Jahrgang 2015
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

Brühler Bilderbogen Februar 2015

Liebe Leser,
beginnt für Sie das neue Jahr eigentlich auch erst richtig nach der Karnevalszeit? Wenn man in den letzten Wochen bei ungemütlichem, nasskaltem Wetter durch die Brühler Innenstadt flanierte, konnte man den Eindruck gewinnen, dass alles eher ruhig von statten geht. Der fröhliche Rheinländer feierte in den letzten Wochen wie immer lieber Karneval als sich als Konsument in die Brühler Geschäftswelt zu stürzen. Und der Brühler Einzelhandel hofft derzeit erwartungsvoll auf die ersten, wärmeren Sonnenstrahlen, die dann den baldigen Frühling ankündigen.

One Night in Curuba
Am Samstag, dem 21. Februar, veranstaltet die Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl um 20 Uhr ein Konzert mit dem „Curuba Jazzorchester” im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums. Unter der Leitung von Elmar Frey wird das Curuba Jazzorchester sein aktuelles Programm mit neuen und altbewährten Stücken quer durch die Welt der Bigband-Musik präsentieren.

Brühl genießt im Rhein-Erft-Kreis und darüber hinaus einen ausgezeichneten Ruf wegen seiner vielfältigen kulturellen Angebote. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht eine hochkarätige Veranstaltung stattfindet. Die Stadt trägt seit Jahrzehnten ihren Teil dazu bei, in dem sie bekannte Künstler nach Brühl holt und spannende Veranstaltungsreihen auf die Beine stellt.
Aber auch und vor allem die vielen Vereine bereichern das Kulturangebot unserer Stadt durch vorbildliches, ehrenamtliches  Engagement und einzigartige Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen oder Brauchtumsförderung. Welche Termine von welchen Veranstaltungen sich die Menschen lange vormerken, wollten wir erfahren. Wir haben uns in der Innenstadt umgehört.



Ulrich Zettler mit seiner Frau Corina Steurer:

Wir freuen uns schon auf das Musikfestival Konturen im März. Dann werden wir uns das Piano-Konzert mit Werken von Chopin, Liszt, Brahms und Schubert im Dorothea Tanning Saal anschauen. Bei den Konturen sind immer sensationell gute Pianisten dabei. Wir wollen uns auch das aktuelle Stück „Waldweiberwildwechsel“ des Brühler Theater Teams ansehen. Außerdem ist mein neues Stück „Geschichten aus Laleburg“ fertig, das demnächst auch bald wieder von Eltern für Kinder gespielt wird.


„Erstes Brühler Bankenviertel soll ein großer Spaß werden“
Gabriele Vorbrodt war wieder kreativ. Die Brühlerin hat ein Kunstprojekt ins Leben gerufen, das in den kommenden Wochen und Monaten äußerst spannend zu werden verspricht: „Das erste Brühler Bankenviertel“, kurz EBB. Dabei geht es um Sitzbänke, Wortspiele, Aktienverkäufe, ein Sommerbankett und noch viel mehr. Wir haben uns mit der Künstlerin über ihr bis Ende November angelegtes Kunstprojekt unterhalten.

„Frauen sind ganz anders drauf und gehen aus sich heraus”
Am 8. März findet der Internationale Weltfrauentag statt. In Brühl bildet er den Auftakt zu einer Veranstaltungswoche mit einem vielfältigen Programm. Die Auftaktveranstaltung steigt an diesem Tag im Dorothea Tanning Saal des Max Museums ab 11 Uhr. Gegen Mittag wird dann der Frauenjazzchor der Kunst- und Musikschule (KuMS) mit dem schönen Namen „Die mit der Susi singen“ um 12 Uhr das erste musikalische Highlight setzen.

Übrigens: bei der Veranstaltung werden die Frauen unter sich bleiben, Männer müssen an diesem Tag draußen bleiben. Zum Glück verrieten uns die Chorleiterin Susanne Riemer und Gaby Zimmermann, die seit vier Jahren dem Chor angehört, vorab, was der Chor dem Publikum bieten wird.

