 12. OKtober, ab 18 und 20 Uhr „Finding Vivian Maier“, engl. O.m.U. (USA 2013, Regie: John Maloof, Länge: 84 Min., FSK: ab 12) sowie am Dienstag, 14. Oktober, ab 18 und 20.15 Uhr „Rheingold – Gesichter eines Flusses“ (Deutschland 2014, Regie: Peter Bardehle, Länge: 95 Min., FSK: o.A.). Der Film folgt dem Lauf des Flusses von der Quelle bis zur Mündung ausschließlich aus der Vogelperspektive und präsentiert ein faszinierendes Panorma aus der Mitte Europas, das auf der Kinoleinwand seine volle Kraft entwickelt. Ein bildgewaltiges Epos. Karten unter: 02232/792170. Weitere Infos unter www.zoomkino.de.   Tobias Gonscherowski

im großen Veranstaltungssaal der Badorfer Gaststätte Kuhl
Bereits zum 7. Mal findet am 18. Oktober (ab 19 Uhr Einlass) die traditionelle Brühler Rocknacht in der Gaststätte Kuhl in Brühl-Badorf statt. Die beliebte Brühler Konzertveranstaltung, die immer als Benefizveranstaltung für einen guten Zweck lief, wurde von der bestens bekannten Brühler Band „Crafted“ ins Leben gerufen und steht seit sechs Jahren für ein abwechslungsreiches Rockmusik-Festival der besonderen Art.

 

Noch bis zum 20. Oktober stellt die in Brühl ansässige Künstlerin Gabriele Koch, (Markt 28, Praxis für Kunsttherapie und Atelier Brühler Kunst), in der Rathausgalerie, Uhlstraße 2, unter dem Titel „Querschnitte” Werke ihres bisherigen Schaffens aus. Empfindungen, Natur und deren Abstraktionen, sowie die Verbindungen von Wort und Bild sind Themen, die die Künstlerin in Acryl-, Aquarell- und Ölmalerei vielfältig zum Ausdruck bringt.

Gabriele Koch geht es in ihren Werken darum, Farben und Formen so in Verbindung zu stellen, dass sie eine Kommunikation miteinander aufnehmen und sich darüber in der Fläche und der Bildaussage ausdrücken. In diesem Prozess können Motive bzw. konkrete Abbildungen entstehen, jedoch werden viele Bilder in einer Abstraktionsstufe gehalten, die die eigene Phantasie anregen und dadurch die Eigenaktivität des Zuschauers fordert.

Nun ist es soweit: am 31. Oktober soll –diesmal auf den Alten Friedhof Mühlenstraße in Brühl – ein Apfelbaum als lokales Zeichen der Wirkung der Reformation und der  Erinnerung an den Luthergarten in Wittenberg gepflanzt werden. Zur Erinnerung: Eine ökumenische Pilgergruppe aus Brühl hat am 21. Juni in der Lutherstadt Wittenberg die Patenschaft über einen Apfelbaum übernommen und dabei die Zusage gegeben,  hier in Brühl einen „Korrespondenzbaum“ zu pflanzen. Danach wird der Gedenktag der Reformation in der Christuskirche im Gottesdienst um 19 Uhr ökumenisch begangen.
Mit „2von3und band“ ins Lichtjahr
Und auch dieses Jahr weht wieder ein unterhaltsamer Geist durch die Galaxis am Schloss Brühl. Alle Freunde, Fans, Neugierige und Ersttäter erwartet wieder ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm aus Illusionskunst von Meister Magier Steve Güsgen und Liedern aus der Feder von Giovanni und Steve. Weit entfernt und doch so nah wirft das Ereignis seine Schatten voraus. Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange und verspricht wieder ein ausverkauftes Haus am Freitag, dem 14. November um 20 Uhr wenn „2von3undband” in die Galerie am Schloss nach Brühl einladen. Karten gibt es zum Preis von 16 und 12 Euro im brühl-info, Uhlstraße 1.

Der Brühler Kunstverein zeigt vom 26. Oktober bis zum 15. November in den Räumen des Brühler Kunstvereins (BKV) in der Alten Schlosserei des Marienhospitals, Clemens-August-Straße 24, die Ausstellung EIS/ZEIT mit Dorothea Bohde und Gerhard Riessbeck.

Die Vernissage findet am Sonntag, 26. Oktober, ab 11 Uhr statt. Die Finissage mit Künstlergespräch gibt es dann am Samstag, 15. November, 15 Uhr. Dazu wird Gerhard Riessbeck aus einem grönländischen Tagebuch lesen. Außerdem gibt es eine Performance des Flötisten Michael Faust (Soloflötist am Sinfonieorchester Köln und Gründer von InterArtes, einem Stipendienprogramm für junge Künstler). Von Mittwoch bis Sonntag sind von 15 bis 17 Uhr Bilder der beiden Künstler zu sehen.

