Jahrgang 2017
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Sie sind eine Institution in Brühl. Seit 20 Jahren. Im September gaben „Los Rockos” auf dem Markt ihr großes Jubiläumskonzert. Am 8. Dezember lassen sie das ereignisreiche Jahr dann um 19 Uhr mit einem Auftritt auf dem Brühler Weihnachtsmarkt ausklingen. Der Brühler Bilderbogen hat die Band in ihrem Probenraum in Schwadorf besucht.

„Es war wieder einmal ein sehr intensives Jahr, das von unserem 20-jährigen Jubiläum geprägt war”, sagt Gitarrist und Sänger Thomas Rüth. Rund 50 Konzerte hat „Los Rockos” gegeben, ein Geburtstagslied ist entstanden. „Unser Konzept ist weiterhin einzigartig”, findet auch der Bassist Rüdiger Blindert. Los Rockos nennen sich selbst die Party-Rockband aus Brühl/Köln. „Wir decken alles ab und singen auf Deutsch, Kölsch und Englisch. Wir mischen Lieder, die uns gefallen, unothodox zu einem Medley zusammen. Es ist eine Symbiose aus Rock und Karneval, Oldies und Schlager sind dabei. Und natürlich auch viele eigenen Nummern”, meint der Schlagzeuger Roman Götsch. Mit diesem erstaunlichen Mix ist die Band generationsübergreifend interessant für alle Alterstufen.

Seit zwanzig Jahren touren die Musiker, wann immer es ihnen die Zeit abseits ihrer Hauptberufe erlaubt, durch die Region. Angefangen hat alles im Jahr 1997. Damals beschlossen die Mitglieder von „Mainvoice”, der Vorläuferband von „Los Rockos”, den Brühler Karneval zu rocken. Thomas und Norbert Rüth, Roman Götsch (die Los Rockos alle bis heute noch erhalten blieben) sowie Stefan Wagner und Bernd Recht packten ihre Band auf eine fahrende LKW-Bühne, verrockten ein paar Karnevalshits und fuhren im Närrischen Elias mit. Ihr von einem McDonald's-Spot inspiriertes Motto lautete: „Karnevalswochos mit Los Rockos.” Die Premiere wurde zu einem großen Erfolg. „Wir haben den Rock im Karneval etabliert”, erinnert sich Thomas Rüth.

„Sehr professionelles Hobby”
Fünf Jahre lang waren Los Rocks fester Bestandteil des Karnevalszuges. Noch heute werden die Bandmitglieder darauf angesprochen und gefragt, ob sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sind. „Dabei ist das alles jetzt 15 Jahre her”, freut und wundert sich Thomas Rüth über das Feedback der Menschen. Los Rockos hatte sich einen Namen gemacht und mit ihrem unverwechselbaren Stil eine große Fangemeinde erobert. Nicht nur in ihrer Heimatstadt Brühl, sondern inzwischen auch weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Ihr „sehr professionelles Hobby” betreiben die Musiker nun seit über 20 Jahren mit nicht nachlassendem Spaß an der Freude. Mindestens einmal pro Woche treffen sie sich im gemütlich eingerichteten Probenraum. Dort kommen ihnen neue Ideen, dort werden die eigenen Songs einstudiert und die Medleys bekannter Hits entwickelt. Dort entsteht das Los-Rockos-Erfolgsrezept. Zwei Komplimente bekommen sie immer wieder von ihren Fans zu hören. „Man merkt, dass Ihr Spaß habt. Eure Begeisterung springt über”, gibt Thomas Rüth die Resonanz der Konzertbesucher wider. „Und für die Menschen vergeht die Zeit wie im Flug. Sie glauben, wir würden eineinhalb Stunden spielen, obwohl es nur 45 Minuten waren. Bei unseren Konzerten kommen die Besucher gar nicht zum Luftholen."

Viele Auftritte im Karneval
Mit Beginn der Session und vor allem dann ab Januar mischen Los Rockos auch den Karneval auf. Sie sind dann viel im Rhein-Erft- oder Rhein-Sieg-Kreis im ländlichen Bereich und bei kleineren Karnevalsgesellschaften unterwegs. „Viele sagen uns, dass wir die Stars der kleinen Leute sind”, sagt Thomas Rüth. „Das ist eine schöne Sache, dafür sind wir dankbar.” Die Band ist trotz ihrer Erfolge immer auf dem Teppich geblieben. „Unsere Stärke ist unsere Kontinuität”, glaubt Thomas Rüth. „Wir machen Party für die Leute, haben Spaß dabei und haben in den 20 Jahren nur einen einzigen Auftritt krankheitsbedingt ausfallen lassen müssen.”
Diese Verlässlichkeit zahlt sich aus, die Leute wissen es zu schätzen. Wenn die Band in Brühl ein Heimspiel hat, dann müssen sich auswärtige Stars schon strecken, um an die Besucherzahlen von Los Rockos heranzukommen. So war es beim letzten Altstadtfest, als die Brühler Band die Zahlen der „Räuber”, die einen Tag vorher auf dem Markt auftraten, toppten. „Ihr zieht eben die Leute an”, sagen nicht nur die Altstadtfest-Macher der Wepag.

Auftritt beim Weihnachtsmarkt am 8. Dezember
„Diese Open-Air-Veranstaltungen bei freiem Eintritt sind eine Herzensangelegenheit für uns”, meint Roman Götsch. Der nächste Auftritt dieser Art findet im Rahmen des Weihnachtsmarkts am 8. Dezember statt. „Das wird ein toller, emotionaler und wunderschöner Abschluss dieses unvergesslichen Jahres”, freut sich Rüdiger Blindert. Los Rockos werden wieder rockiges Weihnachtsmedleys und auch immer etwas Neues präsentieren. „Das ist schließlich das Salz in der Suppe”, weiß Thomas Rüth.
Bewährt haben sich auch Unplugged-Auftritte in Wohnzimmern. „Das ist auch supergeil, wenn wir ohne Mikro vor einer Hand voll Gästen spielen”, erzählt Jörg Kapelan, der Junior der Band, sowohl altersmäßig als auch als letzter Neuzugang. Im Laufe der letzten 20 Jahre gab es hin und wieder kleinere personelle Veränderungen in der Zusammensetzung der Band.

Weiberfastnacht im Zelt am Kölner Südstadion
Drei Gründungsmitglieder sind auch heute noch dabei: der „Bandmanager”, Gitarrist und Sänger Thomas Rüth, sein Bruder Norbert, der nicht mehr selbst in der Band spielt, sich dafür aber um die komplette Technik kümmert, sowie der Drummer Roman Götsch. Peter Vendel spingt als Sänger immer mal wieder ein, Rüdiger spielt den Bass, Jörg Kapelan ist der Keyboarder. Die ausführlichen, humorvollen Steckbriefe, Bilder und viele weitere Inmformationen gibt es übrigens auch auf der offiziellen Homepage unter www.losrockos.de. Auf Facebook folgen schon über 1.500 Fans der Band.
Im kommenden Jahr spielen Los Rockos auch an Weiberfastnacht im großen Zelt am Kölner Südstadion. Dort findet eine Party und keine Sitzung statt. „Wir wollen das Zelt auf links drehen”, kündigt der Sänger an. Der Auftritt wird dann zu den Highlights der Band gehören, wie zuvor auch bereits Auftritte in der Lanxess Arena bei einem Handballspiel des VfL Gummersbach oder im Brühler Schlossparkstadion vor einem Freundschaftsspiel des SC Brühl gegen den 1. FC Köln. Und es werden ganz sicher noch viele weitere Höhepunkte dazu kommen.

Tobias Gonscherowski