BBB: Wie entstand die Idee, einen Frauenjazzchor zu gründen und wie kamen Sie auf den Namen?
Susanne Riemer:
Ich habe mich vor sieben Jahren bei der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl gemeldet und einen Frauenchor mit Schwerpunkt Jazz angeregt. Ich habe schon ein paar Jahre vorher eine Frauen-Soulband in Frankfurt geleitet. Das war sehr lustig und hat viel Spaß gemacht. Die Idee gefiel auch Elmar Frey, wir haben es versucht mit einem zunächst auf zehn Stunden angelegten Workshop. Anfangs haben wir nur morgens gesungen, später dann auch zusätzlich abends. Das Interesse war da. Erst waren es zwei unabhängige Chöre, mit 15 Frauen pro Gruppe, die die gleichen Inhalte geprobt haben. Vor einem Konzert haben wir eine Generalprobe mit allen Mitgliedern. Und bei Konzerten treten wir dann zusammen auf. Die Mitglieder sind zwischen 27 und knapp 70 Jahren alt. Der Name ist bei unserem Stammtisch entstanden. Wir haben einen Namen gesucht, der auffällt. Es gibt auch ein Stück, das „Die mit der Susi singen“ heißt.

Am Samstag, dem 21. Februar, veranstaltet die Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl um 20 Uhr ein Konzert mit dem „Curuba Jazzorchester” im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums, Comesstraße 42/Max Ernst Allee 1, Brühl.  Unter der Leitung von Elmar Frey wird das Curuba Jazzorchester sein aktuelles Programm mit neuen und altbewährten Stücken quer durch die Welt der Bigband-Musik präsentieren. Klassischer Bigband-Swing und grooviger Funk, satter Bigbandsound, spektakuläre Soli wie auch einfühlsame Klänge und Melodien werden keine musikalischen Wünsche offen lassen. Als Gesangssolistin wird Christina Schreinemacher zu hören sein. Das Curuba Jazzorchester der KuMS hat dreimal in Serie den NRW-Landeswettbewerb „Jugend Jazzt” gewonnen, ist dreimaliger Bundespreisträger der Bundesbegegnung „Jugend jazzt mit ·koda Jazzpreis“, Gewinner des Orchesterwettbewerbs „BW-Musix” der Bundeswehr in der Sparte Bigband und Träger des „WDR Nachwuchs-Jazzpreises 2015", der am Ende Januar im Konzerthaus Dortmund öffentlich verliehen wurde. Karten zum Preis von 12 Euro/6 Euro gibt es im Vorverkauf im brühl-info, Uhlstraße 1, Brühl, Telefon: 02232/ 79345 und an der Abendkasse. Einlass ist um 19.30 Uhr.

Das Curuba Jazzorchester ist eine Bigband der Kunst- und Musikschule, die vor fünf Jahren aus den Reihen der damaligen Nachwuchsbigband der KuMs hervorgegangen ist. 19 junge Musiker im Alter zwischen 14 und 25 Jahren (Durchschnittsalter 20 Jahre), vorwiegend Schüler, Abiturienten und Studenten, spielen unter der Leitung von Elmar Frey und Michael Scheuermann alles, was man mit einer Bigband machen kann, von den Klassikern Neil Hefti, Count Basie und Sammy Nestico über Maynard Ferguson, Bob Mintzer und Peter Herbolzheimer bis hin zu Gordon Goodwin und aktuellen Latin- und Poptiteln sowie – ganz wichtig – neue innovative Werke, die eigens dem Curuba Jazzorchester gewidmet sind, wie zum Beispiel die Curuba Jazzsuite des Flensburger Musikstudenten und Preisträger des Deutschen Musikrates Glenn Großmann.

Das Curuba Jazzorchester repräsentiert die künstlerisch-pädagogische Arbeit der KuMS in zahlreichen Veranstaltungen in Brühl und Umgebung wie auch stellenweise anderenorts auf höchstem Niveau. Die Band hat bereits mit einigen Jazzgrößen wie Gabriel Pérez, Prof. Hans-Peter Salentin und Adi Becker zusammengearbeitet. Einige Mitglieder des CJO haben in diesem Sommer die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule bestanden oder bereiten sich zurzeit auf eine solche Eignungsprüfung vor; manche wollen Musiklehrer werden. (Fotos: C. Debus)

„Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammen klauben.“ So urteilte Johannes Brahms über Antonin Dvofiak, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband.
In der Passionszeit wird der Oratorienchor Brühl das „Stabat Mater” von Antonin Dvofiak zusammen mit dem Neuen Rheinischen Kammerorchester und den Vokalsolisten Katrin Müller (Sopran), Carola Günther (Alt), Stephan Boving (Tenor) und Artur Grywatzik (Bass) unter der Gesamtleitung von Michael Ostrzyga aufführen. Das Stabat Mater des Antonín Dvofiak ist eine Vertonung des gleichnamigen mittelalterlichen Gedichtes für Soli, Chor und Orchester. Das Werk ist der Höhepunkt von Dvofiak vokalem Schaffen und war international erfolgreich. Das Konzert findet am Freitag, 27. März, um 19 Uhr/ Einlass: 18:30 Uhr in St. Matthäus, Brühl-Vochem statt. Eintrittskarten zu 20 Euro/ermäßigt 10 Euro gibt’s im brühl-info, Uhlstraße 1.


