Jahrgang 2017
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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 50 Jahren
Brühls erster Brunnen

Der Franziskusbrunnen auf dem Kirchvorplatz der Pfarrkirche St. Margareta wurde im Juni 1967 eingeweiht und in Betrieb genommen. Damit bekam Brühl seinen ersten öffentlichen Brunnen. Finanziert worden war das Projekt durch Spenden innerhalb der Pfarrgemeinde, der Kölner Bildhauer Olaf Hömen schuf die Brunnenanlage.
Wer den Kirchplatz allerdings nicht schon aus Kindertagen kennt, der wird beim heutigen Besuch dort zunächst verwundert nach einem Brunnen Ausschau halten. Nachdem es immer wieder Probleme „mit dem Wasser“ gab, wurde der Brunnen schon vor Jahren in eine reine Franziskusstatue umgebaut.

Vor 350 Jahren
Altarweihe in St. Marien
Am 2. Juni des Jahres 1667 stand die feierliche Konsekration der Altäre der Klosterkirche St. Maria von den Engeln an. Der damalige Kölner Weihbischof Johann Heinrich Anethan nahm damals diese hohe Handlung stellvertretend für seinen Erzbischof Maximilian Heinrich, Herzog von Bayern vor.

Vor 210 Jahren
Bödigerhof wird versteigert
Eine der letzten „Folgen“ des Säkularisierungsbeschlusses der französischen Regierung vom 6. Juni 1802 wurde in Brühl am 5. Juni des Jahres 1807 abgewickelt: der Brühler Bödigerhof wurde zwangsversteigert. Dieser, ehemals zum Augustiner-Chorstift von Bödigen gehörende Hof dient, wenn auch in leicht abgewandelter Form, bis auf den heutigen Tag als Namensgeber für die an seinem Standort heute verlaufende Böningergasse.

Vor 120 Jahren
Kaiserbesuch
Im Anschluss an die Einweihung eines Denkmals zu Ehren seines Vaters in Köln, verweilte Kaiser Wilhelm II mit Gemahlin Auguste Viktoria am 18. Juni 1897 für eine Nacht in Brühl. Bereits am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Andernach und Maria Laach, die Reise musste bei heftigem Sturm und Regengüssen überstanden werden. Noch am selben Abend kehrte man nach Brühl zurück, um von hier aus direkt per kaiserlichem Sonderzug nach Kiel zu reisen.

Vor 100 Jahren
Heiliges Kanonenfutter
Der Brühler Schlossermeister Wichterich hatte am 15. Juni 1917 schweren Herzens eine ihm mehr als unangenehme Pflicht zu erfüllen: Auf höchste staatliche Anordnung hin musste er die Glocken der Brühler Hauptpfarrkirche St. Margaretha (damals schrieb man die Pfarrpatronin noch mit „th“) aus Kriegsgründen zum Abtransport bereitmachen. Die Glocken wurden verfrachtet und zu Kanonen und -kugeln eingeschmolzen.

Vor 60 Jahren
Kinderheim gegründet
Den Namen Haus Ehrenfried brachte das Kinderheim, für das am 27. Juni 1957 der Grundstein gelegt wurde, schon mit nach Brühl, wurde es doch bereits im Jahre 1950 als Kreiskinderheim in Brauweiler gegründet.
Der Umzug nach Brühl bedeutete dann den Einzug in einen modernen Neubau mit den der damaligen Zeit entsprechenden Einrichtungen. Betreut wurde das Projekt vom langjährigen Leiter des Kreisjungendamtes des Landkreises Köln, zugleich auch bekannter Brühler Heimatkundler, Jakob Sonntag.