Jahrgang 2016
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

 

Vor 25 Jahren
Jugendbegegnung in Wermsdorf


Eine neunköpfige Delegation des Brühler BDKJ (Bund der Deutschen katholischen Jugend) verbrachte das letzte Wochenende vom 27. bis 29. September 1991 gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Dekanat Hubertusburg auf dem gleichnamigen Schloss in Wermsdorf. Nachdem der BDKJ-Brühl im Sommer 1991 über einen einwöchigen Besuch aus dem Partnerdekanat Hubertusburg freuen konnte, fand damit endlich der lange geplante und zuvor mehrmals verschobene Gegenbesuch statt.

Vor 380 Jahren
Friedenskonferenz in Brühl

Mitten in den Wirren des dreißigjährigen Krieges war Brühl Schauplatz einer hochpolitischen Konferenz, wie es heutzutage wohl in den Nachrichten vermeldet würde: Am 22. September 1636 trafen in dem kleinen Städtchen im Schatten der Domstadt die Kurfürsten von Köln und Mainz sowie der Fürstbischof von Würzburg zu Beratungen zusammen. Kurfürst Herzog Ferdinand von Bayern (1612-1650) bot neben den beiden aus ihren Ländern geflohenen Kollegen auch dem kaiserlichen Feldherrn Graf von Mansfeld Gelegenheit an den Erörterungen zum weiteren Kriegsverlaufe teilzunehmen.

Leider war das Ergebnis dieser Konferenz nicht so hochgestellt, wie ihre Teilnehmer. Auf den weiteren Kriegsverlauf hat das Brühler Treffen keinen Einfluss nehmen können. Somit haben Datum, Ort und Treffen auch keine bedeutende Erwähnung in den Geschichtsbüchern gefunden. Denn diese lehren uns, dass der Krieg noch zwölf weitere Jahre wütete, bevor der Westfälische Frieden vom 24. Oktober 1648 das Blutvergießen stoppte.

Vor 350 Jahren
Ehrenhochamt an St. Marien

An jedem Freitag des Monats September wurde 1666 in der Klosterkirche zu Brühl ein Hochamt zu Ehren des Hl. Sebastian gehalten. Diese Geste der Brühler Bevölkerung war jedoch weniger als Dank für ein erwirktes Wunder oder eine ähnliche – dem Heiligen zuzuschreibende – Begebenheit, als vielmehr die flehentliche Bitte nach einem solchen Wunder. Der schwarze Tod, die damals so oft grassierende Pest, hatte Brühl ergriffen und raffte unzählige Einwohner dahin. Konnten sich die Brüder des Franziskanerordens bei der Pflege und Krankenfürsorge auch hohe Verdienste um ihre Stadt erwerben, so mussten auch sie der schrecklichen Seuche Tribut zollen. Fünf Ordensleute des Brühler Klosters, ein Pater und vier Brüder, fanden den Tod, ebenso wie auch 35 Mitglieder der damals bestehenden Gürteibruderschaft an der Klosterkirche. Erst im Juli 1667 konnte man in Brühl aufatmen und hatte die Epidemie überwunden.

Vor 100 Jahren
Amtsgericht eröffnet

Birgt die Zeit vor 100 Jahren durch die schlimmen Folgen des ersten Weltkrieges sehr viel an traurigen Erinnerungen, so gab es hin und wieder aber auch Positives zu verzeichnen: Am 16. September 1916 wurde das Brühler Amtsgerichtes eröffnet. Im Gebäude an der Liblarer Straße (es beherbergt heute die Kunst- und  Musikschule), war Amtsgerichtsrat Kneer der erste ordentliche Richter. Brühls Bürgermeister Hellenbroich hatte sich lange und intensiv dafür eingesetzt, eine Gerichtsbarkeit für Brühl zu gewinnen, nun wurden seine Mühen belohnt.

Vor 45 Jahren
Einweihung an St. Ursula

Im erzbischöflichen St. Ursula-Gymnasium konnte man sich am 11. September 1971 über die Einweihung eines neuen Gebäudetraktes freuen. Dieser war an der Stelle des zwischen 1893 und 1895 errichteten ehemaligen Klosters der Ursulinen an der Kaiserstraße/Ecke Kurfürstenstraße errichtet worden. Erstmals war die Schule am 18. April 1893 als „Private höhere Töchterschule mit Pensionat” mit 36 Schülerinnen, zwei Pensionärinnen und fünf Schwestern als Lehrerinnen durch die „Ursulinen von St. Salvator” in der Kölnstraße 51-53 in Brühl begründet worden. Damals war sie die erste höhere Mädchenschule im Landkreis Köln.