(ag) Frohe Botschaften sollte man direkt am Anfang des Jahres verkünden, und somit startete auch die erste Pressekonferenz des ZOOM Kinos im Jahr 2015. Die Besucherzahlen für 2014 sind wahrlich beeindruckend: 33.690 Zuschauer kamen im Vergleich zu 29.565 Zuschauern im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerungsrate von fast 14 Prozent. Nimmt man jetzt noch die Statistiken der letzten zehn Jahre ins Visier, so ergibt sich für diesen langen Zeitraum sogar eine Steigerung von knapp 32 Prozent auf die durchschnittliche Besucherzahl der Jahre 2005 bis 2013.

Somit ist auch nachweisbar, dass weder das weit über die Stadtgrenzen beliebte, jährliche Open-Air-Festival im Sommer noch große Publikumserfolge von Filmen in bestimmten Jahren alleinige Gründe für die jährliche Steigerung von Besucherzahlen sind. Es ist einfach das Gesamtpaket der Macher von ZOOM,, das seit Jahren überzeugt und das Brühler Publikum begeistert. Dazu zählt natürlich ein Gespür für die Auswahl interessanter Kinofilme, ein neuester Stand der Kino-Technik (Digital/3D), eine angenehme und sehr persönliche Atmosphäre des Kinos mit stets freundlichem Servicepersonal, aber vor allem ein Händchen für die Programmzeiten des Kinos während der ganzen Woche und auch für ein ganz spezielles Publikum. Das ZOOM Kino versucht eben stets, jeden in Brühl und Umland für ein Kinoerlebnis der besonderen Art zu begeistern.
Ob Kinderfilm, Dokumentarfilm, Genre- oder Mainstream-Film: Den ZOOM-Machern gelang es immer wieder, auch nach Phasen des langen Ausprobierens, Vorführtermine in der Woche für ein spezielles Publikum erfolgreich zu etablieren. Damit ist auch ein kaufmännisches Risiko verbunden, den jeder ausgewählte Film kostet im Verleih Geld, das erst auch wieder eingespielt werden muss. Zwar trägt sich der im Jahre 1986 gegründete Verein ZOOM Kino e.V. ohne größere Personalkosten, dennoch muss am Ende des Jahres auch bei ZOOM die Kasse stimmen. Gerade diese kaufmännische Arbeit der ZOOM-Macher „hinter der Kinoleinwand“ und die Planung von Programm und Vorführterminen in der Woche verdient einen großen Respekt.
Über einen Wermutstropfen für 2014 wurde dann doch berichtet. Im ZOOM Kino kann man reservieren, und Karten werden dann im gutem Glauben zurückgehalten. Leider stieg in den letzten Jahren die Zahl von Kartenreservierungen an, die dann doch nicht an der Abendkasse abgeholt wurden. Gerade bei Kassenschlagern ist es dann ärgerlich, wenn Besucher an der Abendkasse wegen einer vermeintlich ausverkauften Vorstellung nach Hause geschickt werden müssen, weil reservierte Karten nicht verkauft wurden. Deshalb ist die Kartenreservierung und speziell der Abholtermin an der Abendkasse jetzt auf eine halbe Stunde vor Filmstart vorverlegt worden. Auf der topaktuellen Internetseite finden sich alle Hintergrundinformationen zum Programm
und alle Vorführtermine in der Woche.
In der Woche vom 19. bis 24. Februar zeigt das ZOOM Kino aktuell eine neue Dokumentarfilmwoche. Komprimiert auf wenige Tage wurde erneut ein vielseitiges aktuelles Programm mit den meist besprochenen Dokumentationen  zusammengestellt. Am 24. Februar wird zur 20 Uhr Vorstellung die Editorin Ruben Susanne Bürgam zu Gast sein. In einem zweijährigen Prozess hat sie die Dokumentation von Stefan Weinert „Die Familie“ über die Leiden der Hinterbliebenen von Todesopfern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze montiert/geschnitten und dramaturgisch betreut. Es ist ein sehr eindringlicher Film entstanden. Auch, weil 25 Jahre nach dem Mauerfall so viele Fragen unbeantwortet sind.

Die in München geborene Künstlerin Sophie Schweighart, Jahrgang 1991, erhält das mit 10.000 Euro dotierte Preisgeld des 45. Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl, welches zu gleichen Teilen von der Stadt Brühl und der Max Ernst Gesellschaft e.V. finanziert wird.

