Jahrgang 2018
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Brühler Bilderbogen März 2018

Liebe Leser,
der Frühling hält langsam aber sicher Einzug, die Temperaturen gehen nach oben und abends bleibt es länger hell. Auch die ersten Veranstaltungen werden wieder ins Freie verlagert. Den Anfang macht der Frühlingsmarkt vom 16. bis 18. März, der wieder viele Besucher in die Brühler Innenstadt ziehen wird.

In der richten sich die Menschen auf das großen Bauvorhaben ein. Viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind dann schon vom Rathaus in das Containerdorf nach Brühl-Ost gezogen, in dem dann Teile der Verwaltung für längere Zeit untergebracht werden. Der genaue Beginn der Abrissarbeiten des Anbaus des Rathauses am Steinweg steht noch nicht fest, er soll aber noch in diesem Jahr stattfinden.

Der Frühling ist da, und es ist wieder Zeit, sich für anstehende Arbeiten im Garten und auf dem Balkon bestens zu rüsten. Um einen Überblick über die vielfältigen „grünen“ Möglichkeiten zu geben, startet die WEPAG e.V. ihren dreitägigen Brühler Frühlingsmarkt mit vielen Ständen, der am Freitag (16. März von 14 bis 20 Uhr), am Samstag (17. März von 10 bis 20 Uhr) und am Sonntag (10. März von 11 bis 20 Uhr) in der Fußgängerzone stattfindet.

Die Bundesregierung überraschte kürzlich mit dem Vorschlag, den öffentlichen Personen-Nahverkehr für alle umsonst anzubieten. Wie die Befragten in der Brühler Innenstadt diese Idee bewerten, verrieten sie uns in unserer Umfrage.




Kristin Menne mit Ehemann Frank und und Sohn Valentin: Ich fahre schon jetzt oft mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln, weil ich ein Jobticket habe. Ein kostenloser ÖPNV hätte für mich den Vorteil, dass ich Geld sparen würde. Ich finde die Idee durchaus gut. Allerdings fragen sich die Kommunen zurecht, wo sie das Geld hernehmen sollen. Es müsste viel Geld in die Hand genommen werden. Vielleicht läuft es dann doch auf ein anderes System an Preisstaffelungen hinaus. Außerdem müsste sich der ÖPNV auch neu aufstellen, da die Züge zu den Pendlerzeiten jetzt schon voll sind.

Das beliebte Musikfestival KONTUREN?feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Vom 18. bis 28. März kommt es zur 15. Auflage der Konzertreihe. Bislang gab es über 80 hochkarätige Konzerte im Max Ernst Museum Brühl, über 60 internationale Meisterkurse in der Kunst- und Musikschule Brühl, individuelle Schulprojekte in Brühler Schulen von der Grundschule bis zum Gymnasium, zahlreiche Teaserkonzerte  mit den Stadtwerken Brühl und open lectures bei den Meisterkursen. Kurzum: Es gab 15 Jahre lebendige Musikkultur in Brühl mit einem erfolgreichen Konzept. Und die Tradition geht weiter.

Heavy Baroque Pop, Trödel und Massage – die Kombination gibt es nur bei Trödelchic im CULTRA. Am 24. März ist der französische Newcomer „Beranger“ auf der Bühne der Brühler Eventflohmarkt-Reihe zu Gast. Zudem gibt es jede Menge Trödel, Snacks und Specials. Trödelchic – Bummel dich glücklich!

Was für ein Theaterstück würden Sie sich wünschen, wenn Sie die Möglichkeit hätten, eine Produktion von der Textauswahl über die Besetzung bis zur fertigen Inszenierung zu begleiten und sogar bei wichtigen Entscheidungen ein Wörtchen mitzureden? Eine vermeintliche Sentimentalschmonzette aus der Feder eines der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker der 60er, 70er und 80er Jahre, die sich mittels einer skurrilen Wendung dann doch als Chirurgen- oder Maurerstück entpuppen könnte?

