Jahrgang 2017
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 115 Jahren
Jakob Sonntag wird geboren

Am 1. Februar des Jahres 1902 wurde Jakob Sonntag geboren. Weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus erwarb er sich als Begründer des Kreiscaritasverbandes für den Landkreis Köln (nach der Gebietsreform dann ebenfalls für den Erftkreis) große Verdienste im sozialen Bereich. Den Lesern des Bilderbogens, der kölnischen Rundschau und nicht zuletzt der Brühler Heimatblätter ist Sonntag in erster Linie jedoch durch die Liebe zu seiner Heimatstadt Brühl und seine damit verbundene heimatkundliche Tätigkeit bekannt geworden und in Erinnerung geblieben. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Peter Zilliken rief er den Brühler Heimatbund ins Leben. Jahrelang war er als Schriftleiter auch für die Herausgabe der Heimatblätter führend verantwortlich. Nicht zuletzt seine beiden Bücher über Brühl sind bis heute lebendiger Beweis für sein Schaffen und Wirken.

Vor 470 Jahren
Kurfürst Hermann dankt ab
Am 25. Februar 1547 legte Hermann von Wied auf Drängen von Kaiser Karl V. sein Amt als Kölner Kurfürst nieder. Zuvor war er bereits am 26. April 1546 durch Papst Paul lll. seines geistlichen Amtes als Erzbischof von Köln enthoben worden.

Hermann, der anfangs ein gestrenger Verfechter der katholischen Lehre war, wandte sich später dann der Reformation zu. Im Zuge dieser schweren Zeiten rang er in langer geistiger Auseinandersetzung mit sich, blieb schließlich aber seinem Gewissen und seiner neuen Überzeugung treu.

So musste er sich dann zwangsläufig von seinen beiden an die katholische Lehre gebundenen Ämtern trennen und in das Privatleben zurückziehen. Am 15. August 1551 starb er schließlich in seiner Heimat, der Grafschaft Wied.

Vor 190 Jahren
Dekanat Brühl wird gegründet
Wie aktuell Geschichte doch sein kann, zeigt ein Blick in die Veröffentlichung „Aktuell“ der katholischen Kirche in Brühl vom 8. Januar 2017. Hier wird unter der Überschrift „Auflösung der Dekanate“ das folgende berichtet:

„Mit dem 1.1.2017 ist die neue Dekanateordnung für das Erzbistum Köln durch unseren Erzbischof Rainer Kardinal Woelki in Kraft gesetzt worden. Die bisherigen Dekanate gehen in die Stadt- und Kreisdekanate auf. (…) Das bedeutet für Brühl: Der Seelsorgebereich Brühl ist kein eigenes Dekanat mehr; das zuständige Dekanat für Brühl ist das Kreisdekanat Rhein-Erft-Kreis.“

Damit fällt das Ende des Dekanates Brühl fast auf den Tag genau 190 Jahre nach dessen Begründung, die in dieser Chronik ihre Erwähnung findet, denn am 24. Februar 1827 wurde das Dekanat Brühl begründet. Ihm wurden seinerzeit folgende Pfarreien zugeordnet: Brühl, Bachem, Berzdorf, Buschbell, Efferen, Fischenich, Frechen, Gleuel, Hürth, Immendorf, Kendenich, Kriel, Pingsdorf, Rodenkirchen, Sürth und Vochem. In den Folgejahren kamen dann noch weitere hinzu: Meschenich (1834), Hermülheim und Berrenrath (1850), Stotzheim (1861) und Schwadorf (1862).

Bis zum Ende des Kurstaates gehörte die Brühler Kirche ebenso wie die Pfarreien der Außerorte außer Schwadorf zur Dekanat Bergheim. Schwadorf gehörte damals noch zur Aargauer Christianität in Bonn.Die Neuordnung der kirchlichen Organisation ist nun Grund für das Ende des Brühler Dekanates, welches sich nach den Worten von Pfarrer Thull „für die katholische Kirche in Brühl, in der die Gebiete der Stadt, des Dekanates und der 13 Kirchengemeinden identisch sind, schon lange überlebt hat.“