Das entschied die  Fachjury bestehend aus der Vorsitzenden Dr. Arta Valstar-Verhoff, Dr. Dirk Teuber, Prof. Jürgen Klauke, Lutz Fritsch, Dr. Achim Sommer (Direktor des Max Ernst Museums), Dr. Jürgen Pech (wissenschaftlicher Leiter des Max Ernst Museums), Susanne Esser (Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Partnerschaften und Tourismus), Hans-Jörg Blondiau als Brühler sachkundiger Bürger, Dieter H.A. Gerhards (Vorsitzende der Max Ernst Gesellschaft e.V.) und Bürgermeister Dieter Freytag.
Sophie Schweighart studiert im 5. Semester Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg in der Klasse von Pia Stattbäumer. Ihr Studienschwerpunkt ist Bildhauerei. Seit zwei Jahren beschäftigt sie sich zudem mit Inszenierter Fotografie und Performance.
Über ihre Werke urteilt die Jury: „Die Preisträgerin Sophie Schweighart überzeugte die Jury mit ihrer ,eigenen Welt’, die durch Fotografien sowie einer Videoarbeit präsent und sichtbar wird. Die inszenierten Fotografien wirken in ihrer Erscheinung bühnenartig, skulptural, mit Hell und Dunkel modelliert. Der Videofilm fasziniert in seiner Dramaturgie, durch überlegte Wechsel der Kameraperspektive, durch klare Schnitte und pointierte Vertonung. Sophie Schweighart agiert konzentriert zwischen Labor und suggestivem Szenario. Immer erscheint sie tief versunken als Teil einer sehr persönlichen Geschichte. Die Preisverleihung des Stipendiums erfolgt am Donnerstag, den 2. April im Dorothea Tanning Saal des Max Ernst Museums Brühl. Zugleich wird im Max Ernst Museum Brühl des LVR die Ausstellung mit Werken der Preisträgerin eröffnet, welche vom 2. bis 19. April im Museum zu sehen sein wird.


Am Sonntag, dem 22. Februar, um 16 Uhr tritt die Fusion-Band „Vague Division” im Konzertsaal der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl, Liblarer Straße12-14, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Eine kleine Dachmusik“ auf. Hinter dem Bandnamen verbergen sich Jin-Ha Lee (Gitarre), Dimitri Chrissomallis (Schlagzeug) und Holger Becker (Bass). Die Band spielt instrumentale Eigenkompositionen. In der Musikrichtung Fusion verbinden sich Rock, Funk und Jazz zu einer energiereichen Mischung. Der Eintritt ist frei.


Frisch im Umlauf befindet sich das neue Programm für den Zeitraum bis zu den Sommerferien der Veranstaltungsreihe www.12plus.bruehl.de. Auch in diesem Jahr ist es der Stadt Brühl wieder in Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen gelungen, eine interessante Angebotspalette für die Brühler Jugendlichen ab 12 Jahren zusammenzustellen.  Die im Jahre 2001 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe hat wieder zahlreiche Höhepunkte zu bieten. Ein Highlight im Veranstaltungskalender ist ein Angebot aus dem Bereich Klettern. Am Freitag, den 20. März von 17 bis 19 Uhr steht hier der Klettersteig am „Via Ferrata“ im Mittelpunkt. Weitere Informationen erhalten Sie beim Jugendamt der Stadt Brühl unter 02232-794770, Herr Frädrich.


Die in Brühl lebende Sängerin Maria Jonas (Bild unten) wird mit einem tollen Projekt das diesjährige Kölner Fest für Alte Musik abschließen. Am 15. März präsentiert sie um 20 Uhr in den Balloni Hallen in Köln gemeinsam mit Hanna Schygulla (oben) das Programm „Gracias a la vida”.

Maria Jonas hat lange in Venezuela gelebt und dort erfahren, dass das südamerikanische Liedgut Teil der Gesellschaft ist. Vor allem die politischen Lieder aus Chile und Argentinien, entstanden während der Diktaturen in den 60er und 70er Jahren, haben es ihr angetan. Sie sieht Gemeinsamkeiten zwischen den mittelalterlichen Marienklagen und den Klageliedern südamerikanischer Frauen, die um ihre Söhne weinen.
Der nicaraguanische Dichter und Politiker Ernesto Cardenal hat berührende Texte zu diesem Thema geschrieben, die nun in Köln von der berühmten Schauspielerin Hanna Schygulla vorgetragen werden. Maria Jonas wechselt zwischen mittelalterlichen Marienklagen und südamerikanischen canciones und das übergeordnete Thema des Festivals „Passions – Leid und Leidenschaften” wird zeitlos.