Am 2. November findet um 19 Uhr in der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Willy-Brandt-Straße 1, Brühl des neue Konzert des Oratorienchor Brühl statt. Zur Aufführung kommt „Ein deutsches Requiem”, op.45 von Johannes Brahms. Mit von der Partie ist das Neue Rheinische Kammerorchester, Solisten sind Martina Schilling (Sopran) und Fabian Hemmelmann (Bariton). Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Michael Ostrzyga.
Zum Inhalt: „Ein deutsches Requiem” ist das bekannteste Werk für Chor und Orchester des gesamten 19. Jahrhunderts. Das Requiem „nach Worten der Heiligen Schrift”wurde 1868 im Bremer Dom uraufgeführt. Es ist Brahms erstes großes Werk für Soli, Chor und Orchester. Die Texte der insgesamt sieben Sätze hat Brahms selbst aus dem Alten und Neuen Testament ausgewählt. Die Musik ist unendlich ergreifend; düstere Todesklage und tiefe Erschütterung gehen im Verlauf des Requiems immer deutlicher in leuchtende Hoffnung und Zuversicht über.

Das Brühler TheaterTeam hat in Vochem sein neues Domizil bezogen. Es gab einiges zu tun, zu renovieren, zu streichen und aufzuräumen, aber das Haus an der Linde 20 hat einen gewissen morbiden Charme und seinen speziellen eigenen Charakter. So jedenfalls lautet die einhellige Meinung der Ensemblemitglieder des Brühler TheaterTeam (BTT). Seit Sommer 2014 hat die Theatergruppe ihre neue Unterkunft, ihr „Häuserl“, An der Linde 20 in Vochem bezogen. Genutzt wird das „Häuserl“, jetzt wo die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, für Theatertreffen, Diskussionsabende und natürlich vor allem für Proben.

Die neue Produktion heißt „Waldweiberwildwechsel” und ist ein Stück von Michael Herl. Sie hat am 8. November um 20 Uhr in der Galerie am Schloss in Brühl Premiere. Zwei Frauen, eine Jägerin und eine Walkerin, begegnen sich mehr oder weniger zufällig im Wald. Die Jägerin liegt gerade auf ihrem Hochsitz auf der Pirsch als eine Walkerin herbeigerannt kommt. Sie ist in höchster Not, denn sie wird verfolgt von einer Rotte Wildschweinen.
Erleben Sie zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Giuliana von Böselager und Hannelore Zilken –beide bekannt aus der „Schule der Amazonen“ – teilen in diesem Stück, das heiter und gleichzeitig nachdenklich angelegt ist, nicht nur das Brot, sondern auch ein gemeinsames Schicksal.
Nach der Premiere am Samstag, 8. November, 20 Uhr, gibt es eine weitere Aufführung am Sonntag, 9. November,  um 18 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von
13 Euro/ermäßigt 10 Euro gibt es im Vorverkauf im brühl-info, Uhlstraße 1, und in der Buchlandlung Karola Brockmann, Uhlstraße 82/Ecke Mühlenstraße 2.

Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 160 Jahren
Eröffnung der Taubstummenschule

Noch in den Räumlichkeiten des Lehrerseminars untergebracht, begann für die Brühler Taubstummenanstalt am 1. Oktober 1854 die Zeit als eigenständige Schule. Auf Anweisung und unter der Obhut der Rheinprovinz ging man nun eigene Wege mit eigenem Direktoriat und dem Ziel der vollständigen Selbständigkeit. Der neu eingerichteten Klasse mit 39 Kindern wurde das sogenannte Violinzimmer zur Verfügung gestellt.
Die Kinder waren allesamt in Brühler Familien untergebracht. Die Trennung vom Lehrerseminar wurde später dann im Jahre 1874 durch den Bezug des neuen Schulgeländes an der Schützenstraße abgeschlossen. Bis 1938 hatte die Schule in Brühl Bestand, bevor sie mit der Taubstummenschule in Euskirchen zusammengelegt wurde.