Am Sonntag, 11. März um 16 Uhr, gastiert das Duo Arrabalero in der Kornkammer Eventlocation Kurfürstenstraße 58-60. Arrabal stammt aus der Tangosprache Argentiniens und heißt Vorstadt. Das Duo Arrabalero spielt Musik, die ursprünglich aus den Vorstädten stammte, bevor sie den Weg in die Salons gefunden hat: Tango, Valse Musette, Gypsy-Swing, Bluegrass sowie irische oder osteuropäische Musik.

Am Freitag, 16. März, steigt im Landgasthaus Ville (ehemals ML,) Villestraße 44, ein besonderes Konzert. Nach der erfolgreichen Etablierung von Brühl-Heide als Jazzstandort im Jahr 2017 finden auch in diesem Jahr Konzerte dort statt. Den Anfang machen drei der Jazzcombos der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl. Die „Jazz Aliens“, „Die Namenlosen Vier“ und die „Blechlawine“ präsentieren ein vielfältiges und grooveorientiertes Programm, das die ehemalige Diskothek in einen Jazzclub verwandeln wird.

An jedem zweiten Donnerstag im Monat präsentiert die von Thorsten Drees geführte Gaststätte Krayer in Brühl-Schwadorf die „Beat Open”. Die Reihe geht in ihr achtes Jahr und gehört zu den beliebtesten ihrer Art im Raum Köln-Bonn-Aachen. Im Januar 2010 setzte Manfred „Many” Kern seine Idee erstmals um, zwei Jahre später übernahmen Ennelin Reich und Georg Di Filippo die Organisation. Der Brühler Bilderbogen hat sich mit den Machern getroffen.

Seit über fünfzig Jahren macht der Gitarrist Many Kern Musik. Als Teenager fing er in den Brühler Bands „The Ceave”, „Gotah”, später dann bei „Second Trial” und vielen anderen Bands, ab 2009 stand er mit der Brühler Beatband „The Rolling Things” auf der Bühne. Am 23. Januar 2010 stellte die Band bei einer offenen Probe die Beat Open vor. „Das war der Auftakt einer neuen monatlich stattfindenden Blues-Session”, erzählt Many Kern. „Musikern aus der Umgebung – aktustisch oder elektrisch – sollte hier die Möglichkeit gegeben werden, Erfahrungen auszutauschen und zu vertiefen oder ein Musizieren miteinander in lockerer Atmosphäre zu erleben. Damit sich der Abend für Musiker und Zuhörer gleichermaßen interessant gestaltet, waren die Sessions-Sets auf ca. 30 Minuten begrenzt.”

Seit September des vergangenen Jahres verstärkt Friederike Voßkamp als wissenschaftliche Volontärin das Team des Max Ernst Museum Brühl des LVR. Nun zeigt das Museum bis zum 8. April die umfangreiche Ausstellung „Johanna Reich – Die gestohlene Welt“. In ihren Arbeiten beschäftigt sich die in Köln lebende Videokünstlerin und Trägerin des Frauenkulturpreises des LVR mit der rasant voranschreitenden Digitalisierung und medialen Vereinnahmung unserer Alltagswelt. Wir haben mit Friederike Voßkamp über die Ausstellung und ihre Aufgaben gesprochen.

BBB: Frau Voßkamp, worauf können sich die Besucher der Ausstellung mit Werken von Johanna Reich freuen?
Friederike Voßkamp: Die Ausstellung zeigt rund 20 Arbeiten, darunter zahlreiche Videoinstallationen, Fotografien sowie eine aktuelle Arbeit zur Handschrift, die meist zusammen mit Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern entstanden sind. Johanna Reich ist fasziniert von Technik; sie bezeichnet sich selbst als „Technik-Nerd“. In ihren Werken beleuchtet sie das Verhältnis zwischen realen und virtuellen Bildern und lenkt den Blick darauf, welche Auswirkungen das Ineinandergreifen von digitaler und wirklicher Welt auf unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln hat. Eigens für die Ausstellung entwickelte sie außerdem die Videoarbeit „Cut-Out“ zu Max Ernsts Figurengruppe „Corps enseignant pour une école de tueurs“ im Außenbereich des Museums.