Reiner Besse (Bild li.) und Hasan Güngör (re.) sind die neuen Sprecher der Brühler Initiative „Christen begegnen Muslimen – Muslime begegnen Christen“. Sie folgen Dieter Högner (Mitte), der mehr als zehn Jahre als Sprecher der Initiative fungierte und entscheidend an ihrer Gründung und ihrem Aufbau beteiligt war. Seinem Einsatz ist die Einrichtung eines Trägerkreises für Planung und Durchführung von Begegnungen zu verdanken, dessen Mitglieder aus den christlichen Kirchen Brühls und der islamischen Gemeinde kommen. Durch seine verbindliche und freundliche Haltung, durch seinen geduldigen Einsatz für den Dialog erwies sich Dieter Högner als der geeignete Brückenbauer zwischen Kulturen und Religionen.

2012 konnte die Initiative ihr zehnjähriges Jubiläum feiern, oft kamen weit mehr als 100 Interessierte zu den zweimal jährlich organisierten großen Zusammenkünften, bei denen Themen aus den Bereichen Religion und Gesellschaft aufgriffen wurden. In der Zeit der langjährigen Zeit christlich-islamischen Begegnungen wurden nicht nur inhaltliche Fragen besprochen, sondern es wuchsen auch persönliche Beziehungen.
Das gute Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in Brühl, zwischen Religionsgemeinschaften und der Stadt wird auch weiterhin gepflegt werden. Die nächste Veranstaltung ist bereits für den 17. März zum Thema „Grundwerte im Christentum und Islam“ geplant.


(tg) Monika Nicolaij wurde 1955 in Brühl geboren, lebte aber bis zu ihrem 39. Lebensjahr in Wesseling. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Chemielaborantin und sattelte später in die IT-Branche um. Heute arbeitet sie freiberuflich für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Bonn.

Der Brühler Kunstverein zeigt vom 6. März bis 28. März die Ausstellung „Antibiologie” von  Rainer Maria Matysik.  Die Vernissage findet am Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr statt. Zur Einführung spricht der Publizist und Verleger Mi–chael Wagener. Die Finis–sage mit Künstlergespräch gibt es am Samstag, 28. März, um 15 Uhr.

Das Leben ist verbesserungsbedürftig und durch aktive konstruktive Evolution optimierbar, so der bildende Künstler Reiner Maria Matysik. Ein Teil seiner Arbeit kreist um plastische Möglichkeiten neuer Lebensformen. Ebenso interessiert ihn die Auseinandersetzung zwischen Kunst und Wissenschaft. Er erstellt Modelle möglicher zukünftiger Organismen, die Prototypmodelle postevolutionärer Lebensformen darstellen. Der gebürtige Duisburger, der an der Braunschweiger Hochschule für Bildende Kunst studiert hat und in Berlin lebt, experimentiert mit Stoffen und Materialien. Seine Formen ähneln hybriden Organismen, deren Entstehungsprozesse ihn faszinieren. Im Kunstverein wird der vielseitige Künstler neue Objekte aus Glas zeigen – durchdachte, geheimnisvolle Gebilde. Auf seine zukunftsorientierte Kunst, die sich im gesellschaftlichen Kontext versteht, darf Brühl gespannt sein. Die Ausstellung findet im Rahmen der KUNSTACHSE NRW statt und ist im August 2015 auch im Kunstverein Hagenring e.V. in Hagen zu sehen. In Brühl wird sie in den Räumlichkeiten der Alten Schlosserei des Marienhospitals, Clemens-August-Straße 24, Brühl gezeigt. Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.bruehler-kunstverein.de oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Premiere zu dieser besonderen Führung war am 8. März 2005 – wie heute am Internationalen Weltfrauentag. In historischen Kostümen erzählen die Brühler Stadtführerinnen vom Wandel der Zeiten. Auf dem lebendigen, vergnüglichen Gang durch Brühls Vergangenheit begegnen Ihnen sechs mutige Frauen: Töpferin Maria Crucherer hält die Werkstatt am Laufen; Bäuerin Billa Krautwig entflieht der Enge des Alltags zum Kölner Markt; Kuhmagd Anna Schmitz wird der Hexerei beschuldigt; Pfarrersfrau Luise Frickenhaus hält das rege Gemeindeleben auf Trab; Madame Henriette de Boissieux achtet sehr auf die Etikette am Hofe Clemens Augusts und Louise Straus-Ernst gibt Einblick in die Künstlerehe mit dem Dadaisten. Anschauliche Geschichte. Sonntag 8. März, 15 Uhr. Treff: Tiergarten-/Uhlstraße.