Während das Max Ernst Museum Brühl des LVR noch bis zum 22. Februar die Ausstellung „Der Arp ist da!” zeigt, freut sich das Arp Museum Bahnhof Rolandeck gleichzeitig über die Ausstellung „Der Max ist da!” Anlass für die Doppelausstellung ist das Jubiläum 100 Jahre Freundschaft zwischen Hans Arp und Max Ernst.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg lernten sich 1914 der 28-jährige Hans Arp (1886-1966) und der fünf Jahre jüngere Max Ernst (1891-1976) bei einem Ausstellungsbesuch in Köln kennen und schlossen gleich einen „Freundschaftspakt”, wie es Max Ernst in seinen Biografischen Notizen vermerkt. Im Verlauf ihrer lebenslangen Verbundenheit arbeiteten sie immer wieder an gemeinsamen Projekten und Veröffentlichungen. Der enge persönliche und künstlerische Austausch zwischen diesen beiden Schlüsselfiguren der europäischen Moderne liefert den Anlass für eine Kooperation zwischen zwei wichtigen monografischen Museen im Rheinland: dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen und dem Max Ernst Museum in Brühl. Mit einer Doppelausstellung führen sie den künstlerischen Dialog beider Künstler gemeinsam fort und feiern gebührend 100 Jahre Freundschaft sowie 60 Jahre Preisverleihung der XXVII. Biennale von Venedig: Im Sommer 1954 erhielt Hans Arp den Großen Preis für Plastik und Max Ernst für sein malerisches Werk.
Die Parallelen, die die Biografien und die Werke beider Künstler aufweisen, werden in beiden Ausstellungen thematisiert. Die von Dr. Jürgen Pech, Dr. Achim Sommer und Julia Freiboth kuratierte Werkschau „Der Arp ist da! 100 Jahre Freund-schaft Hans Arp und Max Ernst” (28. September bis 22. Februar) im Max Ernst Museum Brühl des LVR rekonstruiert die Präsentation von Hans Arp auf der Biennale im Palazzo Centrale in wesentlichen Teilen und zeigt neben Plastiken und bemalten Holzreliefs ausgewählte Dokumente sowie insbesondere Fotografien von Ernst Scheidegger, die Hans Arp bei der Arbeit und die Ateliersituation anschaulich zeigen. Gemeinschaftsarbeiten beleuchten das subtile Spannungsfeld zwischen den beiden Künstlern, wie ein 1930 veröffentlichte Gedichtband mit dem Titel „weisst du schwarzt du”, für den Max Ernst zehn Texte von Hans Arp durch fünf Holzstichcollagen poetisch bildhaft erweiterte. Ebenso verweist der Gemeinschaftsroman
„L’homme qui a perdu son squelette” (Der Mann, der sein Skelett verlor) von 1939, an dem sich neben Hans Arp und Max Ernst auch Leonora Carrington, Paul Éluard oder Georges Hugnet beteiligten, auf das komplexe Netzwerk, in dem beide Künstler aktiv waren.
Auch die Ausstellung „Der Max ist da! 100 Jahre Freundschaft Max Ernst und Hans Arp” im Arp Museum Bahnhof Rolandseck (27. September bis zum 22. Februar) breitet das Spektrum dieser besonderen Künstlerfreundschaft aus. Sie zeigt einige Werke von Max Ernst aus dem Besitz Arps, gemeinsame Projekte der Freunde sowie Highlights der historischen Biennale-Präsentation.
Der gemeinsame Katalog beleuchtet die einzelnen Facetten der Beziehung Hans Arps und Max Ernsts im Künstlerischen wie im Persönlichen und leistet damit einen überfälligen Beitrag zur Rezeptionsgeschichte beider Künstler. Der Katalog umfasst 352 Seiten, 312 meist farbige Abbildungen und kostet an der Museumskasse: 39,90 Euro. Ein Kombiticket für beide Ausstellungen und beide Häuser ist zum Preis von 11 Euro (statt 15 Euro) erhältlich.
Begleitend zur Ausstellung werden Veranstaltungen (Filmvorführung, Konzert, Kulturdinner), Familientage, Künstlerkurse sowie ein Sonderprogramm für Schulen angeboten. Die Termine und Themen werden im Internet bekannt gegeben unter www.maxernstmuseum.lvr.de.

(tg) Dr. Rainer Merkt wurde 1971 geboren und lebt seitdem in Brühl. Nach dem Abitur am St. Ursula Gymnasium studierte er in Köln Physik und später parallel dazu Musik. Seit 2000 ist er Unternehmensberater bei der ifb AG in Köln, einem bekannten Bankberatungshaus. Er ist Fachmann für Risiko Management und Architektur. Der verheiratete Vater von drei Kindern ist zudem begeisterter Musiker und musikalischer Leiter der DONIE BAND.

 

Im Rahmen ihres genossenschaftlichen Förderauftrages unterstützt die Brühler Bank eG kulturelles und soziales Engagement sowie insbesondere die Jugendarbeit in den Vereinen unserer Region.

In diesem Zusammenhang hat die Brühler Bank eG 500 Euro an den Oratorienchor Brühl e.V. gespendet. Der Vorstandsvorsitzende der Brühler Bank eG, Sven Verheugen, begrüßte zur Überreichung des Spendenschecks den Leiter des Chores, Michael Ostrzyga, und die Schatzmeisterin Brixel Kämpf in den Geschäftsräumen der Bank.
Der Oratorienchor Brühl e.V. widmet sich seit seiner Gründung 1977 den großen Oratorien, Messen und Passionen der Chorliteratur. Am 2. November führt der Chor in der Fachhochschule des Bundes in Brühl Johannes Brahms' Werk „Ein deutsches Requiem“ auf.
Die ehrenamtliche Initiative der Chormitglieder hat sich im Brühler Kulturkalender etabliert und sorgt regelmäßig für Darbietungen von herausragender Qualität. Ohne dieses Engagement wäre die Brüler Kulturlandschaft spürbar ärmer. Um auch zukünftig das hohe Niveau halten zu können, ist der Oratorienchor auch auf Unterstützung angewiesen. Die Brühler Bank eG fördert den Chor daher seit vielen Jahren aus Überzeugung.